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Debian GNU/Linux 2.2 – "Potato"

Kartoffel-Chips für alle

Fazit

Man braucht sicher keine aufwendige grafische Oberfläche, um ein Linux-System zu installieren. Im Gegensatz zu anderen Distributionen, die dem Benutzer viele Entscheidungen abnehmen, gilt hier: "Selbst ist der User!" Wenn auch die Texte im Installationsprogramm etwas sorgfältiger auf Rechtschreibung überprüft werden könnten, liegt hier dennoch ein Tool vor, das viele Hintergrundinformationen bietet und die Installation einfach gestaltet. Das Vorurteil, dass Debian "einsteigerunfreundlich" sei, hat sich nur teilweise bestätigt. Mit der richtigen Vorbereitung gibt es hier eine Distribution, die die Mühe der Installation durch transparente Funktionalität belohnt. Wie Phil Hughes im Linux Journal schon schrieb, kann man einem Huhn beibringen, Debian zu installieren: Während des Installationsprozesses gilt es lediglich an den richtigen Stellen auf die Enter-Taste zu picken.

Glossar

LinuxLand

Leser des LinuxUser erhalten das komplette Paket wieder zum Vorzugspreis von 69,90 DM statt 79,90 DM. Bitte geben Sie bei der Bestellung das Stichwort LinuxUser 11/2000 an. Debian Linux 2.2 kann direkt bei LinuxLand geordert werden:http://www.linuxland.de,mailto:sales@linuxland.de,Tel: 089-993414-0, Fax: 089-993414-99.

Paketen

Mit Paket bezeichnet man die Zusammenstellung aller Dateien eines Programms plus Informationen, wie das Programm installiert und deinstalliert werden muss. Bei Debian Linux heißen diese Pakete xy.deb. Mit dem Konfigurations-Tool dpkg kann man diese leicht verarbeiten. Während dieses Programm von der Kommandozeile aus bedient wird, kann man auch das menügeführte Programm dselect nutzen.

Bootmanager

Mit Hilfe eines Bootmanagers, wie z. B. LILO (Linux Loader), kann man auswählen, welches Betriebssystem man starten möchte. LILO ist der Standard-Bootloader bei Debian Linux. Konfiguriert wird er über die Datei /etc/lilo.conf. Für Tipps und Tricks zu LILO schauen Sie bitte in einem Handbuch nach.

Partition

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Aufteilung von Festplatten zwischen drei Partitionstypen: primär, erweitert und logisch. Auf einer Festplatte können maximal vier primäre Partitionen existieren. Um diese Einschränkung zu umgehen, lässt sich statt einer dieser vier primären eine erweiterte Partition einrichten – ein Aufbewahrungsort für viele weitere logische Partitionen. Und um die Verwirrung komplett zu machen: Es gibt (zumindest bei älteren Rechnern) eine Einschränkung, von welcher Stelle der Festplatte aus das BIOS booten kann. Die Boot-Partition muss innerhalb der ersten 1024 Zylinder liegen. Da die Root-Partition meistens gleichzeitig als Boot-Partition dient, sollte sie also auf jeden Fall primär und innerhalb der ersten 1024 Zylinder liegen. Übrigens: Festplatte und Partitionen haben bei Linux ihren eigenen Namen, z. B. /dev/hda1 bezeichnet die erste primäre Partition auf /dev/hda (die primäre Master-IDE-Festplatte) und entspricht somit C: auf anderen Betriebssystemen. Alles von /dev/hda1 - /dev/hda4 ist den primären Partitionen zugeordnet, ab /dev/hda5 sind die logischen Partitionen gemeint.

Fragen

Die Redaktion kann leider keinen Installations-Support leisten. Bitte wenden Sie sich hierzu an die Hotline von LinuxLand. Hier sitzen täglich (Montag bis Freitag) von 9 bis 18 Uhr Experten, die Sie unter der Rufnummer 0190 - 883 887 (DM 3,63/min) erreichen können.

Infos

[1] John Goerzen, Ossama Othman und Michael Bramer: Debian GNU/Linux Guide – Installation & Upgrade – gewusst wie!, LinuxLand International 2000

[2] Debian Homepage: http://www.debian.org/

[3] Peter H. Ganten: Debian GNU / Linux Powerpack. Grundlagen, Installation, Administration und Anwendung, Springer-Verlag 2000

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