Frisch auf den Tisch

SuSE Linux 7.0

01.10.2000
Mit der Version 7.0 hat SuSE erstmals separate Editionen für Privatanwender und Profis vorgestellt.

Die dem Heft beigelegte Evaluations-CD ist im wesentlichen eine Zusammenstellung aus der drei CDs umfassenden Personal Edition für 89 Mark. Die Personal Edition ist für normale Anwender und Einsteiger gedacht, die nicht das komplette heimische Netzwerk übernehmen und durch Name- oder Newsserver bereichern wollen. Ein Apache Webserver sowie die meisten anderen nützlichen Netzwerk-Dienstprogramme findet sich aber unter den Paketen. Die 40 Mark teurere Professional Edition, die für Altkunden zum gewohnten Update-Preis von 79 Mark zu haben ist, kommt mit sechs CDs und einer DVD daher – die bislang separat angebotene DVD-Version entfällt damit. In beiden Editionen fanden sich ein Quick-Install-Manual sowie je ein Handbuch über Konfiguration und die Programme der Distribution im Karton. Das traditionelle SuSE-Handbuch mit über 600 Seiten heißt nun "Know-how-Handbuch" und ist nur in der Professional Edition enthalten. Update-Kunden bekommen ein spezielles Update-Handbuch sowie das Konfigurations- und Programme-Handbuch.

Die Handbücher

Das Quick-Install-Manual ist für Einsteiger gedacht und beschreibt auf rund 60 Seiten die Installation auf einem Standard-System. Das bedeutet an dieser Stelle: Entweder ist noch ein Teil der Festplatte unbenutzt, oder Sie müssen einen Teil der Festplatte löschen. Der Normalfall, eine komplett für Windows unter Beschlag genommene Festplatte, bereitet aber Probleme - eine Verkleinerung der Windows-Partition lässt SuSE nicht zu, dazu muss man sich anderer Programme wie GNU PartEd oder dem mitgelieferten DOS-Programm fips bedienen. Die Anleitung der Installation ist ansonsten sehr ausführlich beschrieben, selbst die auf manchen Systemen notwendige Umstellung der Boot-Reihenfolge im BIOS wird erklärt. Sprechblasen in Screenshots erklären kurz und übersichtlich, was vor sich geht. Auch das Format des Buchs ist sehr praktisch, es hat aufgeklappt etwa die Breite der Tastatur, ist aber nur rund 16 Zentimeter hoch – man kann es gut vor die Tastatur legen und trotzdem noch recht angenehm tippen. Leider befindet es sich nicht auf den CDs, aber Sie können es unter http://www.suse.de/de/produkte/susesoft/linux/qim/index.html im Internet ansehen.

Mit über 220 Seiten ist das Konfigurations-Handbuch das umfangreichste der Personal Edition. Entgegen unseren Erwartungen ist die Anleitung sehr umfangreich und befasst sich nicht nur mit der Konfiguration selbst, vielmehr wird auch alles Umliegende und die Bedienung erklärt. Die Themen sind bunt gemischt und reichen von einer Einführung in KDE über Verwendung von Drucker, TV-Karte und Scanner bis hin zum Brennen von CDs. Alles in allem ist das Handbuch für jeden Einsteiger eine Goldgrube, aber auch so mancher Fortgeschrittene wird hier und da noch einige Tipps finden.

Das dritte Handbuch beschäftigt sich mit den Anwendungsprogrammen. Dort findet sich eine gute Anleitung zu allen Modulen von StarOffice, wobei durchaus auch tiefer gehende Themen wie die Arbeit mit Vorlagen oder Diagrammerstellung behandelt werden. In den weiteren Kapiteln werden Acrobat-Reader, Midnight Commander, der Editor joe, Netscape, der KDE-CD-Player kscd, der bekannte MP3-Player xmms, das leistungsfähige Grafikprogramm gimp und das Scanner-Programm xsane vorgestellt.

Das altbekannte, über 600 Seiten starke Know-how-Handbuch wird nur zur Professional Edition geliefert, es befindet sich aber auch in Form einer PDF-Datei auf den CDs. Dort geht es im wesentlichen um die Einrichtung von Netzwerken und weitere, tiefgreifende Dokumentation – sehr hilfreich, wenn man verschiedene Dienste freigeben oder anpassen möchte.

