Klassiker der Bildbearbeitung

In Sachen Übersichtlichkeit und Bedienerfreundlichkeit deutlich zugelegt: Bildbearbeitung GIMP

Auch auf die Gefahr hin, dass ich viele Leser langweile, möchte ich doch die vielen Linux-Neulinge kurz auf eines der Vorzeige-Projekte der Open-Source-Gemeinde aufmerksam machen. The GIMP (GNU Image Manipulation Program) ist ein Universal-Bildbearbeitungsprogramm, das sich ähnlich wie Photoshop besonders für Aufgaben wie das Retouchieren von Fotos oder das Erstellen und Verwalten von Bilddateien eignet. Die 1.2-Prerelease 1.1.22 von GIMP protzt nicht mehr nur wie gewohnt in Sachen Funktionsvielfalt, sondern ist auch Beweis dafür, dass die Entwickler inzwischen mehr Wert auf Bedienkomfort legen als in der Vergangenheit.

Bereits bei der Benutzerinstallation fällt angenehm auf, dass man sich die Mühe gemacht hat, ansprechendere Benutzerdialoge zu implementieren. GIMP präsentiert sich auch nach dem Programmstart wesentlich übersichtlicher. Obwohl gegenüber älteren Versionen eine Vielzahl neuer Features hinzugekommen sind, findet man in der Regel auf Anhieb die gewünschte Funktion. Außerdem wurde eine umfassende (Kontext-) Hilfe integriert, die dem Benutzer bei Verständnisfragen zur Seite steht.

Keine Frage: GIMP stellt eine vollwertige Alternative zu kommerziellen Bildbearbeitungsprogrammen dar.

Grafische Helferchen für GNOME

Neben der neuen Version des Klassikers GIMP bringt GNOME 1.2 zwei weitere grafische Tools mit, die speziell für den Einsatz unter GNOME konzipiert wurden: Eye of Gnome ist ein einfaches Bildbetrachtungs- und Katalogisierungsprogramm. Bisher (Version 0.3.0) beschränkt sich seine Funktionalität allerdings auf das Anzeigen von Bildern mit verschiedenen Zoom-Faktoren.

Mit Icon Edit lassen sich, wie der Name bereits stark vermuten lässt, Icons für GNOME erstellen bzw. editieren. In der Version 1.0.6 gibt es leider, unabhängig vom verwendeten Window Manager, noch Probleme beim Einstellen der Fenstergröße.

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