Mmmmmm! Ein Disketten-Jockey – die mtools
Zu Befehl
Direkt auf der Diskette arbeiten
Das Kommando mcd wechselt auf einer DOS-Diskette das Arbeitsverzeichnis. Schauen Sie sich das Beispiel von vorhin noch einmal an. Auf der Diskette gab es ein Verzeichnis mit Namen verzeichnis2. Hierhin können Sie ganz einfach wechseln: mcd a:verzeichnis2 – übrigens können Sie stattdessen auch mcd a:VERZEI~1 tippen. Eine Ebene höher geht es mit mcd a:... Achten Sie darauf, dass kein Leerzeichen zwischen a: und den beiden Punkten ist.
Für das Löschen von Dateien auf Disketten gibt es das Kommando mdel. Der Aufruf lautet mdel a:datei1 [datei2 datei3...], einziger Parameter ist hier -v. Diese Option ist dafür verantwortlich, dass während des Arbeitsvorgangs Informationen wie Removing A:/verzeichnis2/datei2 ausgegeben werden – Sie sind also gut informiert, welche Daten gerade von der Floppy verschwinden.
Die wichtigsten Kommandos der mtools kennen Sie nun. Weitere Programme aus der Gruppe, wie z. B. minfo, mtype oder mlabel können Sie sich aber ruhig noch anschauen. Seien Sie neugierig und schauen in die Man-Pages zu den einzelnen Befehlen!
Übrigens: Der Zugriff auf DOS-Disketten ist zwar die naheliegendste Nutzung der mtools; sie können aber noch mehr: Nach entsprechender Konfiguration (/etc/mtools.conf) können Sie über Laufwerksbuchstaben C:, D: usw. auch DOS-/Windows-Partitionen (etwa auf ZIP-Medien) ansprechen, ohne sie zu mounten. Für eine DOS-Partition /dev/hda1 wäre der passende Eintrag beispielsweise
drive c: file="/dev/hda1"
In /etc/mtools.conf finden Sie Erklärungen zu den möglichen Einträgen.
Glossar
mounten
nennt man das Einbinden eines Speichermediums (wie etwa Disketten oder Festplattenpartitionen) in den Linux-Dateibaum. So würden Sie eine Diskette normalerweise über einen Befehl der Form "mount -t vfat /dev/fd0 /mnt/floppy" einbinden. Wenn kein passender Eintrag in der Konfigurationsdatei /etc/fstab vorhanden ist, kann dieses Einbinden nur vom Systemadministrator root durchgeführt werden.
Device
Devices (Geräte) werden unter Linux in den meisten Fällen über Gerätedateien im Unterverzeichnis /dev angesprochen (eine Ausnahme stellen beispielsweise Netzwerkkarten dar). Jedem solchen Gerät wird eine Spezialdatei in diesem Verzeichnis zugeordnet, so etwa /dev/fd0 und /dev/fd1 den beiden Diskettenlaufwerken.



