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Debian GNU/Linux 2.2 – "Potato"

Kartoffel-Chips für alle

01.11.2000 Nicht immer verderben viele Köche den Brei: Mit Debian Linux halten Sie eine Distribution in den Händen, die von vielen Leuten weltweit gemeinsam in deren Freizeit entwickelt wird – hinter diesem Projekt steht also keine Firma, sondern eine motivierte Gemeinschaft von Programmierern, die daran mitarbeiten.

Mit dieser Heft-CD bekommen Sie alle notwendigen Daten, um Debian zu installieren. Zunächst sollten Sie dazu jedoch einige Vorbereitungen treffen, z. B. eine genaue Liste der Hardware erstellen, die sich in Ihrem Computer befindet. Stellen Sie sicher, dass Sie mindestens 8 MB Arbeitsspeicher und 80 MB Festplattenspeicher zur Verfügung haben. Wenn Sie neben dem reinen System auch mit einer grafischen Oberflächen arbeiten möchten (X Window System), sollten Sie ca. 300 MB Festplattenplatz einplanen; ein mehr oder weniger komplettes System benötigt 800 MB. Die Distribution von LinuxLand enthält die sechs CDs mit den Binaries und den Sourcen vom Debian-Projekt sowie drei zusätzliche Bonus-CDs mit deutscher Installation, KDE, HelixCode Gnome und vielen anderen Paketen. Sollten Sie diese vollständig installieren wollen, müssen Sie 4,5 GB Plattenplatz einplanen. Manche Pakete können dabei allerdings nicht gleichzeitig installiert sein. Wenn dieses einmal der Fall sein sollte, werden Sie vom System rechtzeitig gewarnt. Ein Tipp, bevor Sie loslegen: Erstellen Sie vorher Backups von Ihren Daten! Eine falsche Eingabe bei der Installation kann die Arbeit von Jahren zerstören.

Hand in Hand mit anderen Systemen

Sie können Debian Linux problemlos neben anderen Betriebssystemen auf Ihrem Rechner laufen lassen. Für die Installation empfiehlt es sich dann, die Originaldisketten oder CD-ROMs der anderen Systeme bereitliegen zu haben, falls Sie nach der Installation die anderen Systeme nicht mehr starten können. Linux bringt einen sogenannten Bootmanager mit, mit dessen Hilfe Sie nach dem Einschalten des Computers auswählen können, welches System Sie starten. Unter Umständen müssen Sie nachträglich Platz für Linux schaffen. Auf der Heft-CD finden Sie im Verzeichnis ./tools/fips20/ das DOS-Programm fips.exe und die dazugehörige Dokumentation fips.doc, die Sie sorgfältig lesen sollten. Bevor Sie mit fips loslegen: Sichern Sie alle Daten auf der Festplatte! Absolutes Minimum für das neue System ist eine Partition, auf der das Betriebssystem, die Programme und die eigenen Dateien Platz finden können. Für erfahrene Anwender ist es sinnvoller, mehrere kleine Partitionen einzurichten (siehe Kasten "Für jeden ein Stück vom Kuchen"), wobei dann für / ausreichend Platz eingeplant werden sollte – apt legt nämlich in /var diverse Daten aus dem Internet ab, die schnell die grenzen eines schlanken Wurzelverzeichnisses sprengen können.

Für jeden ein Stück vom Kuchen

Teilt man den vorhandenen Plattenplatz in mehrere kleine Partitionen auf, hat das viele Vorteile. Sollte das Dateisystem einmal beschädigt werden, ist nur eine Partition betroffen, d. h. es muss auch nur ein Teil des Systems repariert werden. Auch an dieser Stelle wieder der Hinweis: Regelmässige Backups erleichtern für den Fall der Fälle das Wiederherstellen. Eine Root-Partition hat mit 150 MB beispielsweise ausreichend Platz. Sie sollte bootbar gemacht werden und enthält Dinge wie den Kernel und verschiedene Verzeichnisse (/bin, /sbin, /lib usw.) Eine Swap-Partition bewirkt, dass Festplattenplatz als zusätzlicher "virtueller Speicher" genutzt werden kann. Dieser "Ablageplatz" ist nicht zwingend erforderlich, aber auf jeden Fall zu empfehlen. Als Faustregel kann man sich merken: Die Swap-Partition sollte ungefähr die doppelte Größe des Arbeitsspeichers umfassen. Ist dieser z. B. 64 MB groß, planen Sie für Swap 128 MB ein. Für einen privaten PC kommen Sie mit 300 MB für die Partition /var sicher gut aus. Hier landen Logfiles und temporäre Dateien. Wie groß Sie /usr und /home machen, richtet sich in erster Linie danach, wieviel Platz Sie auf Ihrer Platte zur Verfügung haben.

