Bubbling Load monitor

Der Bubbling Load monitor [16] ist ein kleines Applet, das die aktuelle Systemlast anzeigt. Dabei repräsentiert der Wasserstand im Applet den belegten Speicher. Das Wasser färbt sich je nach Belegung des Swap-Speichers von Blau nach Rot, und die Prozessorlast wird durch kleine Bläschen angezeigt. Durch die ungewöhnliche Anzeige ist das Applet relativ kompakt und eine interessante Alternative zum Standard-Prozessor- und Speicherlast-Applet.

Alles im grünen Bereich

Nautilus

Nautilus [17] ist eine graphische Shell, die in Zukunft den Datei-Manager GMC ersetzen soll. Das Besondere an Nautilus sind die vielen kleinen Features, die dem Nutzer das Leben versüßen. Nautilus kann nicht nur Bilder verkleinert in der Icon-Übersicht eines Verzeichnisses darstellen, auch für Textdateien gibt es eine kleine Vorschau. Mp3s werden auf Wunsch in einer Liste mit Informationen aus dem Id3-Tag in einer Meta-Ansicht angezeigt und geordnet. Auch abspielen kann man sie, ohne Nautilus zu verlassen.

Informationen über RPMS können direkt in der Meta-Ansicht angezeigt werden, und eine direkte Installation ist möglich. HTML zeigt Nautilus wahlweise mit gtkhtml oder, wie Galeon, mit gtkmozembed an: Nautilus ist also als Browser benutzbar. Alle Icons, die Nautilus angezeigt, kann der User frei skalieren oder mit spezellen Emblemen wie "Wichtig" versehen.

Neben diesen Emblemen zeigt Nautilus an, ob man Lese- bzw. Schreibrechte auf die Datei hat. Ein anderes interessantes Feature ist, dass man in der Verzeichnisansicht "zoomen" kann: Je höher der Vergrößerungsfaktor, desto mehr Informationen werden zu den Dateien angezeigt. Die jeweiligen Einstellungen der Verzeichnisansicht legt Nautilus in der Datei .nautilus-metafile.xml im Home-Verzeichnis ab. In dieser Datei kann neben den Vergrößerungsfaktoren für einzelne Icons z. B. der Hintergrund für die Icon-Ansicht definiert werden. Nautilus kann mit eigenen Links umgehen, die auf Programme, Webseiten oder Verzeichnisse verweisen. In ~/Nautilus/ findet man einige dieser Links, die unter anderem auf die Hardware-Übersicht (hardware:overview) verweisen.

Im Panel auf der linken Seite des Hauptfensters zeigt Nautilus nicht nur die übliche Baumstruktur der Verzeichnisse an, es bietet auch eine Liste der auf dem System vorhandenen Hilfedateien und die Möglichkeit, eine Notiz zu schreiben. Außerdem sind die Suche über eine Search-Engine sowie die Generierung eines Verlaufs, wie er bei Browsern üblich ist, möglich.

Die Icons und Hintergründe, die Nautilus verwendet, sind natürlich nicht statisch: Der Benutzer kann alles via Drag & Drop umgestalten und komplette Themes laden. Nautilus kennt verschiede Einstellungen für Anfänger und erfahrene User und stellt je nach Auswahl mehr oder weniger Optionen zur Verfügung. Es ist geplant, diese ganzen Features noch durch Services der Entwicklerfirma Eazel zu erweitern. Damit wird man seine Software aktualisieren oder ein Backup bei Eazel erstellen können. Außerdem kann Eazel allgemein bei der Systemadministration behilflich sein. Neue Services können durch die Komponentenarchitektur von Nautilus leicht hinzugefügt werden.

Wie Evolution basiert Nautilus auf Bonobo. Das heißt, dass Nautilus Module von anderen Programmen laden kann, um bestimmte Dateitypen anzuzeigen. Außerdem nutzt Nautilus gnome-vfs, eine Library die es erlaubt, völlig transparent auf verschiedene lokale oder entfernte Dateisysteme zuzugreifen. Dank der Medusa Library, die einen Index der Festplatte erstellt, wird Nautilus Dateien sehr schnell finden können.

Nautilus in der Icon-Ansicht

Der Autor

Björn Ganslandt ist Schüler und leidenschaftlicher Bandbreiteverschwender. Unter dem Nickname Ansimorph ist er öfters in irc.gnome.org anzutreffen.

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