Des K(aiser)s neue Kleider
KDE Themes – Teil 1
Bunter Balken, oder Startleiste mit Theme
Es ist allgemein recht beliebt, die Startleiste mit einem Farbverlauf zu belegen. Prinzipiell ist aber auch die Verwendung jeder beliebigen anderen Graphik möglich. Inwieweit so etwas aber sinnvoll ist, obliegt dem Geschmack jedes einzelnen. In unserem Beispiel soll "nur" ein Farbverlauf verwendet werden.
Um schöne Farbverläufe zu erstellen, benutzen Sie am besten das Bildverarbeitungsprogramm "The Gimp" [http://4]. Dabei gehen Sie am besten folgendermaßen vor:
- Starten von "The Gimp" (gimp)
- Erzeugen einer neuen Datei ([CTRL]+N oder über das entsprechende Menü)
- Breite = 1 Pixel, Höhe = 60 Pixel (ist zwar größer als nötig, stört aber nicht)
- Einstellen der Farben 1 und 2 (Abbildung 1)
- durch Doppelklick auf die entsprechende Farbe erhält man den Farbauswahldialog (Abbildung 2)
- Um konsistent zu unserem Beispiel zu bleiben, definieren wir die Farbe Nummer 1 im Feld "Hex Triptel" durch #b0a48eund Farbe 2 durch #696154.
- Vergrößern unseres Bildchens
- Auswählen des Vergrößerungstools durch Linksklicken auf das entsprechende Icon (Abbildung 1)
- Linksklicken auf unser neues Bildchen bis es groß genug ist
- Benutzen des Farbverlaufstools
- Auswählen des Farbverlauftools durch Linksklicken auf das entsprechende Icon (Abbildung 1)
- Linksklicken am oberen Ende unseres neuen Bildchens
- Bei gedrückter Maustaste Maus nach unten bewegen
- Maustaste loslassen
- Datei Speichern
- Rechtsklicken in unser Bildchen
- Datei / Speichern unter
- Dateiname panel.xpm eingeben
- Auf OK klicken
Da wir uns noch in dem entsprechenden eclipse-Verzeichnis befunden haben, sollte darin nun die Datei panel.xpm aufgetaucht sein. Anderenfalls müssen wir sie noch dorthin kopieren. Nun nur noch den entsprechenden Abschnitt (vgl. Zeilen 011 und 012 in Listing 1) in die Konfigurationsdatei eintragen und fertig ist unsere neue Startleiste. Der Vollständigkeit halber befindet sich dieser Abschnitt noch einmal in Tabelle 2.
Tabelle 2: Startleiste
| Abschnittsbezeichner | [Panel] |
| Hintergrundbildchen der Startleiste | background=Dateiname |
Die Abbildungen 3 und 4 bezeugen die wundersame Wandlung der Startleiste, wenn sie in das Theme einbegriffen wird. Auch hier wurde wieder geschummelt. Schließlich haben wir noch keine neuen Icons definiert. Wie das geht, sehen wir später.
Das Hintergrundbild
Die Wege zu einem digitalen Bild können so verschieden sein (Scannen, Rendern, Malen etc.), dass wir an dieser Stelle nicht auf alle eingehen können. Es werden hier nur wesentliche Gesichtspunkte besprochen, die bei der Konfiguration des Hintergrunds eine Rolle spielen. Prinzipiell unterscheidet man, ob der Hintergrund aus einem einzigen großen Bild, aus einer Farbe bzw. einem Farbwerlauf oder aus kleinen gekachelten Bildern besteht.
Als Beispiel für die letztere Variante soll die Datei wood1.jpg (Abbildung 5) angegeben werden, welche standardmäßig zu KDE 1.1.2 gehört. Sie bildet gekachelt das Muster in Abbildung 6.