Jetzt geht's los – boot mich!

Um Debian Linux direkt von der Heft-CD installieren zu können, brauchen Sie ein bootfähiges CD-ROM-Laufwerk. Dazu stellen Sie (bei ATAPI-Laufwerken) im BIOS die Bootreihenfolge auf CDROM, C, A. Sollte das mit Ihrem CD-ROM-Laufwerk nicht klappen, liegen auf der Heft-CD zwei Images, die Sie zur Erstellung von Startdisketten verwenden können (siehe Kasten "Start-Disketten selbst herstellen"). Legen Sie jetzt entweder die CD oder die erste Diskette mit rescue.bin ein und starten Sie den Rechner. Wenn bis hierhin alles geklappt hat, sollten Sie am unteren Rand des Bildschirms die Eingabeaufforderung mit boot: sehen. Drücken Sie Return, dann startet der Kernel so, wie er ist. Möchten Sie hier schon weitere Parameter übergeben, können Sie mit der Taste F1 die Hilfe dazu aufrufen.

Start-Disketten selbst herstellen

Für den Fall, dass Sie kein bootfähiges CD-ROM-Laufwerk besitzen, kommt hier die Lösung: Im Verzeichnis ./dists/potato/main/disks-i386/20000821/images-1.44 auf der Heft-CD finden Sie zwei Dateien: rescue.bin und root.bin, sogenannte Disketten-Images. Diese können nicht einfach auf eine leere Diskette kopiert werden, da der Inhalt Sektor für Sektor übertragen werden muss. Dazu benötigen Sie ein spezielles Programm und zwei leere Disketten. Öffnen Sie unter Windows die MS-DOS-Eingabeaufforderung (z. B. über Start, Programme, MS-DOS Eingabeaufforderung). Legen Sie die Heft-CD in das CD-ROM-Laufwerk. Wenn Sie den DOS-Prompt sehen, wechseln Sie zum Laufwerk (der Laufwerksbuchstabe variiert natürlich von System zu System), z. B.:

C:\WINDOWS> D:

Wechseln Sie in das Verzeichnis, wo die Images liegen:

D:\CD\DISTS\POTATO\MAIN\DISKS-I386\20000821\IMAGES-1.44

Starten Sie das Programm rawrite2 – Sie werden nach dem Dateinamen und dem Diskettenlaufwerk gefragt. Zuerst wählen Sie als Datei rescue.bin, als Laufwerk tragen Sie a: ein. Nachdem Sie die erste leere Diskette eingelegt haben, bestätigen Sie mit der Return-Taste. Wiederholen Sie die Prozedur für die zweite Diskette mit der Datei root.bin – fertig sind die Boot-Disketten (beschriften nicht vergessen!).

Der Grundstein wird gelegt

Das Installationsprogramm verläuft ohne großen grafischen Aufwand. Hier kommt eine einfache, textorientierte Anwendung mit vielen ausführlichen Erklärungen. Sie haben die Möglichkeit, nach jeder Aktion zum Hauptmenü zurückzukehren. Hier bekommen Sie auch Auskunft über die Fortschritte in der Installation. Die Steuerung ist einfach: Mit den Pfeiltasten, der Return-Taste oder dem Tabulator können Sie schnell und sicher in dem Programm navigieren. Jedesmal, wenn ein Teil in der Installation abgeschlossen ist, gibt das System einen Tipp, welcher Schritt als nächstes folgen sollte ("Weiter"). Einzelne Abschnitte können jedoch jederzeit wiederholt oder übersprungen werden.

Als erstes konfigurieren Sie die Tastatur. Wählen Sie mit Hilfe der Pfeiltasten Ihren eigenen Tastaturtyp (z. B. "Germany") aus und bestätigen Sie dieses mit Return. Jetzt geht's zum Partitionieren der Festplatte. Sollten Sie bisher kein Backup von Ihren alten Daten gemacht haben, ist hier die letzte Gelegenheit dazu. An diesem Punkt können Sie noch abbrechen, die CD-ROM oder die Diskette aus dem Laufwerk entfernen, den Rechner neu starten und die Daten sichern. Andernfalls geht es jetzt ans Eingemachte: Wählen Sie "Partitioniere die Festplatte" und bestätigen mit Return. Bei einer fabrikneuen, leeren Festplatte kann es sein, dass Sie eingangs eine Fehlermeldung erhalten, eine neue Partitionstabelle angelegt wird und erst danach das Programm cfdisk, ein Partitionseditor, startet. Übrigens: Die Man-Page zu diesem Tool können Sie auf der Heft-CD unter dists/potato/main/disks-i386/20000821/doc/cfdisk.txt finden.

