Neue Software

01.11.2000
Täglich sprudeln die internationalen News-Ticker und Software-Portale über vor Pressemitteilungen und Ankündigungen von Neuerscheinungen freier wie kommerzieller Anwendungs-Software. Diese monatliche Rubrik versucht, Sie über die aktuellsten Entwicklungen auf dem Software-Markt auf dem Laufenden zu halten.

DVD-Player PowerDVD

Nachdem die kalifornische Firma Intervideo, Inc. ihr Produkt LinDVD erstmals bereits im Frühjahr dieses Jahres angekündigt hat, es jedoch bis zum heutigen Tage noch nicht geschafft hat, dieses heißbegehrte Produkt auf den Markt zu bringen, hat nun der Konkurrent Cyberlink für harte Tatsachen gesorgt. Das in der Windows-Welt weit verbreitete DVD-Abspielprogramm PowerDVD gibt es laut Angabe auf der Website von Cyberlink nun auch in einer Linux-Variante. Leider scheint das Produkt bisher noch nicht in den Online-Shop aufgenommen worden zu sein. Aber vielleicht ändert sich das ja in Kürze: http://www.gocyberlink.com/english/products/powerdvdlinux.asp

kWinTV 0.8 für TV-Karten

Der Nachfolger von xwintv ist Mitte September in einer neuen Version erschienen. Seit der letzten größeren Release hinzugekommen sind u. a. ein Scan-Wizard, die automatische Bestimmung der Auflösung im Fullscreen-Modus sowie die Unterstützung für multiple Audio-Mixer. KWinTV ist ein KDE-Frontend zu dem Konsolenprogramm Video4Linux, das sich zum Ziel gesetzt hat, eine gemeinsame Schnittstelle (API) für alles, was man mit TV- und Videokarten unter Linux anstellen kann, zu schaffen. Es unterstützt unter anderem TV-Karten, die auf dem weit verbreiteten BTTV-Chipsatz basieren. Sie finden die neueste Version von kWinTV auf unserer Heft-CD oder unter http://kwintv.sourceforge.net/

Webbrowser Galeon 0.75

Für alle Vielsurfer, die es nicht erwarten können bis die erste Final-Version des neuen Mozilla-basierten Netscape 6 endlich erscheint oder ohnehin einen leichtgewichtigeren Webbrowser bevorzugen, gibt es seit einiger Zeit eine Alternative: Galeon. Das freie Projekt hat sich auf die Fahnen geschrieben, einen Browser zu entwickeln, der ein möglichst einfaches Benutzerinterface bietet und möglichst konform zu bestehenden Web-Standards bleibt.

Systeminformationen mit gsysinfo 1.0

Jason D. Hildebrand, ein Informatikstudent an der kalifornischen Uni Waterloo hat seinem Erstlingswerk in Sachen GNOME-/gtk-Programmierung namens gsysinfo nach einer längeren Entwicklungsphase im September die Versionsnummer 1.0 verpasst. Dabei handelt es ich um ein weiteres grafisches Frontend zur Gewinnung von grundlegenden Systeminformationen. Gsysinfo lässt sich im Gegensatz zu seinen Verwandten jedoch nahtlos in das GNOME-Panel integrieren. http://www.student.math.uwaterloo.ca/~jdhildeb/gsysinfo/

Übrigens: Für alle diejenigen, die sich ebenfalls vorstellen können, eigene GNOME-Anwendungen zu entwickeln, gibt es seit kurzem ein C++-Framework namens Bakery, das die Erstellung eigener GNOME-Anwendungen auf der Basis von Gnome-- bzw. gtk-- auch für Einsteiger möglich machen soll. http://bakery.sourceforge.net/

Neue Distributionen

Auch im September/Oktober tut sich wieder einiges auf dem Distributionsmarkt. Nachdem SuSE seit einiger Zeit in der Version 7.0 erhältlich ist, hat Red Hat als einer der Hauptkonkurrenten auf dem amerikanischen Markt Mitte September nachgezogen. Red Hat 7.0 gibt es je nach Einsatzgebiet und zur Verfügung stehendem Budget in zwei Workstation- und zwei Server-Varianten. http://www.redhat.de

Der Landesbildungsserver Schleswig-Holstein hat in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Freie Software e.V. und der Firma SuSE eine leicht zu installierende Linux-Distribution herausgebracht, die sich nicht nur an Lehrer und Schüler wendet, sondern auch andere Computerlaien zur Linux-Erstinstallation ermutigt. Näheres erfahren Sie unter http://fsub.schule.de/linux/kmlinux.htm.

Weiterhin kündigt sich auch eine neue Version der beliebten Linux-Mandrake an. Zum Redaktionsschluss war bereits die dritte Beta-Version (Cooker) von Mandrake 7.2 erhältlich. Die Final-Release dürfte also vermutlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Am besten Sie schauen hin und wieder mal vorbei unter http://www.linux-mandrake.com.

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