Futter für den Gnom
Überblick: aktuelle gtk+-Anwendungen für Helix GNOME
Internet-Clients für alle Zwecke
Wundern Sie sich, woher Ihre Bekannten plötzlich all die tollen Musikstücke haben? Des Rätsels Lösung ist womöglich ein Napster-Client, mit dem Ihre Bekannten neue MP3s aus dem weltweiten Napster-Netz holen. Obwohl dieses Vorgehen rechtlich auf wackeligen Füßen steht, gibt es natürlich auch einen komfortablen Napster-Client für GNOME. Dieser heißt gnapster und bietet einen enormen Funktionsumfang, der kaum Wünsche offen lässt. Neben der standardmäßigen MP3-Suche über den offiziellen Napster-Server kann man auch eine Verbindung zu den sogenannten OPENNAP-Servern aufbauen, auf denen sich neben Audio-Daten auch Video-, Bild- und andere Dateien finden lassen.
Im Gegensatz zum Windows-Pendant stellt gnapster die angebotenen Verzeichnisse nicht in einer langen Liste, sondern in einer übersichtlicheren Baumstruktur dar. Außerdem ordnet gnapster alle unvollständig heruntergeladenen Dateien einem eigenen Verzeichnis zu, damit Sie auf einen Blick erkennen, ob der Download geglückt ist – Resume-Funktion (also Fortsetzen eines abgebrochenen Downloads) selbstverständlich inbegriffen! Seien Sie aber beim Einsatz von gnapster vorsichtig. Inzwischen existieren Programme (z. B. Media Enforcer), die illegale Napster-Aktivitäten registrieren. Außerdem existieren Berichte über Sicherheitslücken in Napster-Clients, die es einem Angreifer leicht machen, Ihr System auszuspionieren.
ICQ oder AIM
Ähnlich unsicher wie der Napster-Dienst, aber mindestens ebenso praktisch sind die Internet-Dienste ICQ (gesprochen: I Seek You) von Mirabilis und AIM (AOL Instant Messenger) von AOL. Bei ICQ ist der Name eigentlich schon Programm. Jeder, der sich beim ICQ-Server mit einer eindeutigen ID registrieren lässt, kann von anderen Teilnehmern gesucht und gefunden werden. Wenn Sie online sind und Ihren ICQ-Client gestartet haben, dann können Sie sehen, ob Bekannte, deren ICQ-Client natürlich auch aktiv sein muss, sich ebenfalls gerade im Internet befinden. Über GnomeICU kann man dann z. B. ein wenig miteinander chatten oder Dateien bzw. interessante URLs austauschen.
Der AIM-Dienst von AOL funktioniert im Prinzip genauso wie ICQ, bietet jedoch noch einige weitere Features an. Da AOL selbst bisher keinen AIM-Client für Linux zum Download anbietet, musste sich die freie Entwicklerszene mal wieder selbst helfen und einen eigenen AIM-Client schreiben. Das Resultat dieser Bemühungen ist gaim, mit dem Sie seit kurzem auch unter Linux in Kontakt mit anderen AIM-Mitgliedern treten können.
Zwei tolle Programme, wenn Sie viele Leute kennen, die häufig online sind, und Sie bereit sind, das erhöhte Sicherheitsrisiko in Kauf zu nehmen.