Die Boot-Partition muss, wie erwähnt, in den ersten 1024 Zylindern der Festplatte liegen. Als ersten Schritt legen Sie eine "Linux native"-Partition an. Mit den Pfeiltasten können Sie auf New gehen, wenn Sie mit Return bestätigen, gibt es eine weitere Auswahlmöglichkeit: Primary, Logical oder Cancel. Wählen Sie die primäre Partition aus. Als nächstes geben Sie die Grösse an (siehe. Kasten "Für jeden ein Stück vom Kuchen"). Jetzt folgt die alles entscheidende Frage: Wo soll die Partition liegen – am Anfang oder Ende der Platte? Wählen Sie "Beginning" und bestätigen Sie das mit der Enter-Taste. Jetzt muss die Partition noch bootfähig werden, legen Sie dieses unter dem Punkt Bootable fest. In der Tabelle sollte jetzt unter Flags das Wort "Boot" stehen.

Für die Swap-Partition durchlaufen Sie die gleiche Prozedur noch einmal. Achten Sie bei der Auswahl des Partitions-Typen darauf, dass Sie "Linux Swap" (Nr. 82) auswählen. Für die Testinstallation von Debian Linux ist eine neue, völlig leere Festplatte mit 30,7 GB benutzt worden. Hier stellte sich die Frage nach weiteren Partitionen. Neben root und swap als primäre Partitionen wurden noch vier weitere Unterteilungen vorgenommen: var, usr, opt und home.

Für den Testrechner, auf dem viel installiert und ausprobiert werden soll, wurden 4 GB für usr ausgewählt. Bei kleineren Festplatten kann diese Partition auch deutlich kleiner gewählt werden. Ebenso ist der Wert für opt völlig optional. Am besten machen Sie sich an dieser Stelle eine kurze Notiz über die Verteilung wie in Tabelle 1.

Tabelle 1: Aufteilung der Festplatte

/dev/hda1 swap
/dev/hda2 root
/dev/hda5 var
/dev/hda6 usr
/dev/hda7 opt
/dev/hda8 home

Bisher ist noch nichts auf der Festplatte geändert worden. Erst, wenn Sie "Write" auswählen, passiert wirklich etwas. Sind Sie sich sicher, dass die Aufteilung Ihrer Festplatte richtig ist, bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage mit "yes".

Partitionen formatieren und einbinden

Weiter geht's mit dem Formatieren und Einbinden einer Swap-Partition. Im Falle des Testrechners hat Debian diese sofort anhand der Signatur erkannt. Alternativ könnte an dieser Stelle eine bereits initialisierte Swap-Partition aktiviert werden. Wenn Sie sich gegen eine solche Aufteilung entschieden haben, geht es "Weiter ohne Swap Partition". Der nächste Schritt ist das Einbinden der Linux-Partition(en). Hier kommt die Liste ins Spiel, die Sie vorher über Ihre Partitionen angelegt haben (siehe Tabelle 1). Sie bekommen eine Auswahl mit allen Partitionen, die als Dateisystem-Typ "Linux" bekommen haben. Die Größe steht nicht hinter den angebotenen Partitionen, daher ist es gut zu wissen, welches Device (z. B. /dev/hda1) zu welchem Namen passt. Wenn Sie alte Partitionen Ihrer Festplatte mit nicht mehr benötigten Daten einbinden möchten, können Sie das auch an dieser Stelle machen. Wichtig: Bevor Sie mit der Installation von Software beginnen, sollten auf jeden Fall alle angelegten Partitionen mit ihren Dateisystemen versehen und eingebunden werden. Bleibt nur noch anzumerken, dass zuerst / gemountet werden muss.

