Das richtige Dateisystem

Auch bei der benutzerdefinierten Installation fordert Mandrake zuerst eine Größenangabe für den Swap-Bereich. Standardmäßig benutzt Linux das Ext2-Dateisystem für die anderen Partitionen. Wie bereits oben erwähnt, besteht bei der Auswahl des Dateisystems auch die Möglichkeit, auf das Reiser-Dateisystem umzusteigen.

Mandrake bringt das Werkzeug DiskDrake mit. Mit ihm lassen sich Partitionen löschen, erstellen oder verändern. Die Oberfläche des Programms ist einfach strukturiert; der Plattenplatz wird als Balken angezeigt, in dem verschiedenfarbige Kästen die Partitionen symbolisieren. (Abb. 3)

Abbildung 3: Partitionierung mit DiskDrake

Wenn sie den leeren Bereich anklicken, erscheint ein Knopf mit der Bezeichnung create, den Sie beherzt drücken können. Im anschließenden Dialog dürfen Sie neben der Größe dann noch den Typ auswählen, und dort steht unter anderem ReiserFS.

Das Programm bietet die Möglichkeit, automatisch Partitionen für Linux zu erstellen. Aber die Voreinstellung ist nicht unbedingt günstig (sehr kleine /root-Partition, gleichgroße /usr- und /home-Partition).

Die Qual der Wahl

Nach der Partitionierung der Festplatte können sie eine Vorauswahl an Pakten treffen (Abb. 4). Ein Menü bietet Ihnen verscheidene Punkte, bzw. Sterne mit der Bezeichung KDE, Gnome oder Communication Facilities an. Über einen zusätzliche Schalter läßt sich die individuelle Auswahl aktivieren. Anschließend wählen sie jedes einzelne Paket direkt an- oder ab.

Abbildung 4: Grobe Paketauswahl

DrakX kann dabei Paketabhängigkeiten berücksichtigen, kommt aber mitunter zu merkwürdigen Feststellungen. So wollte er beispielsweise bei der Deinstallation von lynx auch die HTML-Hilfeseiten mit deinstallieren, obwohl ein anderer Browser verfügbar gewesen wäre. Die einzelnen Pakete sind aber gut gegliedert und die Baumstruktur macht die Navigation leicht.

Etwas irritierend ist sicher, dass bei den Größenangaben der einzelnen Programme in der individuellen Auswahl Kilobyte und Megabyte verwechselt wurden. Größen von 11534 Mb sind natürlich unrealistisch, aber bei 53 Mb ist nicht für jeden auf Anhieb zu erkennen, dass diese Angabe falsch ist.

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