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Schneller Übersetzer

XQuick Translator 1.2

01.08.2000

Der XQuick Translator ist ein einfach anzuwendender "Schnellübersetzer" für englische und deutsche Texte.

Seit kurzen bietet die Firma LinuxLand (www.linuxland.de) ein mit ca. 1 MB Programmcode gar nicht so kleines Tool zur wortweisen Übersetzung von englischen Texten ins Deutsche (und umgekehrt) an. Das Programm verfügt über einige interessante Eigenschaften, die den Einsatz unter X für den Anwender besonders einfach machen. Nach dem Start öffnet sich ein kleines Fenster, das auch auf einem relativ vollen Desktop noch Platz finden sollte. In diesem Fenster kann wahlweise ein englischer oder deutscher Suchbegriff eingegeben werden, der dann in die jeweils andere Sprache übersetzt wird. Damit das Fenster immer im Vordergrund bleibt, kann es unter KDE mit dem Hilfsprogramm kstart und der Option -staysontop aufgerufen werden. Diese Form ist beim Start vom KDE-Panel aus voreingestellt.

Eine manuelle Eingabe des Suchbegriffs kann entfallen, da das Programm in der Lage ist, die X-Selection (also die durch Doppelklicks oder mit der Maus hervorgehobenen Bereiche in X-Fenstern) auszulesen und sie automatisch in das Eingabefenster zu übertragen. Dieses Verhalten lässt sich für leistungsschwächere Rechner über den Menüpunkt Einstellungen unter Hilfe auch abschalten. Durch die universellen Eingabemöglichkeiten ist XQuick in der Lage, mit allen Programmen unter Linux (also auch Pager, Editoren oder beliebigen Textverarbeitungsprogrammen) zusammenzuarbeiten.

XQuick kann neben einfachen Worten auch zusammengesetzte Begriffe übersetzen, obwohl hier die vorgegebene Datenbank erheblich geringer ist. Die mitgelieferte Datenbank lässt sich mit eigenen Begriffen erweitern. Dabei muss auf die spezielle Syntax bei der Eingabe mehrerer Übersetzungen geachtet werden, diese sind durch " , " (ein Komma zwischen zwei Leerzeichen) zu trennen.

Leider werden bei der Suche vor den selbstdefinierten zuerst die bereits in der mitgelieferten Datenbank vorhandenen Einträge gefunden. Es wäre sinnvoll, diese Reihenfolge in zukünftigen Versionen umzukehren.

Eine Übersicht der vorhandenen Datenbankeinträge kann über den Button Zusatzmodule unter Suchliste dargestellt werden.

XQuick ist nur für wortweise Übersetzungen gedacht, kommt also da zum Einsatz, wo sonst der Griff zum Wörterbuch erfolgt, z.B. wenn in einer Manpage oder Readme-Datei unbekannte Wörter auftreten. Hierbei leistet es aufgrund der relativ umfangreichen (derartige Datenbanken können aber gar nicht genug Einträge umfassen) und erweiterbaren Datenbank gute Dienste.

Wünschenswert und sinnvoll für die nächste Programmversion wäre eine erweiterte Datenbank (aktuell umfasst sie ca. 340.000 Einträge), ein Zusatzmodul für einen Thesaurus (Synonymwörterbuch) und eventuell eine Rechtschreibkorrektur bzw. fehlertolerante Suchfunktion für die eingegebenen Begriffe.

Auf der Programm-CD befindet sich neben dem XQuick-Paket in den Formaten .rpm und .deb noch eine Light-Version der aktuellen Linux-Distribution easyLinux 2.000. Zum Lieferumfang gehört außerdem ein kleines, gut gemachtes Booklet, das die Installation und Anwendung der Software beschreibt.

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LinuxUser 03/2012

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