Ende des Sommerlochs

K-splitter

01.09.2000
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Wer sagt, dass Klatsch und Tratsch in einer Linuxzeitschrift keinen Platz haben? K-splitter plaudert Monat für Monat aus dem KDE-Nähkästchen, posaunt Neuigkeiten aus der K-Welt aus und schaut hin und wieder neugierig hinter die Kulissen.

Installier mich

Nachdem mit Kleopatra oder KDE 1.91 nun schon die zweite KDE-2.0-Beta veröffentlicht wurde, ist vielleicht der Eine oder Andere von Ihnen auf den aufregenden Betatester-Geschmack gekommen und möchte sich jetzt auch einmal am CVS-Tree versuchen. Eine nette grafische Installationshilfe (Abbildung 1) bietet Ihnen dazu das Skript KDE2_installer, das Sie sich unter http://s.home.cern.ch/s/seuhs/public/html/e/KDE2_installer/ herunter laden können. Danach trennt Sie eigentlich nur noch ein Klick von der Installation der neuesten 2.0er Vorversion.

Abbildung 1: Installieren leicht gemacht

Keine Atempause

Wer aus unseren an dieser Stelle immer wieder veröffentlichten Beta-Meldungen den Eindruck gewann, dass es mit KDE 2.0 doch nicht so schnell geht wie erhofft, darf zum Erscheinen dieses Hefts auf gute Neuigkeiten z.B. auf der KDE-Webseite hoffen. Mit einem k3b getauften Arbeitstreffen, das vom 10.--19. Juli im norwegischen Trysil stattfand, verpassten die KDE-Hauptentwickler ihrem Baby einen kräftigen Schub in Richtung Endbenutzerversion: konzentriertes Fehlerbeseitigen und Verbesserung der Stabilität standen auf dem Programm.

So kommt der Webbrowser (und Dateimanager) Konqueror jetzt mit Java-Applets klar, und wer möchte, kann das wunderbare Bild auf der Webseite per Drag&Drop zum Desktophintergrund befördern. Ein besonderer Eye-Catcher ist die neue Uhr, die jede Digitalanzeige vor Neid erblassen lässt.

Abbildung 2: An dieser Stelle öfters erwähnt: Mosfet (rechts neben Bradley Hughes, der u.a. am GTK-Stil gearbeitet hat)
Abbildung 3: Vertieft in KDE-2-Code: Matthias Hölzer-Klüpfel, Werner Trobin, David Fauré (v.l.n.r.)

Passend zum fehlerbereinigten Nutzungsgefühl gibt es gleich noch einen frischen, neuen Standard-Stil und schönere Icons oben drauf. Damit können die Übersetzungs- und Dokumentationsteams ihre Arbeit aufnehmen.

Abbildung 4: Nicht der Standard-Stil, aber ebenfalls neu: KDE im GTK/GNOME-Gewand

Informier Dich!

Entwicklern, solchen, die es werden wollen, und allen anderen an KDE & Co. Interessierten bietet sich seit Kurzem mit dem KDE Developer's Network KDN unter http://kde.shdn.org/ eine weitere Plattform. Neben How-Tos, Tipps und Code-Schnipseln gibt's zudem noch die neuesten Headlines aus der Computerwelt (Abbildung 5). Gastbeiträgen sehen die Betreiber von KDN freudig entgegen, und wer einen Bug entdeckt, wird gebeten, diesen an die Adresse bugs@shdn.org zu senden.

Abbildung 5: Suchen Sie bequem nach den Artikeln, die Sie interessieren

Familienzuwachs

Nachwuchs hat sich die KDE-Familie aus den Sommerferien mitgebracht. Endlich ist Konqi, das KDE-Maskottchen, nicht mehr alleine, sondern hat Gesellschaft – zudem weibliche – bekommen. Wie Katie, die freche, kleine Drachin ausschaut, kann man sich neben einigen anderen Zeichnungen der diversen Linux-Maskottchen auf der Homepage von Agnieszka Czajkowska unter http://stud-www.uni-marburg.de/~Czajkows/artwork.html anschauen. Wer nicht so lange warten möchte, in Abbildung 6 zwinkert Ihnen Katie schon mal zu…

Glossar

CVS-Tree

("CVS-Baum") Gerade wenn mehrere Entwickler an einem Softwareprojekt arbeiten, ist ein Verfahren nötig, das verhindert, dass jemand Änderungen seiner Mitprogrammierer aus Versehen überschreibt oder die einzige funktionsfähige Version zerstört. Viele Projekte verwenden daher ein "Concurrent Versions System". Aus einem CVS-Dateibaum kann auch ein älterer Entwicklungsstand jederzeit rekonstruiert werden, doch am häufigsten wird er natürlich verwendet, um den aktuellen Programmcode zu erhalten.

Java-Applets

In Webseiten eingebettete, in der Programmiersprache Java verfasste Progrämmchen, die aus Sicherheitsgründen nicht vom Betriebssystem selbst, sondern nur innerhalb einer Webbrowserumgebung ausgeführt werden dürfen.

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