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Helfer für´s Grobe

X11-Konfigurationstools

Jetzt schauen wir in die Röhre!

Für die korrekte Darstellung von X11-Programmen benötigt der X-Server genauere Informationen über die im System vorhandene Grafik-Hardware. Da der Monitor heutzutage in der Regel das schwächste Glied ist, hängt die Darstellungsqualität vor allem von dessen technischen Daten ab. Die wichtigste Kennzahl bei der X11-Konfiguration ist die maximale Zeilenwiederholfrequenz (in kHz), also wie viele Bildschirmzeilen der Kathodenstrahl des Monitors maximal in einer Sekunde neu beleuchten kann. Hieraus ergibt sich dann in Abhängigkeit von der verwendeten Auflösung die in ergonomischer Hinsicht wichtige Bildwiederholfrequenz oder Refresh-Rate (in Hz), also wie oft pro Sekunde ein Bild komplett neu aufgebaut werden kann. Wenn Sie in der Monitorliste des Konfigurationsprogramms nicht exakt Ihr Monitormodell finden, sollten Sie die genauen technischen Daten Ihres Monitors (z. B. im Handbuch) in Erfahrung bringen und die jeweiligen Bereiche (z. B. "30-86" kHz) selbst definieren. Geben Sie Ihrem Monitor zum Abschluss noch einen sinnvollen Namen (Identifier), damit dieser später in der Screen-Sektion mit der richtigen Grafikkarte verknüpft wird.

Das Konfigurationstool ergänzt nun selbständig die Monitor-Sektion um einige weitere Zeilen, die sogenannten "Modelines", die später der Grafikkarte vorschreiben werden, wie sie sich bei einer gegebenen Auflösung zu verhalten hat, damit sie den Monitor nicht überfordert. Die hiermit erzeugten "Modelines" nutzen allerdings in der Regel nicht das gesamte Potential des Monitors aus. Um das Optimum aus der Kombination Grafikkarte/Monitor herauszuholen, sollten Sie einen Modeline-Generator einsetzen (siehe weiter unten).

Wo ist mein Chip?

Die meisten X11-Konfigurationstools bieten Ihnen eine lange Grafikkarten-Liste, aus der Sie Ihr (exaktes) Modell auswählen können. Wenn sich Ihr Grafikwunder wider Erwarten nicht auf Anhieb in der Liste auffinden lässt, dann sollten Sie sich zunächst einmal nach dem exakten Namen des Chipsatzes erkundigen (z. B. nVidia RivaTNT2) und die Liste noch einmal danach absuchen. Sind sie bei Ihrer Suche erneut erfolglos geblieben, dann sind dafür zwei Gründe denkbar: entweder Ihre Grafikkarte ist so neu, dass diese (noch) nicht von der installierten XFree86-Version unterstützt wird (==> Update!) oder aber Ihre Karte ist so exotisch bzw. antiquiert, dass hierfür niemand einen eigenen X-Server geschrieben hat (==> Probieren Sie notfalls XF86_VGA16 probieren oder kaufen Sie besser gleich eine unterstützte Grafikkarte!). Im Zweifelsfall hilft vielleicht auch ein Blick in die entsprechende Dokumentation weiter. Mit der Wahl der richtigen Grafikkarte werden vom X-Server im Normalfall auch die dazugehörenden technischen Daten (RAMDAC, VideoRAM usw.) korrekt erkannt. Sollte es in Ihrem speziellen Fall dennoch zu Problemen mit einzelnen Werten kommen, so lassen sich diese prinzipiell auch manuell setzen (bitte nur Fortgeschrittene und Profis).

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LinuxUser 06/2012

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