Netzwerk

Im nächsten Punkt geht es um die Netzwerkverbindung zwischen virtuellem PC und Ihrer Linux-Maschine: Hier können Sie zwischen No networking, und (sowie einer Kombination der beiden letzten Varianten) wählen.

Für den verfügbaren Hauptspeicher, den der emulierte PC haben soll, macht VMware einen Vorschlag, der sich an dieser Stelle auch nicht ändern lässt; Sie können die RAM-Größe aber zu einem späteren Zeitpunkt über die Konfigurations-Menüs von VMware korrigieren. Es erscheint nun eine Zusammenfassung, mit welchen Optionen VMware künftig starten wird und in welchem Verzeichnis welche Dateien erzeugt werden. (Abb. 2) Bestätigen Sie diese Maske mit Done, um das Configuration Wizard zu beenden.

Abbildung 2: Zum Abschluss fasst der Installation Wizard noch einmal alles zusammen

Windows-Installation

Der nächste Schritt ist die Installation des Gast-Betriebssystems; in diesem Fall Windows in einer der Versionen 95, 98, Millennium Edition, NT 4.0 oder 2000: Alle werden prinzipiell von VMware unterstützt und arbeiten unterschiedlich gut mit dem virtuellen PC zusammen. Für diesen Artikel haben wir Tests mit Windows 98, NT 4.0 und Windows 2000 durchgeführt; Testrechner war ein Dual-Pentium-III-5000 mit 256 MB RAM und einer schnellen SCSI-Festplatte. In allen Fällen lief die Installation genauso wie auf einem normalen PC ab: Legen Sie die Windows-Installations-CD in das CD-ROM-Laufwerk und klicken Sie auf den Power On-Button – dadurch wird der virtuelle PC eingeschaltet. Sehr eindrucksvoll erscheinen die üblichen BIOS-Einschaltmeldungen, auch der Hauptspeicher wird heruntergezählt, wie dies ein normaler PC tun würde. Mit [F2] könnten Sie an dieser Stelle das BIOS-Setup aufrufen, in dem sich die üblichen Dinge (darunter u. a. die Boot-Reihenfolge) einstellen lassen; dies ist jetzt aber nicht nötig. (Abb. 3)

Abbildung 3: Der virtuelle PC ist mit einem Phoenix-BIOS ausgestattet

Da die neu eingerichtete virtuelle Festplatte noch unpartitioniert ist, wird VMware dort kein Betriebssystem finden; dies merken Sie nur, wenn Sie nicht die Windows-CD eingelegt haben, denn in der Standard-Konfiguration versucht der virtuelle PC zunächst, von Diskette oder CD zu booten. Was nun abläuft, ist wirklich die ganz normale Installations-Prozedur der von Ihnen gewählten Windows-Version: Sie werden durch die Partitionierung und Auswahl der zu installierenden Windows-Komponenten geführt (zwischendurch bootet der virtuelle PC neu), und Sie können die üblichen Einstellungen (Zeitzone, Name des Windows-Verzeichnisses etc.) vornehmen. Übrigens: Wählen Sie "keine automatische Umstellung auf Winter-/Sommerzeit", denn VMware übernimmt die Linux-Systemzeit als Hardware-Zeit des emulierten PCs, und unter Linux sorgen Sie sicher selbst für eine korrekte Systemzeit.

Konfiguration der zu installierenden Windows-Komponenten (hier: NT 4.0)

Die automatische Hardware-Erkennung von Windows sollte u. a. eine AMD-PCNET-Karte finden: Diese virtuelle Netzwerkkarte wird später für die Netzwerkverbindung zum Gastrechner (und darüber ggfs. auch zum lokalen Netzwerk) verwendet. (Abb. 4)

Abbildung 4: NT 4.0 erkennt eine AMD-PCNET-Netzwerkkarte

Nach der vollständigen Installation wird der virtuelle PC neu gebootet. Nehmen Sie die Windows-CD aus dem Laufwerk, um nicht erneut das Installationsprogramm zu starten. Nun sollte VMware von der virtuellen Platte booten und schließlich den Windows-Anmeldebildschirm präsentieren (Abb. 5).

Abbildung 5: Anmeldebildschirm von NT 4.0

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