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Mini-Datenbanken Teil III: Gaby

Was bleibt? Minidatenbanken im Vergleich

Damit sind wir am Ende unserer kleinen Serie über Datenbanken für den Hausgebrauch angekommen. Wir haben Ihnen vier Programme vorgestellt, eine Zusammenfassung der wichtigsten Programmeigenschaften finden Sie in Tabelle 4.

Alle Programme sind so unterschiedlich, dass es nicht möglich ist, eine Empfehlung auszusprechen. Am weitesten und stabilsten ist sicherlich grok, doch gaby folgt dicht dahinter. Hier trüben einige Abstürze mit Speicherzugriffsfehlern während des Tests den ansonsten positiven Eindruck.

Beide Programme eignen sich für das Verwalten von privaten Daten, wenn es im Rahmen von einigen hundert, vielleicht tausend Datensätzen bleibt. Zudem hat man die Möglichkeit, eigene Datenbanken zu entwickeln.

Quicklist ist mein Favorit für kleinste Datensammlungen, weil es schnell und unkompliziert zu bedienen ist. Relationale Verknüpfungen bietet keines der vorgestellten Programme. (pju)

Tabelle 4: Alle Mini-Datenbanken im Überblick.

Quicklist

Grok

GCatalog

Gaby

Entwickler Das QuickList-Team Thomas Driemeyer Chris Phelps Frederic Peters
Lizenz GPL GPL GPL GPL
Homepage http://www.quicklist.org/ <I> http://www.bitrot.de/grok.html <I> http://gcatalog.sourceforge.net/ <I> http://gaby.netpedia.net/ <I>

Feldtypen

Text x x x x
Zahl x x - x
Datum/Uhrzeit x x - x
Memo - x - -
Ja/Nein - x - x
Multimedia - - - x

Oberfläche

Tabellenansicht x - - (1) x
Formularansicht - x - -
Eigene Formulare - x - x

Datenaustausch

Import Komma- und Tabulator-getrennte Daten - - gnomecal-vCard, Addressbook, NoSQL, dbase III/IV
Export HTML, Komma- und Tabulator-getrennte Daten HTML, eigene Exportfilter möglich - vCard, Addressbook, NoSQL

Anwenderunterstützung

Hilfe - Handbuch (PostScript) und Onlinehilfe - Onlinehilfe
Mitgelieferte Datenbanken - Literatur, CD, Websites, Wetter, Adressen, Hauptstädte - Adressen, CD, Literatur

(1): GCatalog stellt die Datensätze in einer Baumansicht dar und kennt daher keine Formular- oder Tabellenansicht.

Glossar

SQL

"Structured Query Language", "strukturierte Abfragesprache". Eine weitgehend genormte Sprache zum Abfragen und Bearbeiten von Datenbanken.

Quellen

Eine Sammlung von Anweisungen in einer Programmiersprache. Damit der Computer das damit beschriebene Programm ausführen kann, muss es noch übersetzt oder kompiliert werden.

GTK

Das "Gimp Toolkit", eine Bibliothek zur Erstellung grafischer Programmoberflächen. Wie der Name schon sagt, wurde GTK ursprünglich für das Bildverarbeitungsprogramm Gimp geschrieben.

autoconf und automake

Programme, die aus einer Vorlage die zur Programmkompilierung auf einem bestimmten Betriebssystem notwendigen Makefiles erzeugen. Ausführlichere Informationen finden Sie dazu in den LinuxUser-Ausgaben im Linux-Magazin 03 (http://www.linux-magazin.de/ausgabe/2000/03/Make/make.html) und 04/2000 (http://www.linux-magazin.de/ausgabe/2000/04/Sourcecode/sourcecode.html).

vCard

Ein genormtes Format zum Austausch von Adressdaten, das z.B. von Organizern verwendet wird.

Relationale Verknüpfungen

Relationale Datenbanken sind Datenbanken, die aus mehreren miteinander verknüpften Tabellen bestehen.

Infos

[1] grok wurde im LinuxUser 09/2000 vorgestellt.

[2] Die Gaby-Homepage: http://gaby.netpedia.net/

Der Autor

Frank Wieduwilt studierte Geschichte und lebt zusammen mit seiner Frau Sabine in Berlin.

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