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Linux-Games

Die Aliens kommen! Sie sind unter uns!

Ich weiß nicht, wann ich diesem Spiel zuerst begegnet bin. Bei irgendeiner meiner frühen Linux-Installationen muss es enthalten gewesen sein. Nach einem erzwungenen Update verlor ich es aus den Augen. Um so mehr habe ich mich gefreut, als ich letztes Jahr auf die Archive des Klassikers xinvaders stieß. Das Spiel ist ein Nachbau irgendwelcher Vorbilder aus Atari-Zeiten und wurde zuletzt um 1993 in der Newsgroup comp.sources.x als dreiteiliges Shell-Archiv gesichtet.

Zum Spielkonzept ist nicht viel zu sagen. Die Bedienung erfolgt gleichwertig mit der Maus oder der Tastatur. Die Aliens wabern oben hin und her und beregnen den Spieler mit braunen Fäden, die ziemlich ungenießbar sind. Es kommt also darauf an, sie schneller zu erledigen, zumal sie jede Runde weiter nach unten vordringen. Die gelben Blöcke bieten nicht lange Deckung, denn sie erweisen sich als nicht sonderlich stabil…

Abbildung 5: Die Aliens kommen!

Der Suchtfaktor ist definitiv hoch, und das Erzielen möglichst hoher Scores gehört zu unser aller Lieblingsschwächen. Leider geriet der Highscore nach jedem Spiel in Vergessenheit. Aber wozu hat man den Sourcecode? Auch als absolutem X-Anfänger gelang es mir nach ein paar Stunden der Bastelei, eine externe Highscore-Liste einzubauen, die neben dem erreichten Wert den Usernamen und das Datum aufzeichnet. Und da ich schon einmal dabei war, habe ich auch dafür gesorgt, daß in zufälligen Abständen (statt wie im Original nur einmal bei 1500 Punkten) ein neues Ersatzschiff für den Spieler bereitgestellt wird.

Dem Tüftler sei verraten, dass der "Cheat-Mode" in Form der Einstellung Vaders*ShotWait eine hervorragende Motivation bietet, sich mit der X-Konfiguration durch Ressources vertraut zu machen (siehe man xrdb). Das Original, die modifizierte Version und eine Installationsanleitung gibt es übrigens unter http://www.guug.de/~jens.bachem/xinvaders.html. (Jens Chr. Bachem)

Kisten schieben

Bei meinen ersten KDE-Installationen musste ich noch an Plattenplatz sparen, daher durfte das Games-Paket nicht mitspielen. Mittlerweile sind zusätzliche Megabytes meist kein Thema mehr, und ich war hin und weg, als ich ksokoban fand. Wow, vor 15 Jahren war dieses Programm Thema im Informatikunterricht in der Schule, ich hatte es auch für den 64'er, und schon damals hat es mich gefesselt.

Der Spielablauf ist einfach: Man muss Kisten schieben. Bei ksokoban sind es Kristalle, aber was soll's, das Prinzip bleibt das gleiche. Bewegungen können nur in die vier Himmelsrichtungen ausgeführt werden, diagonale Züge sind nicht möglich. An den Kristallen ziehen kann man nicht. Steht das Objekt erstmal vor der Wand, bekommt man es oft nicht mehr weg.

Abbildung 6: Sokoban von KDE

Auf den Spielfeldern, die man von oben betrachtet, sind die Kristalle zu Beginn scheinbar ungeordnet verteilt. Ziel ist es, alle Kristalle auf vorgegebene grüne Punkte zu schieben, wobei man diese nicht immer in einem Raum nebeneinander vorfindet – häufig sind die Zielpunkte auf mehrere Räume verteilt, und das kann echtes Kopfzerbrechen bereiten. Denn je weiter man kommt, desto schwieriger sind die ersten Schritte. Oft fühlt man sich auf dem richtigen Weg, merkt am Ende aber doch, dass man wieder einen Fehler gemacht hat. Besonders dramatisch ist die kleine Unachtsamkeit am Schluss… Und – immer auch auf die freien Zielpunkte achten. Auch da gibt es böse Fallen!

Wer es bei KDE nicht dabei hat, findet es unter http://hem.passagen.se/awl/ksokoban/. Dort gibt es auch Links auf Versionen für andere Plattformen. Fazit: Extremes Kopfzerbrechen! Und wer weiß, vielleicht hilft's ja beim nächsten Umzug! (Lars Packschies)

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