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Sandkastenspiele für Linux-Strategenzusammengestellt

Linux-Games

01.09.2000 Draußen regnet es dauernd, die Kollegen sind schlecht gelaunt, und die Arbeit will auch nicht so richtig Spaß machen – Zeit für ein bisschen Abwechslung und einen frischen Kaffee… Wer spielt eigentlich unter Linux welche Spiele? Eine kleine Umfrage unter den Kollegen und Bekannten brachte erstaunliche Dinge ans Licht – nicht nur Games mit toller Grafik werden bevorzugt, sondern auch die alten zeichenbasierten Spiele liegen nach wie vor hoch im Kurs. Klassiker wie Nethack haben offensichtlich nichts von ihrem Zauber verloren.

Evergreen – NetHack

Meinen ersten Kontakt mit NetHack (http://www.nethack.org) hatte ich 1991/92 auf einer MicroVAX unter Ultrix. Nach anfänglichem Zögern – "Das sind ja nur ASCII-Klötzchen, und Sound hat es auch keinen" – hat mich das rollenspielartige Programm mit seiner hohen Komplexität sehr schnell in den Bann gezogen. Tage- und nächtelange NetHack-Sessions waren die Folge. In einer ausgedehnten Höhlenwelt gilt es immer weiter hinabzusteigen und mit Fantasy-Gestalten – Drachen, Gnomen, Elfen, Riesenspinnen, Werwölfen, Nymphen und dergleichen – fertig zu werden. Im Laufe des Spiels kann man sich dabei nicht nur in Geschäften mit Waffen, Kleidung und Nahrung ausstatten, mehr oder weniger verständliche Tipps beim Orakel von Delphi holen und verschiedene Zaubersprüche und -tränke austesten.

Trotz des nun schon beachtlichen Alters von mehr als 15 Jahren hat das Spiel nichts von seiner Faszination verloren und gehört – wenn man sich einmal darauf eingelassen hat – meiner Meinung nach zu den "Best Games Ever".

Abbildung 1: NetHack in Aktion

Inzwischen gibt es auch schon mehr oder weniger ausgereifte grafische Versionen für Gnome (unter http://www.xmission.com/~andersen/erik/gnomehack/gnomehack.html) und QT (http://trolls.troll.no/warwick/nethack/), doch der ursprüngliche Charme des Spiels geht bei diesen ein wenig verloren. (Oliver Flimm)

Förmchen werfen bei Tetris

Gut, es hat schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, und die Grafik ist auch nicht besonders aufregend, aber zum Abschalten (dann, wenn man eigentlich etwas wichtiges tun sollte wie z. B. eine Hausarbeit schreiben) ist es hervorragend geeignet. Von oben herunterfallende Steine müssen so sortiert werden, dass waagerechte Zeilen "voll" sind. Diese verschwinden dann, und es gibt Punkte dafür. Dabei gibt es einfache Viererblöcke, die sich gut einsortieren lassen, aber auch verwinkelte Pakete wollen untergebracht werden. Hier ist mechanische Mustererkennung gefragt.

Abbildung 2: ksirtet – Stapeln was das Zeug hält

Ich spiele ksirtet, weil es – im Gegensatz zu Gnometris und Xtetris – für vier Zeilen, die auf einmal abgeräumt werden, mehr Punkte gibt, als für vier einzelne. Es macht Spaß, die Teile fast bis oben anzustapeln und doch erst zwei Zeilen entfernt zu haben. Und obwohl es jetzt höchste Zeit wäre, kommt kein länglicher Vierer – leider verloren. (Christian Schneider)

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