Gut gefrotzelt!

In den 80er Jahren machte die Firma Infocom mit ihren witzigen und durchdachten Textadventures (z. B. "The hitchhiker's guide through the galaxy") Furore. Diese Adventures wurden mit einer großen Weitsicht als Bytecode, genauer gesagt Z-Code, ausgeliefert, der auf einem Interpreter (Z-Machine) ausgeführt werden konnte. Es musste nun nur noch jeweils der Interpreter auf neue Hard- und Softwareplattformen portiert werden, das eigentliche Spiel konnte man unverändert übernehmen. Einer der zahlreichen für Linux verfügbaren Interpreter – und mein persönlicher Favorit – ist Frotz (http://www.geocities.com/SiliconValley/Heights/3222/frotz.html).

Abbildung 7: Frotz!

Neben den kommerziellen Infocom Adventures, die teilweise zu Dumping-Preisen im 10er- und 20er-Pack (damals z. B. Lost Treasures of Infocom) verschleudert werden, gibt es auch noch eine große Zahl weiterer freier Adventures im Z-Code. Diese kann man vom Interactive-Fiction Server der GMD unter ftp://ftp.gmd.de/if-archive/games/zcode/ herunterladen. (Oliver Flimm)

Der Herrscher von Nordamerika würdigt Eure Anwesenheit!

Die ganze 3D-Welt will entdeckt und besiedelt werden, und da ist noch einiges zu tun. Wer seine Zivilisation aus der Steinzeit ins Weltall führen möchte, hat viele Schwierigkeiten zu überwinden. Es gibt rastlose Stämme, die die eigenen Städte angreifen, Ruinen, aus denen Barbaren hervorspringen und wehrlose Siedler erschlagen, und zu allem Überfluss bauen die Computergegner ein Weltwunder nach dem anderen… "Civilization – Call to Power" wird in Deutschland von SuSE vertrieben: http://www.suse.de/de/produkte/software/games/civ/index.html (Demo auf der Heft-CD). Der Spieler hat 7000 virtuelle Jahre Zeit, sein eigenes Volk zum Sieg zu führen. Dabei helfen unterschiedliche Regierungsformen, die Entdeckung von Neuerungen oder Kriege gegen die Computergegner.

Civilization ist auch im Mehrbenutzermodus spielbar – trotz einigen Bugs hatten wir wochenlangen Spielspaß. Am Anfang treffen sich die Mitspieler in einer "Lobby", um schon einmal "Freundlichkeiten" auszutauschen:

Abbildung 8: Treffen in der Lobby

Es müssen Spielregeln und Schwierigkeitsstufe für das neue Game festgelegt werden, jeder sucht sich eine Nation aus, die er regieren möchte, und dann heißt es um die Wette entwickeln. Am Anfang hat jeder eine "geschlossene" Karte: keiner weiß, wo die Gegner sich aufhalten. Hat man erst einmal Kontakt zu einem fremden Stamm, kann man im Diplomatiemodus über Neuerungen, Forderungen und Gold verhandeln.

Abbildung 9: Diplomatisch, diplomatisch!

Fazit: Altbewährtes Spielkonzept, tolle Graphik und eine willkommene Gelegenheit, sich stundenlang von der Außenwelt abzumelden! (Heike Jurzik)

Glossar

MicroVAX

Die MikroVAX von DEC leitete die Entwicklung zum Mikrocomputer ein: von der Garage zum Nachttisch gewissermassen.

Ultrix

Eine Unix-Variante der Firma MikroVAX.

Ressources

Konfigurationsparameter für Anwendungen im X Window System werden in Ressources verwaltet, das sind einfach Merkmal-Werte-Paare, die in ASCII-Dateien aufgezeichnet werden. Die Systemvorgaben werden typischerweise im Verzeichnis /usr/X11R6/lib/X11/app-defaults aufbewahrt, jene des Benutzers selbst in der Datei .Xdefaults bzw. .Xressources. Sie werden beim Start der X-Sitzung geladen; um sie nachträglich zu verändern, wird das Programm xrdb verwendet.

Bytecode

Bytecode ist eine Folge von maschinenlesbaren Anweisungen für ein Programm, das diese auswerten kann.

Interpreter

Programm, um eine Folge von maschinenlesbaren Anweisungen auszulesen.

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