Debian- und RPM-Pakete im Griff
Paketinstallation
Für die RPM-Profis: rpmlevel
Wer sich mit dem Kommandozeilen-Tool rpm angefreundet hat, sollte auch einen Blick auf rpmlevel (Homepage: http://www.coralys.com/products/rpmlevel.shtml, Download: ftp://coralys.com/pub/free/rpmlevel-1.2-1.noarch.rpm) werfen – es bietet eine Erweiterung des Funktionsumfangs von rpm und berücksichtigt dabei alle Veränderungen gegenüber der Erstinstallation der Distribution. So können Sie mit rpmlevel immer den Überblick behalten, inwieweit Ihr aktuelles System vom Ausgangssystem abweicht. Auch eine Aktualisierung aller installierten Pakete ist einfach möglich, so führt etwa der Befehl
rpmlevel --sync redhat61
auf einem Red-Hat-6.1-System alle notwendigen Updates durch; mit
rpmlevel --report u redhat61
erhalten Sie eine Liste aller Pakete, die seit der Erstinstallation aktualisiert wurden.
So viel mehr…
In diesem Artikel konnten wir nur einen kurzen Blick auf die Funktionsvielfalt der Paketverwaltungs-Tools werfen; schauen Sie sich in einer ruhigen Minute sämtliche Optionen dieser Programme an (im Falle von rpm, dselect und dpkg in den jeweiligen man-pages, sonst in der Online-Hilfe) an und experimentieren Sie ein wenig herum. Es ist gut zu wissen, dass Sie unter Linux die Kontrolle über sämtliche installierte Software behalten können, wobei es gleichgültig ist, ob Ihre Distribution Debian- oder RPM-basiert ist.
Glossar
Debian-Pakete
Unter diesem Oberbegriff werden alle notwendigen Informationen zum Installieren, Deinstallieren und Ausführen von Programmen zusammengefasst. Die Dateinamen setzen sich folgendermaßen zusammen: Paketname (z. B. xskat), Revisionsnummer und die Dateiendung .deb. Die Datei heisst also: xskat_3.2-1.deb.
apt
Steht für Advanced Package Tool. Tatsächlich handelt es sich um ein ganzes System von Werkzeugen zum Holen, Installieren und Entfernen von Paketen. Mit den Apt-Funktionen lassen sich komplette System-Updates durchführen, Zwischenspeicher für Pakete einrichten und verwalten.
RPM
Der Red Hat Package manager ist das vom Distributor Red Hat kreierte Paketverwaltungs-Tool; es wird von fast allen "großen" Distributionen (außer Debian und dem Klassiker Slackware) verwendet. RPM steht aber auch für das Paketformat selbst; so enden RPM-Pakete immer auf .rpm.