Im nächsten Schritt installieren Sie das Basis-System mit Kernel und Modulen. Wählen Sie das Medium (CD-ROM oder Diskette) aus, das den Linux-Kernel enthält. Sollte die automatische Erkennung bei der Heft-CD nicht funktionieren, durchsuchen Sie die CD und wählen z. B. das Verzeichnis /debian aus. Auch hier nochmal der Hinweis: Eine genau Liste, welche Hardware sich in Ihrem Rechner befindet und mit welchen Parametern (Interrupt, I/O-Adresse) diese gegebenenfalls konfiguriert werden muss, ist durchaus sinnvoll. Sollten Sie an dieser Stelle Schwierigkeiten haben, ist aber auch kein Problem, einzelne Module später einzubinden – es ist sogar sinnvoll, nur die Module auszuwählen, die zum Systemstart gebraucht werden.

Nennen Sie es beim Namen

Selbst wenn der Computer nicht an irgendein Netzwerk angeschlossen ist, muss dieses eingerichtet werden. "Wähle den Host-Namen" – hier können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen und dem Rechner einen neuen Namen geben oder die Vorgabe "debian" übernehmen. Als nächstes wird das Basis-System installiert. Dieses muss noch mit ein paar Informationen versehen werden ("Konfiguriere das Basis-System"), z. B. werden Sie nach der Zeitzone gefragt. Sollte neben dem Linux-System noch ein DOS/Windows auf dem Computer laufen, stellen Sie die Systemuhr nicht auf "GMT", sondern auf die lokale Zeit.

Nehmen Sie jetzt das Boot-Medium aus dem Laufwerk und testen, ob der Computer von der Festplatte aus bootet ("Starte das System neu"). Hat bis hierhin alles geklappt, werden Sie nach dem Neustart aufgefordert, ein Root-Passwort zu wählen. Übrigens: Die Verwendung von Shadow-Passwörtern ist durchaus zu empfehlen. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt nicht mehr damit arbeiten möchten, können die Einstellungen natürlich wieder geändert werden. Was das Root-Passwort betrifft: Es gehört zum Systemverwalter, sollte daher einerseits besonders sicher gewählt werden (eine Kombination aus Zeichen, Zahlen und Sonderzeichen) ist, andererseits sollten Sie sich klar machen, dass dieses kein "normaler" Arbeitsaccount ist. Nehmen Sie den Superuser nicht als persönlichen Account, auch wenn niemand sonst auf dem Rechner arbeiten möchte. Daher bekommen Sie als nächstes die Möglichkeit, einen neuen, eigenen Account für die tägliche Arbeit anzulegen.

Noch mehr Software?

Wenn Sie weitere Software statt von CD aus dem Netz installieren möchten, können Sie bereits an dieser Stelle die Verbindung zum Internet konfigurieren. Möchten Sie die Pakete von der Heft-CD nehmen, können Sie das beruhigt auf später verschieben (mit dem Tool pppconfig ist das Einrichten einer PPP-Verbindung ein Kinderspiel). Zur Installation weiterer Pakete spielt das Tool apt (siehe Artikel "Debian- und RPM-Pakete im Griff" auf Seite 22) eine wichtige Rolle. Dieses setzt auf den Debian-Paketen auf und braucht als Angabe eine Quelle, woher es die Software beziehen soll. Im Fall der Heft-CD ist die Wahl einfach, alternativ würde es auch mit Internet-Quellen (HTTP- und FTP-Servern) und Festplatte etc. klarkommen.

Bei der zusätzlichen Installation von Software haben Sie die Wahl zwischen "einfach" und "fortgeschritten". Für den Einsteiger empfiehlt sich "einfach" – Sie können später immer noch einzelne Pakte nach- bzw. deinstallieren (siehe hierzu ebenfalls den Artikel auf Seite 24). Bei der Installation dieser Pakete werden Sie immer mal wieder nach Konfigurationen gefragt, z. B. wie das Mailsystem eingerichtet werden soll oder welche Standard-Homepage für Lynx gelten soll. Grundsätzlich gilt für diesen Schritt in der Installation: Es gibt Abhängigkeiten zwischen Debian-Paketen, d. h. die Funktionalität eines Paketes a kann auf der korrekten Konfiguration von einem Paket b beruhen. Da es aber vorkommen kann, dass b vor a installiert wird, erhalten Sie eventuell Fehlermeldungen, dass Paket b nicht konfiguriert werden kann, weil a (noch) fehlt. Im Fall der einfachen Konfiguration wird das fehlende Paket automatisch nachinstalliert, bei der für Fortgeschrittene wiederholen Sie einfach den Schritt "Configure" vom dselect-Menü aus. Wenn Sie einmal eine Frage zu einer Konfiguration nicht beantworten können, machen Sie sich keine Sorgen – Sie haben jetzt schon ein lauffähiges System. Lesen Sie weitere Handbücher zum Thema, Man-Pages oder wenden sich an erfahrene "Linuxer". Wenn Sie noch Fragen zur Heft-CD haben, können Sie die LinuxLand-Hotline kontaktieren – viel Spaß mit Debian!

