Außerdem können USB-Joysticks problemlos eingesetzt werden (sofern die Distribution darauf vorbereitet ist, wie etwa SuSE und Mandrake). Mit dieser Bandbreite stellt das freie Betriebssystem sogar manchen kommerziellen Konkurrenten weit in den Schatten – der Powergamer muss derzeit einzig und allein auf das coole Force-Feedback verzichten.
Joystick-Module vorkompiliert
Die Inbetriebnahme eines Joysticks unter Linux ist leicht - wenn man erst die dahinterstehende Logik begriffen hat: Üblicherweise nutzen Spiele-Programm-Bibliotheken (wie etwa SDL) die angeschlossenen Steuerknüppel mit Hilfe der Gerätedateien /dev/js0 bis /dev/js3. Falls diese Schnittstellen nicht schon bei der Linux-Installation angelegt wurden, sorgt das Kommando mknod /dev/jsX c 15 X für Abhilfe (wobei X ein Platzhalter für die Zahlen 0 bis 3 ist).
Die Eingangs erwähnte Bandbreite unterstützter Geräte ist allerdings ein kleiner Nachteil, wenn es darum geht, das korrekte Kernel-Treiber-Modul für sein Eingabegerät auszuwählen. Bei vielen Distributionen liegen bereits alle Joystick-Module vorkompiliert und einsatzbereit im entsprechenden Treiberverzeichnis (z.B. /lib/modules/2.2.16/misc).
Die Qual der Wahl
Wer nicht zufällig eines der in Tabelle 1 angegebenen Spielerwerkzeuge besitzt, muss vor dessen Inbetriebnahme zunächst ausfindig machen, zu welchem Gerät es kompatibel ist. Weit verbreiteten sind Steuerknüppel für den analogen Game-Port (Classic PC analog). Das dazu passende Kernelmodul sollte zur Funktionskontrolle zunächst manuell mit modprobe joy-analog geladen werden (dazu muss man als root-Benutzer eingeloggt sein). Die erfolgreiche Initialisierung des Joysticks kann mit dem Kommando dmesg geprüft werden und die letzten beiden Zeilen der Textausgabe sollten ähnlich wie folgt aussehen;
js: Joystick driver v1.2.15 (c) 1999 Vojtech Pavlik <vojtech@suse.cz> js0: Analog 3-axis 4-button 1-hat joystick with CHF extensions at 0x201 [TSC timer, 448 MHz clock, 1234 ns res]