Grafische Installation

Die Installation von Personal Edition, Heft-CD und Professional-Edition verläuft gleich. Um das grafische Installationsprogramm YaST 2 verwenden zu können, benötigen Sie jedoch mindestens 64 MByte Arbeitsspeicher. Haben Sie weniger, ist das prinzipiell kein Beinbruch – Sie müssen dann aber mit dem nicht ganz so einfach zu bedienenden YaST 1 im Textmodus Vorlieb nehmen, genaueres dazu finden Sie im Kasten "Installation mit YaST 1".

Installation mit YaST 1

YaST 1 ist leider nicht so leicht zu bedienen wie die grafische Oberfläche des YaST 2. Ursprünglich als einziges Installations- und Konfigurationsprogramm geplant, dient es heute hauptsächlich für Kenner als schnelle und gut anpassbare Alternative zum grafischen YaST 2. Dennoch – wer keine Vorkenntnisse und vor allem kein Handbuch hat, sollte wenn irgend möglich YaST 2 verwenden.

Nach den Kernel-Meldungen werden zunächst Tastatur- und Spracheinstellung abgefragt. Im nachfolgenden Menü können Sie, je nach Notwendigkeit, bereits Netzwerkkarten und andere Hardware einrichten, wenn Sie die Pakete zum Beispiel von einem FTP-Server installieren wollen. Ansonsten beginnen Sie über Installation/System starten und Installation/Update starten mit der eigentlichen Installation. Bei der Einrichtung der Festplatte ist Vorsicht geboten – anders als bei YaST 2 werden die Änderungen fast sofort ausgeführt, und es erfolgt keinerlei Plausibiliätsprüfung, ob Sie Ihr System später überhaupt starten können.

Im Normalfall brauchen Sie an der Paketauswahl, zu der Sie gelangen, nichts mehr zu ändern, sondern nur noch Installation starten aufzurufen. Nachdem die Pakete auf Ihrer Festplatte installiert und die Zeitzone eingestellt sind, geht es an die Auswahl des Kernels. In den allermeisten Fällen benötigen Sie den Standard-Pentium-Kernel. Abschließend erfolgt noch die LiLo-Konfiguration, die Sie unbedingt vornehmen müssen, um überhaupt starten zu können. Sollten Sie unsicher sein, ob Ihre LiLo-Konfiguration arbeitet, legen Sie besser eine Boot-Diskette an. Im Notfall können Sie aber auch über die Heft-CD eine vorhandene Linux-Installation starten lassen.

Nach Abschluss der Installation und Neustart wird Ihnen noch die Konfiguration von Maus, Modem und Tastatur angeboten. Über weitere Menüs können Sie dann noch Netzwerkkarte und Internet-Verbindung einrichten. Hier kommt wieder YaST 2 ins Spiel – SuSE hat auch eine Text-Oberfläche für YaST 2 entworfen, so dass Sie bei der System-Grundeinrichtung von den Vorzügen der Hardware-Erkennung profitieren können. Möchten Sie YaST 2 verwenden, brauchen Sie weder Tastaturbelegung noch Maus mit YaST 1 einzurichten, sondern verlassen es auf dem kürzesten Wege und starten als root von der Textkonsole aus yast2.

Die Einrichtung des X-Window-Systems erfolgt – je nach dem, ob Sie die sehr stabile Version 3.3.6 oder die nagelneue Vorab-Version 4.0 verwenden wollen – mit SaX respektive SaX2. Der weitere Verlauf ist denkbar einfach – SaX2 schlägt eine Einstellung vor, die Sie einfach speichern können. Ansonsten wählen Sie die einzelnen Einstellungen aus den Registerblättern.

Die meisten Computer können heute von einer CD booten, dazu legen Sie die erste CD ein und starten den Computer neu. Sollte der Rechner trotzdem von der Festplatte laden, ist in Ihrem BIOS vermutlich die Boot-Reihenfolge nicht korrekt eingestellt, näheres dazu im Kasten "Umstellen der Boot-Reihenfolge".

