Neuer Anstrich für den Fensterrahmen

Wie Sie sich sicherlich schon denken können, ist auch für die Fensterrahmen ein eigener Abschnitt (vgl. Zeilen 055 bis 063 in Listing 1) in der Konfigurationsdatei vorgesehen. Die entsprechenden Einträge können Sie Tabelle 3 entnehmen.

Tabelle 3: Fensterrahmen

Abschnittsbezeichner [Window Border]
Bildchen für oberen Fensterrand shapePixmapTop=Dateiname
Bildchen für unteren Fensterrand shapePixmapBottom=Dateiname
Bildchen für linken Fensterrand shapePixmapLeft=Dateiname
Bildchen für rechten Fensterrand shapePixmapRight=Dateiname
Bildchen für obere linke Fensterecke shapePixmapTopLeft=Dateiname
Bildchen für obere rechte Fensterecke shapePixmapTopRight=Dateiname
Bildchen für undere linke Fensterecke shapePixmapBottomLeft=Dateiname
Bildchen für untere rechte Fensterecke shapePixmapBottomRight=Dateiname

Auch bei der Erstellung der einzelnen Rahmenfragmente kann uns das Firetext-Plugin von Gimp wieder hilfreiche Dienste leisten. Der Umgang mit diesem Werkzeug, sollte für Sie mittlerweile schon fast blind möglich sein ;-). Also wieder nur ein paar Tipps, die bei der Erstellung der Fensterrahmen hilfreich sind.

Ein Fensterrahmen besteht, wie aus Tabelle 3 hervorgeht, aus 8 Teilen. Fangen wir mit dem einfacheren an und nehmen uns die geraden Stücke vor. Dabei ist zu beachten, dass KDE diese Einzelstücke solange aneinanderreiht bis diese Reihe zusammen mit den Ecken die ganze Fensterbreite bzw. -Höhe abdeckt. Sind die geraden Stücke zu lang, kommt es dazu, dass der Rahmen größer als das Fenster ist. Um dies zu verhindern, wählen wir für die Stücke in Längsrichtung die Breite 1 Pixel. (Für den rechten und den linken Rand beträgt dann die Höhe 1 Pixel.)

Wir erzeugen uns also eine "angezündete" Linie, indem wir den Unterstrich "_" mit dem Firetext-Plugin von Gimp bearbeiten, und schneiden uns nach dem Hineinzoomen ein Stück der Breite 1 Pixel heraus. Damit der Rand am Ende nur nach außen "Flammen" zeigt, sollten Sie darauf achten, dass Sie beim Herausschneiden auch nur die untere Hälfte nehmen. Abbildung 3 zeigt, wie dieses Randstück aussehen könnte.

Abbildung 3: Unteres Randstück 1300% vergrößert

Die anderen geraden Randstücke werden einfach durch Drehen erzeugt. Diese Funktion finden Sie bei Gimp folgendermaßen:

  • Rechtsklick in das Bild
  • Bild/Transformationen/Rotieren Wir erzeugen also durch sukzessives Drehen um jeweils 90° die restlichen geraden Randstücken.

Doch nun zu den Ecken. Um die rechte untere Ecke, die in Abbildung 7 dargestellt ist, zu erstellen, schneiden wir aus unserem brennenden Unterstrich "_" ein etwas größeres Stück heraus (Wieder nur halb!). Dieses kopieren wir (CTRL+C), erzeugen eine neue transparente Datei (CTRL+N) und fügen es in diese ein (CTRL+V). Nun wird die Kopie so gedreht, dass die "Flammen" nach rechts außen zeigen.

Das Ergebnis sind zwei Teile, die nur noch zusammengesetzt werden müssen. Gimp hat die schöne Eigenschaft, dass neu zu erzeugende Dateien als Standardgröße grundsätzlich die Werte (x und y) annehmen, die das Bild hat, welches sich gerade im Zwischenspeicher befindet. Wir kopieren also wieder eines der beiden Teile in den Zwischenspeicher (CTRL+C) und erzeugen eine neue transparente Datei (CTRL+N). Dabei setzen wir die Ausdehnung des zu erzeugenden Bildes sowohl in x- als auch in y-Richtung auf den größeren der beiden eingetragenen Werte. Nun wird die Kopie in die neue Datei eingefügt und an den entsprechenden Rand geschoben. Das Gleiche geschieht mit dem anderen Teilstück. Das Ergebnis dieser Bemühungen finden Sie in Abbildung 4.

Damit das Ganze wie eine Ecke aussieht, müssen die Farbstreifen, die eine Richtung vorgaukeln, umgebogen werden. Dazu können Sie einen einfachen Trick verwenden. Kopieren Sie, wie in Abbildung 5 und 6 gezeigt, den Teil, der keine feste Richtung vortäuscht, einfach so um, dass eine Ecke ensteht.

An dieser Stelle möchte ich Sie dazu ermutigen, hin und wieder einfach mal was Neues auszuprobieren. Ein bisschen Probieren kann erstaunliche Ergebnisse erzielen.

Abbildung 4: Rechte untere Ecke (Zwischenschritt 1) 800% vergrößert
Abbildung 5: Rechte untere Ecke (Zwischenschritt 2) 1300% vergrößert
Abbildung 6: Rechte untere Ecke (Zwischenschritt 3) 1300% vergrößert
Abbildung 7: Rechte untere Ecke 1000% vergrößert

Die restlichen Ecken (linke obere, linke untere und rechte obere) lassen sich recht einfach dadurch erzeugen, dass wir aus der soeben erstellten rechten unteren Ecke wieder das rechte untere Eckstück herausschneiden und mittels Drehen in die noch fehlenden Stücke verwandeln. Als Beispiel dazu können Sie die linke untere Randecke in Abbildung 8 betrachten.

Abbildung 8: Linke untere Ecke 1000% vergrößert

Fensterputz beendet

Was haben wir bisher erreicht? Zusätzlich zu den Arbeiten aus Teil 1 haben wir nun noch unseren Fenstern neue Bildchen verpasst, den Fensterrahmen verschönt und die Titelleiste der Fenster verändert, wenn letzteres auch noch nicht vollständig. Die Unterschiede sehen Sie deutlich, wenn Sie sich die Abbildungen 9 und 10 betrachten.

Abbildung 9: Fenster im Standard-KDE-Look
Abbildung 10: Fenster mit Theme

Gut, gut, ich habe etwas geschummelt. Wie das Farbschema angepasst wird, sehen wir später. Ich habe es nur deshalb schon verwendet, weil unsere Bildchen und unser Rahmen mit den Standardfarben nicht gerade toll aussehen.

Nun nur noch das eclipse/-Verzeichnis wieder mit

tar cvf eclipse.tar eclipse/

in ein TAR-Archiv zusammenfassen, dieses mit

gzip eclipse.tar

komprimieren und das bisher Erreichte bewundern. Dazu starten wir den kthememgr, entfernen den alten eclipse-Eintrag und fügen unser neues Paket hinzu. Jetzt nur noch auf OK klicken und staunen ;-).

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