Fazit

Man braucht sicher keine aufwendige grafische Oberfläche, um ein Linux-System zu installieren. Im Gegensatz zu anderen Distributionen, die dem Benutzer viele Entscheidungen abnehmen, gilt hier: "Selbst ist der User!" Wenn auch die Texte im Installationsprogramm etwas sorgfältiger auf Rechtschreibung überprüft werden könnten, liegt hier dennoch ein Tool vor, das viele Hintergrundinformationen bietet und die Installation einfach gestaltet. Das Vorurteil, dass Debian "einsteigerunfreundlich" sei, hat sich nur teilweise bestätigt. Mit der richtigen Vorbereitung gibt es hier eine Distribution, die die Mühe der Installation durch transparente Funktionalität belohnt. Wie Phil Hughes im Linux Journal schon schrieb, kann man einem Huhn beibringen, Debian zu installieren: Während des Installationsprozesses gilt es lediglich an den richtigen Stellen auf die Enter-Taste zu picken.

Glossar

LinuxLand

Leser des LinuxUser erhalten das komplette Paket wieder zum Vorzugspreis von 69,90 DM statt 79,90 DM. Bitte geben Sie bei der Bestellung das Stichwort LinuxUser 11/2000 an. Debian Linux 2.2 kann direkt bei LinuxLand geordert werden:http://www.linuxland.de,mailto:sales@linuxland.de,Tel: 089-993414-0, Fax: 089-993414-99.

Paketen

Mit Paket bezeichnet man die Zusammenstellung aller Dateien eines Programms plus Informationen, wie das Programm installiert und deinstalliert werden muss. Bei Debian Linux heißen diese Pakete xy.deb. Mit dem Konfigurations-Tool dpkg kann man diese leicht verarbeiten. Während dieses Programm von der Kommandozeile aus bedient wird, kann man auch das menügeführte Programm dselect nutzen.

Bootmanager

Mit Hilfe eines Bootmanagers, wie z. B. LILO (Linux Loader), kann man auswählen, welches Betriebssystem man starten möchte. LILO ist der Standard-Bootloader bei Debian Linux. Konfiguriert wird er über die Datei /etc/lilo.conf. Für Tipps und Tricks zu LILO schauen Sie bitte in einem Handbuch nach.

Partition

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Aufteilung von Festplatten zwischen drei Partitionstypen: primär, erweitert und logisch. Auf einer Festplatte können maximal vier primäre Partitionen existieren. Um diese Einschränkung zu umgehen, lässt sich statt einer dieser vier primären eine erweiterte Partition einrichten – ein Aufbewahrungsort für viele weitere logische Partitionen. Und um die Verwirrung komplett zu machen: Es gibt (zumindest bei älteren Rechnern) eine Einschränkung, von welcher Stelle der Festplatte aus das BIOS booten kann. Die Boot-Partition muss innerhalb der ersten 1024 Zylinder liegen. Da die Root-Partition meistens gleichzeitig als Boot-Partition dient, sollte sie also auf jeden Fall primär und innerhalb der ersten 1024 Zylinder liegen. Übrigens: Festplatte und Partitionen haben bei Linux ihren eigenen Namen, z. B. /dev/hda1 bezeichnet die erste primäre Partition auf /dev/hda (die primäre Master-IDE-Festplatte) und entspricht somit C: auf anderen Betriebssystemen. Alles von /dev/hda1 - /dev/hda4 ist den primären Partitionen zugeordnet, ab /dev/hda5 sind die logischen Partitionen gemeint.

Fragen

Die Redaktion kann leider keinen Installations-Support leisten. Bitte wenden Sie sich hierzu an die Hotline von LinuxLand. Hier sitzen täglich (Montag bis Freitag) von 9 bis 18 Uhr Experten, die Sie unter der Rufnummer 0190 - 883 887 (DM 3,63/min) erreichen können.

Infos

[1] John Goerzen, Ossama Othman und Michael Bramer: Debian GNU/Linux Guide – Installation & Upgrade – gewusst wie!, LinuxLand International 2000

[2] Debian Homepage: http://www.debian.org/

[3] Peter H. Ganten: Debian GNU / Linux Powerpack. Grundlagen, Installation, Administration und Anwendung, Springer-Verlag 2000

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