Alternativ schreiben
Mit kLyX Texte setzen
Neuer Look für KLyX
Ettrich selber machte sich zusammen mit Matthias Kalle Dalheimer in der Hauptsache daran, das Programm auf die von KDE verwendeten Konventionen und Grafikbibliotheken zu portieren. So sollte das Programm ein zeitgemäßeres Aussehen erhalten und besser in die KDE-Umgebung einzufügen sein. Das ist der Ursprung von KLyX.
Die LyX- und KLyX-Entwickler planen in Zukunft die Wiederzusammenführung der beiden Projekte, die im Augenblick noch unabhängig voneinander arbeiten. Beide tauschen sich aber aus, um die Versionen kompatibel zu halten.
Die Funktionalität ist bei beiden LyX-Varianten im Grunde gleich. Daher können als weiterführende Literatur die Hilfe-Dokumente von LyX verwendet werden; tatsächlich liegen sie KLyX sogar bei. Unter [2] finden Sie ausführliche Beschreibungen, wie sie das Programm für Ihre Zwecke konfigurieren und benutzen. Wir wollen Ihnen an dieser Stelle eine Einführung in das geben, was das Programm leisten kann, damit Sie entscheiden können, ob es sich für Sie lohnt.
Alles in Absätzen
Das Konzept hinter KLyX und LyX ist, einen Text in Absätze einzuteilen und diesen Absätzen dann Funktionen zuzuweisen. So erhalten Sie ein strukturiertes Dokument. Unter einem Absatz versteht der Mensch im alltäglichen Sprachgebrauch einen Block mit Fließtext.
In der Welt der Textverarbeitungen und Satzprogramme ist alles ein Absatz: eine Überschrift, ein Textblock, ein Punkt einer Aufzählung oder eine Fußnote. Jede Eingabezeile, die mit einer Absatzmarke beendet wird, ist ein Absatz – gleichgültig, wie lang sie ist. In KLyX, das ja auf LaTeX aufbaut, wird so einem Absatz eine sogenannte Umgebung zugewiesen.
Diese Umgebung funktioniert wie ein Behälter, der dem Inhalt bestimmte Eigenschaften zuweist – Font, Ränder und Numerierung beispielsweise. So erhält der Absatz (oder engl.: "Paragraph") seine Form, und deshalb wird der Behälter Paragraphen-Umgebung genannt.
Eine der Besonderheiten von KLyX ist zum Beispiel, dass das Programm automatisch ein Inhaltsverzeichnis erstellt. Das klingt banal, aber wer schon einmal mit einer gängigen Textverarbeitung eine Magister- oder Diplomarbeit geschrieben hat und schließlich ein Inhaltsverzeichnis erstellen wollte, der weiß, wovon ich spreche. Wir werden noch einmal am Ende des Artikels darauf zurück kommen.



