Red, Red Wine
Windows-Programme unter Linux
Beschaffung und Installation des Quellcodes
Der jeweils aktuelle Wine-Quellcode kann von einer der folgenden Adressen aus dem Internet heruntergeladen werden:
- ftp://metalab.unc.edu/pub/Linux/ALPHA/wine/
- ftp://ftp.infomagic.com/pub/mirrors/linux/sunsite/ALPHA/wine/development/
- http://metalab.unc.edu/pub/Linux/ALPHA/wine/development/
Sie finden in den jeweiligen Verzeichnissen komprimierte Tar-Archive, die sich aus der Bezeichnung Wine-, dem Datum an dem die jeweilige Version herausgegeben wurde und der Endung .tar.gz zusammensetzen. So enthält die Datei Wine-20000821.tar.gz also beispielsweise den Wine-Quellcode in der Version vom 21. August 2000. Normalerweise sollten Sie die jeweils neueste Version verwenden. Nachdem Sie das Tar-Archiv heruntergeladen und in Ihrem Heimatverzeichnis gespeichert haben, können Sie es mit dem folgenden Befehl entpacken:
$ tar -xvzf Wine-20000821.tar.gz
Selbstverständlich müssen Sie die Bezeichnung des Dateinamens (hier Wine-20000821.tar.gz) anpassen, wenn Sie eine andere Version benutzen.
Kompilation und Installation von Wine
Sobald das Archiv entpackt ist, kann der Quellcode kompiliert und Wine daraufhin installiert werden. Dazu ist zunächst in das Verzeichnis zu wechseln, in das Wine entpackt wurde. Der Name dieses Verzeichnisses setzt sich aus der Zeichenkette wine- und dem Datum der Wine-Version zusammen, es heißt also beispielsweise wine-20000821.
$ cd wine-20000821
Geben Sie dann diesen Befehl ein, um den Quellcode für Ihr System zu konfigurieren:
$ ./configure
Wenn alles gut geht, erscheint nach einer Reihe von Meldungen der folgende Text:
Configure finished. Do 'make depend && make' to compile Wine.
Sollte dies nicht der Fall sein, liegt das wahrscheinlich daran, dass bestimmte Dateien nicht gefunden worden sind, und es sollte eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben worden sein. Sie müssen dann die fehlenden Pakete nachinstallieren. Ansonsten können Sie der Anweisung folgen und diesen Befehl eingeben:
$ make depend && make
Tipp: Wenn Sie wenig Festplattenplatz zur Verfügung haben und Wine lediglich verwenden, aber nicht debuggen möchten, können Sie auf die Debug-Informationen in den beim Kompilieren erzeugten Binärdateien verzichten. Verwenden Sie dann diesen Befehl, um den Code zu übersetzen:
$ make depend && make CFLAGS=-O2
Nun kann das Programm installiert werden, damit es von allen Benutzern des Systems eingesetzt werden kann. Dies muss selbstverständlich mit den Rechten des Administrators geschehen. Wechseln Sie also ggf. mi
$ su
und anschließender Eingabe des Superuser-Passworts nach root und installieren Sie das selbstkompilierte Wine mi
# make install
Wenn Sie Wine nicht systemweit zur Verfügung stellen wollen, können Sie auf diesen Schritt auch verzichten.



