Basics

In Abbildung 1 sieht man in der oberen linke Ecke das sogenannte "Clip". An den Ecken der Büroklammer kann zwischen mehreren Desktops gewechselt werden – auch können an dem Clip für jeden Desktop verschiedene Icons angeheftet werden. Man sieht, wie gerade versucht wird, das (aus der unteren Icon-Leiste entnommene) Netscape-Icon links oben "gedockt" (eingefügt) wird. Das "Dock" selber befindet sich am rechten Bildschirmrand – es ist fast identisch mit dem Clip, ist aber auf allen Desktops präsent und dort immer gleich. Das unterste Icon des Default-Docks ruft "WPrefs" auf, das grafische Konfigurations-Tool von Window Maker (das aktuell durchaus mit dem separaten GTK-Konfigtool "wmakerconf" konkurrieren kann).

Die Bedienung selber geht nach einer halben Stunde des "Spielens" leicht von der Hand, weshalb hier nur noch Praktisches und in meinem Alltag Bewährtes verraten werden soll: Ein Doppelklick auf die Titelleiste schafft ungemein Platz auf dem Desktop, weshalb manch einer gar keine weiteren Desktops mehr benötigt. Ein wahres Fest ist Window Maker für die Freunde der Tastaturbedienung – komplett anpassbar, wenn auch dank wirklich gelungener Default-Einstellungen eine Anpassung kaum nötig ist. Selbst das Verschieben von Fenstern ist über die Tastatur möglich. Und wem es zu umstädlich ist, jedes Mal das Startmenü erneut auf den Desktop zu holen, der pinnt es einfach mit einem Mausklick an dessen Titelleiste an.

Startmenü & Startmenü

Hier gibt es gleich zwei: Verwendet wird per Default zuerst das ältere Modell, das für eine Bearbeitung mit dem Texteditor vorgesehen ist. Zu finden ist es unter ~/GNUstep/Library/WindowMaker/menu – und da es mit einer einleitenden Anleitung sowie mit Beispielen versehen ist, ist dieses leicht angepasst. Wer nun nimmermehr seinen Editor hierfür anfassen mag, dem hilft das Tool wm-oldmenu2new, das dieses ins neue Format konvertiert und somit zur Bearbeitung mit WPrefs freigibt. Dieses Menü wird in der Datei ~/GNUstep/Defaults/WMRootMenu abgespeichert. Ist dort schon ein brauchbares Menü vorhanden, so wird es verwendet; ansonsten kommt das erstgenannte zum Zug.

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