Umstellen der Boot-Reihenfolge

Bei fast jedem BIOS können Sie angeben, von welchem Gerät als erstes gestartet werden soll. Sinnvoll ist es, zunächst von der Festplatte zu starten – dann stören im Laufwerk verbliebene Disketten oder CDs beim Hochfahren nicht. Für die Installation von Linux ist das natürlich nicht sehr produktiv, weil Sie das Installationssystem nicht starten können. An dieser Stelle eine Warnung: Das BIOS ist nichts, in dem man einfach herumspielen und Dinge ausprobieren sollte; man kann sich durch unsachgemäße Veränderungen durchaus den Computer lahm legen. Bitte führen Sie die Änderungen im BIOS nur durch, wenn Sie sich das wirklich zutrauen. Ansonsten können Sie die Installation auch von DOS oder Windows aus starten. Während der Computer nach dem Einschalten den Speicher zählt, erscheint im unteren Bereich meist ein Hinweis, wie Sie in der BIOS gelangen. Im Normalfall ist das die Taste [Entf], kann aber je nach BIOS auch [F1],[Strg-S] oder etwas anderes sein. Suchen Sie dort in den Untermenüs nach einem Eintrag "Boot Sequence". Dieser sollte auf "A,CDROM,C" stehen, damit Sie von Diskette und CD booten können, oder auf "CDROM,C", wenn Sie keine Diskette benötigen. Später können Sie die Reihenfolge auf "C,CDROM,A" zurückstellen, damit eingelegte Disketten und CDs wieder ignoriert werden. Die Einstellungen speichern Sie und verlassen das BIOS. Nach Einlegen der Diskette oder CD sollte nun Linux starten.

Sollten Sie noch ein Computermodell haben, das nicht von der CD starten kann, laden Sie am einfachsten DOS (oder beenden Windows und starten den MS-DOS-Modus) und rufen das Program setup.exe von der CD auf. Klappt auch das nicht, bleibt Ihnen noch die Boot-Diskette, die beiden Editionen beiliegt oder mit dem Setup-Programm unter DOS hergestellt werden können.

Starten von DOS

Wichtig ist, dass sie nicht im DOS-Fenster unter Windows arbeiten, sondern im MS-DOS-Modus. Starten Sie setup.exe von der CD und folgen Sie dem Programm, bis Sie die Art der Installation auswählen können – zur Auswahl stehen dort Loadlin und Floppy. Um von Diskette zu installieren, benötigen Sie zwei Disketten, diese werden automatisch formatiert. Danach beenden Sie das Setup-Programm durch Drücken der Escape-Taste und booten von der ersten Diskette. In vielen Fällen reicht es aber aus, die Loadlin-Variante zu benutzen. Parameter brauchen Sie zum Start meist keine anzugeben, nach Ende von Setup wird Linux dann geladen.

Leider enthält die Heft-CD einen kleinen Fehler, den wir nicht mehr bis zur Pressung beheben konnten. Ursächlich ist dafür, dass wir der von SuSE gelieferten Evaluation-CD selbst die Heftinhalte hinzugefügt haben. Nachdem der Kernel startet – gut daran zu erkennen, dass sich der Bildschirm schnell mit kryptischen Zeilen füllt – wird bemängelt, es handele sich bei der eingelegten CD nicht um ein SuSE-Installationsmedium. Diesen Fehler können Sie ignorieren. Normalerweise würde Sie sofort YaST 2 mit der grafischen Installation erwarten. Bei der Heft-CD müssen Sie wie bei der YaST-1-Installation zunächst die Sprache auswählen und dann über Installation/System starten und Installation/Update starten den YaST 2 auswählen. Von da an läuft die Installation problemlos und identisch zur Personal und Professional Edition.

Im YaST 2 angekommen wählen Sie zunächst die Landessprache. Im Test wurden alle Mäuse automatisch eingerichtet – sollte Ihre Maus nicht auf Anhieb funktionieren, müssen Sie per Tabulator-Taste zwischen Auswahlfeldern und Buttons wechseln und mit [Enter] aktivieren und von Hand versuchen, den richtigen Maus-Typ einzustellen. Wurde die Maus automatisch erkannt, können Sie gleich zur Einstellung der Tastaturbelegung wechseln.

Nachfolgend wird der Installationsmodus abgefragt, hier stehen Neuinstallation und Update zur Auswahl. Das Update erfolgt im textbasierten YaST 1 und ist für Einsteiger nicht zu empfehlen, da sie oft nicht fehlerfrei abläuft und später Nacharbeiten erforderlich sein können. Die Auswahl der Festplatte, auf der Linux installiert werden soll, ist entscheidend. Da Sie während der Installation keine Windows-Partition verkleinern können, müssen Sie – wenn kein unbenutzter Festplattenbereich zur Verfügung steht – durch Löschen Platz schaffen. Die einfachste Methode ist, Linux auf einer zweiten Festplatte zu installieren.