Unser Beispiel-Theme verwendet eine einzelne Hintergrundgrafik, die auf die entsprechende Bildschirmgröße gestreckt wird. Damit dieses ohne Verzerrung der Seitenverhältnisse funktioniert, müssen solche Bilder eine Größe besitzen, die ein Vielfaches der Bildschirmauflösung ist. Es empfehlen sich folgende Maße:
- 640 × 480
- 800 × 600
- 1024 × 768
- 1152 × 864
- usw. In der Theme-Konfigurationsdatei stehen die in Tabelle 3 aufgelisteten Parameter zur verfügung, um das Hintergrundbild zu manipulieren. (vgl: Zeilen 007-010 in Listing 1) Dabei sind folgende Modi zur Anordnung des Hintergrundbildes zulässig:
- Tiled (Abbildung 7) Das Hintergrundbild wird gekachelt dargestellt, beginnend oben links.
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Mirrored (Abbildung 8)Das Hintergrundbild wird oben links auf den Bildschirm gelegt. Wenn dann der Bildschirm noch nicht ausgefüllt ist, wird das Bild an seinen Kanten gespiegelt.
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CenterTiled (Abbildung 9)Das Hintergrundbild wird, ausgehend von der Bildschirmmitte, gekachelt dargestellt.
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Centred (Abbildung 10)Das Hintergrundbild wird in der Bildschirmmitte dargestellt.
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CentredBrick (Abbildung 11)Das Hintergrundbild wird in der Bildschirmmitte vor einer "Backsteinmauer" dargestellt.
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CentredWarp (Abbildung 12)Das Hintergrundbild wird in der Bildschirmmitte dargestellt, wobei Perspektivlinien eingezeichnet werden.
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CentredMaxpect (Abbildung 13)Das Hintergrundbild wird, ausgehend von der Bildschirmmitte, auf Bildschirmgröße angepasst dargestellt. Dabei werden die Höhe und die Breite gleichmäßig verändert. Dadurch kann es dazu kommen, dass das Hintergrundbild nicht den ganzen Bildschirm abdeckt.
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SymmetricalTiled (Abbildung 14)Das Hintergrundbild wird symmetrisch zur Bildschirmmitte gekachelt
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SymmetricalMirrored (Abbildung 15)Das Hintergrundbild wird symmetrisch zur Bildschirmmitte gespiegelt
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Scaled (Abbildung 16)Das Hintergrundbild wird an die Bildschirmgröße angepasst.
- TopRight (Abbildung 17)Das Hintergrundbild wird in der rechten oberen Bildschirmecke angezeigt.
- TopLeft (Abbildung 18)Das Hintergrundbild wird in der linken oberen Bildschirmecke angezeigt.
- BottomRight (Abbildung 19)Das Hintergrundbild wird in der rechten unteren Bildschirmecke angezeigt.
- BottomLeft (Abbildung 20)Das Hintergrundbild wird in der linken unteren Bildschirmecke angezeigt.
Tabelle 3: Hintergrund
| Abschnittsbezeichner | [Display] |
| Soll für alle virtuellen Desktops der gleiche Hintergrund gelten? | CommonDesktop=true / false |
| Hintergrundbild des ersten virtuellen Desktops | Wallpaper0=Darteiname |
| Anordnung des Hintergrundbildes des ersten virtuellen Desktops | WallpaperMode0=Modus |
Alternativ zu einem einheitlichen Hintergrund für alle virtuellen Desktops kann man für jeden einzelnen ein eigenes Hintergrundbild festlegen. Dazu verwenden Sie den Eintrag CommonDesktop=false und können dann für die einzelnen Bilder und Modi durch Wallpaperx=Dateiname bzw. WallpaperModex=Modus angeben. Dabei ist x die Nummer des entsprechenden Desktops, ausgehend von der Null.
Ist keine Hintergrundgrafik angegeben, dann wird die Hintergrundfarbe bzw. der Hintergrundfarbverlauf verwendet, der im Farbschema definiert ist. Wie das geht, sehen wir später.



