Gasteditorial von Ulrich Wolf

EditorialWas wäre wenn

Mit diesem Heft halten Sie, lieber LinuxUser-Leser, auch die aktuelle Version der Desktop-Umgebung KDE in den Händen. KDE 2.0 glänzt mit vielen neuen Features, die Ihnen im Heft ausführlich vorgestellt werden. Wie fast alle Software, die auf Linux-Plattformen zum Einsatz kommt, ist auch KDE das Werk von vielen Freiwilligen, denen es einfach Spaß macht, anwendungsfreundliche Programme zu schreiben. Das sollte jeder ein klein wenig im Hinterkopf behalten, der sich neugierig auf die neuen Features von Konqueror, KOffice und Ko. (:-)) stürzt.

Viele Projekte, so wie Linux selbst oder auch KDE, sind aus der simplen Frage: "Was wäre wenn?" entstanden. Was wäre, wenn es ein Betriebssystem gäbe, das so flexibel wie Unix ist, aber auf preiswerter PC-Hardware läuft; was wäre, wenn dieses System, mit einer schicken und intuitiven Oberfläche versehen, für jedermann einfach benutzbar ist? Damit aus solchen Visionen Realität wird, braucht es neben Durchhaltevermögen, Organisationstalent und natürlich Programmier-Knowhow immer wieder frische Neugier auf ungelöste Probleme.

Neugier wirkt ansteckend, auch auf Nur-Benutzer von Linux, und ein offenes System lädt direkt dazu ein, seiner Neugier freien Lauf zu lassen. Diese Neugier kann dazu führen, dass Sie sich selbst in das eine oder andere Problem verbeißen; oder stellen Sie sich die Frage: "Was wäre, wenn auch mein Arbeitskollege Linux installiert, falls er vielleicht zufällig gerade eine neue Festplatte eingebaut hat?" Starten Sie doch einfach das "soziale Experiment", bisherige Windows-Nutzer in Ihrem Bekanntenkreis zur Installation von Linux zu überreden. Appellieren Sie dabei an die Kerntugend der Neugier. Die beiden anderen oben erwähnten Eigenschaften, Durchhaltevermögen und Organisationskraft, braucht es zumindest am Anfang weniger. Eine Linux-Installation ist inzwischen oft schneller beendet als die eines Microsoft-Betriebssystems, und organisiert ist Linux auch recht schnell: Nehmen Sie einfach eine ältere LinuxUser-CD mit der Distribution Ihres Vertrauens, und los geht's. Und sollte Ihr Bekannter dann doch wieder zu seinem alten System zurückkehren, ist das auch nicht schlimm: Dann war die Gier auf Neues nicht groß genug.

Ulrich Wolf ist stellv. Chefredakteur unserer Schwesterzeitschrift Linux-Magazin

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 09/2017 PERFEKTE FOTOS

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

WLan mit altem Notebook funktioniert nicht mehr
Stefan Jahn, 22.08.2017 15:13, 0 Antworten
Ich habe ein altes Compaq-6710b Notebook mit Linux Mint Sonya bei dem WLan neulich noch funktioni...
Würde gerne openstreetmap.de im Tor-Browser benutzen, oder zu gefährlich?
Wimpy *, 21.08.2017 13:24, 1 Antworten
Im Tor-Netzwerk (Tor-Browser) kann ich https://www.openstreetmap.de/karte.html# nicht nutzen....
Samsung VG-KBD1500 - Bluetooth-Tastatur mit Touchpad mit Xubuntu 16.04.2 LTS
Linux- & BSD-UserGroup im Weserbergland, 16.08.2017 19:16, 0 Antworten
Bin grad mit "meinem Latein am Ende" darum hier mal so in den Raum geworfen. Samsung VG-KBD1500 -...
Tails verbindet nicht mit WLan
Georg Vogel, 30.07.2017 15:06, 5 Antworten
Hallo zusammen! Habe mir von Linux Mint aus einen Tails USB-Stick erstellt. Läuft soweit gut,...
Genivi for Raspberry Pi 3
Sebastian Ortmanns, 28.07.2017 10:37, 1 Antworten
I try to build a Genivi Development Platform for Rasberry Pi 3. But I always get the failures bel...