Wollen Sie die Festplatte von Hand aufteilen, sollten Sie drei Bereiche definieren – einen etwa 10 MByte großen Bereich, auf dem später der Kernel gespeichert wird, einen (sehr großen) Bereich für das System und die ganzen Anwendungen und einen Bereich als Speicher-Erweiterung (swap). Der swap-Bereich sollte so groß sein, dass er zusammen mit Ihrem Hauptspeicher mindestens 128 MByte ergibt. Je größer dieser Bereich ist, desto mehr Anwendungen können Sie gleichzeitig laden - mehr als insgesamt 256 MByte werden Sie aber in den seltensten Fällen brauchen. Prinzipiell können Sie die Aufteilung noch weiter treiben und zum Beispiel eigene Bereiche für die Heim-Verzeichnisse der Benutzer definieren. YaST 2 warnt gegebenenfalls, wenn Ihre Konstellation entweder sehr ungewöhnlich oder gar unbrauchbar ist.

Nach gelungener Aufteilung der Festplatte können Sie den Software-Umfang der Installation bestimmen. Empfehlenswert ist hier das Standard-System mit oder ohne Office – es enthält die meist benutzten Programme und deckt die normalen Anwendungsbereiche gut ab. Über die erweiterte Auswahl können Sie zusätzliche Programme installieren lassen oder herausnehmen.

Der nächste Schritt ist die Einrichtung des Boot-Managers LiLo. Dieser ist unbedingt erforderlich, auch wenn Sie kein weiteres Betriebssystem installiert haben – Linux selbst kann nicht starten, es benötigt LiLo oder einen anderen Manager. LiLo erlaubt es zudem, zwischen verschiedenen Betriebssystemen auszuwählen, so dass Sie gleichzeitig Windows und Linux installiert haben können und beim Rechnerstart entscheiden, was Sie benutzen wollen. Die automatische Einrichtung von LiLo ist bei mehreren Betriebssystemen sehr fehlerträchtig, deshalb bietet Ihnen YaST 2 an, LiLo auf Diskette zu speichern. Sie können dann später von dieser Diskette Linux starten, während ohne sie wird das alte System geladen wird. Hat YaST 2 kein anderes Betriebssystem auf Ihrem Rechner gefunden, wird die Installation von LiLo auf der Festplatte empfohlen. Kennen Sie sich mit LiLo schon aus, können Sie den Manager über Andere Konfiguration von Hand umkonfigurieren, so dass mehrere Systeme ohne Bootdiskette gestartet werden.

Zum Abschluss der Installation fragt YaST 2 noch nach den Daten des ersten Benutzers. Anonym können Sie indes nicht bleiben, ohne Vor- und Nachnamen sowie Passwort geht es nicht weiter. Beim Login-Namen ist etwas Sorgfalt nötig, wenn Sie nicht den Vorschlag von YaST übernehmen wollen. Insbesondere deutsche Umlaute und andere Sonderzeichen sind hier streng verboten, der Name darf aus Buchstaben, Zahlen, Unterstrich und Minus bestehen. Der Punkt ist ebenfalls nicht unkritisch, wenn auch nach Spezifikation eigentlich erlaubt. Schuld daran ist das Programm, das Ihnen auf der Textkonsole nach dem Ausloggen einen neuen Login-Prompt anzeigt (mingetty). Dieses kann nicht mit Punkten umgehen und betrachtet entsprechende Login-Namen als falsch. Es gibt einen Trick, um dennoch herein zu kommen: Geben Sie erst einen falschen Namen an, beispielsweise "test", und ein beliebiges Passwort. Sie bekommen dann die Meldung über den erwarteten Misserfolg und eine neue Login-Aufforderung. Hinter diesem zweiten Prompt steckt das eigentliche Login-Programm (login), das kein Problem mit Punkten hat und Sie nach Eingabe Ihres Passworts anstandslos in das System lässt.

Zu Passwörtern allgemein: Suchen Sie sich bitte nicht Ihr Geburtsdatum, den Namen Ihres Kanarienvogels oder andere, leicht zu erratende Wörter oder Zahlen aus. Leider findet man immer wieder Obst, Gemüse, Namen und Lieblingstiere als Passwort, das macht es einem potentiellen Angreifer sehr leicht. Auf der anderen Seite haben "gute Passwörter" wie zum Beispiel Ds1PadF! den Nachteil, dass man sie sich nicht merken kann – es sei denn, man benutzt einen Trick: Suchen Sie sich einen beliebigen Satz, der sich leicht merken lässt, als Beispiel: "Da steht ein Pferd auf dem Flur!". Von diesem Satz verwenden Sie den ersten Buchstaben jedes Wortes und die Satzzeichen. Danach wandeln Sie Worte wie "ein" in die Zahl "1" oder "für" in "4" um – und schon wird daraus Ds1PadF!. Das Passwort selbst ist sehr schwer zu erraten, lässt sich aber über den Satz sehr leicht merken.

Wenn Sie die Benutzerdaten vervollständigt und das Passwort für den System-Administrator root eingegeben haben, beginnt die eigentliche Installation. Bis zu diesem Zeitpunkt ist noch nichts passiert, Ihr System wurde noch nicht angerührt. Ein letztes Weiter kopiert dann Linux auf Ihren Rechner. Dies kann durchaus länger dauern. Nach der ersten CD wird dann erst einmal ein Basis-System gestartet, das wieder bis zum YaST 2 hochläuft.

Nachdem alle Pakete installiert sind, wird das X-Window-System eingerichtet. Bei neueren Modellen wird der Monitor meist automatisch erkannt, ansonsten muss man ihn aus der angezeigten Liste auswählen. Vorsicht, experimentieren Sie hier lieber nicht. Insbesondere alte Monitore mit fester Zeilenfrequenz könnten beschädigt werden. Ist Ihr Modell nicht in der Liste, können Sie noch das Monitor-Handbuch konsultieren, um die notwendigen Angaben über horizontale und vertikale Ablenkfrequenz herauszufinden. Auch eine Recherche im Internet ist hin und wieder erfolgreich, wenn Sie kein Handbuch für den Monitor haben oder dieses sich über technische Daten schlicht ausschweigt.

Letzter Schritt zum funktionsfähigen X ist die Einstellung der gewünschten Auflösung und Farbentiefe. Je nach Grafikkarte wird die Version 3.3.6 oder 4.0 eingerichtet, bei manchen Modellen können Sie auch die 3D-Hardwarebeschleunigung einschalten.

Bevor Sie die Installation endgültig abschließen, können Sie noch verschiedene Hardware Ihres Systems einrichten, wie in Abbildung 1 gezeigt. Einziges Manko bei der Drucker-Einrichtung: Es wird keine Liste der bereits eingerichteten Geräte angezeigt, und auch später lassen sich Drucker nur sehr umständlich wieder entfernen. Dafür klappte die Einrichtung der Internet-Verbindung über Modem und ISDN problemlos.

Abbildung 1: Die Grundkonfiguration des Systems verlief problemlos.

Wenn Sie YaST 2 verlassen haben, wird Ihr installiertes System automatisch gestartet, bei eingerichtetem X-Window-System begrüßt Sie das grafische Login-Programm. Manchen wird auffallen, dass der Systemadministrator root nicht in der Liste der vorhandenen Benutzer auftaucht. Das ist auch gut so, als root sind Sie fast allmächtig, in jedem Fall mächtig genug, um mit einem einzigen Befehl das gesamte System unbrauchbar zu machen. Deshalb bekommen Sie als root auch einen hübsch auffälligen Hintergrund, wenn Sie sich auf der grafischen Oberfläche einloggen.

Für Otto-Normalpinguin hat SuSE ein ganz besonderes Schmankerl eingebaut - beim ersten Login bekommen Sie die SuSE-Tour angezeigt (Abbildung 2), die mit vielen Tipps und Tricks die ersten Schritte vereinfacht. Zudem finden Sie dort eine Hilfe-Funktion mit Beschreibung und Kurzanleitung der wichtigsten Programme, meist sogar mit Beispiel und Screenshot.

Abbildung 2: Nicht nur für Einsteiger – die SuSE-Tour erklärt die meisten Befehle komplett mit Beispiel und Screenshot.

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