"Are you ready to boot Linux?"

Mandrake Linux 7.1 bietet die Möglichkeit, Linux ohne Erzeugen von Linux-Partitionen zu testen: Mit Hilfe der oben beschriebenen Option Linux for Windows installation legt das Programm auf Ihrer Windows-Partition zwei Dateien an, in die die Linux-Installation hineingeschrieben wird. Die eine Datei ist für das Root-Dateisystem bestimmt; die andere für den Swap-Bereich.

Im Prinzip läuft die eigentliche Installation genauso ab, wie bei einer Installation in eine eigene Partition; allerdings sehr viel langsamer. An der Funktionalität des resultierenden Linux-Systems ändert das aber nichts.

Sollte die Windows-Partition zu klein sein, um Linux in zwei Dateien zu installieren, dann wird automatisch der DiskDrake aufgerufen, um mehr Platz zu schaffen.

Nach der Installation finden Sie zwei zusätzliche Verzeichnisse auf Ihrer Festplatte: Das eine heißt lnx4win und das andere Mandrake. Im ersten legt die Installationsroutine die beiden Dateien ab, die die Linux-Installation beinhalten. Außerdem finden Sie dort auch ein Skript mit dem Namen Uninstall, das die Linux für Windows Installation wieder problemlos löscht. Aber wer will das schon…

Kein Support

Wir möchten Sie an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass die Mandrake-Linux-Version auf der Heft-CD nicht support-berechtigt ist. Bitte nutzen Sie bei Problemen das Support-Forum auf MandrakeSoft's Homepage – wahlweise die Mailinglisten (http://www.linux-mandrake.com/de/flists.php3) oder die FAQ (häufig gestellte Fragen, http://www.linux-mandrake.com/de/faq.php3).

Auch die Redaktion kann leider keinen Installations-Support leisten.

Glossar

Reiser-Dateisystem

Das Reiser-Dateisystem wurde vom Dateisystem-Spezialisten Hans Reiser entwickelt und ermöglicht durch genaues Protokollieren der offenen Dateien ein schnelleres Wiederherstellen nach einem unerwarteten Absturz. Die Daten werden außerdem auf der Festplatte effzienter gepackt, so dass kleine Dateifragmente nicht mehr so viel Platz verschwenden.

BIOS

Das Basic Input Output System ermöglicht dem Computer eine erste Kommunikation mit der Umgebung (Hardware). Nachdem das BIOS die Kommunikation mit der Peripherie initialisiert hat, lädt es das eigentliche Betriebssystem von einem angegebenen Medium. Üblicherweise ist das die Festplatte, aber um im Notfall auch einen Start von einem anderen Medium zu ermöglichen, lässt das Bios eine andere Boot-Reihenfolge zu. Dabei kann der Benutzer festlegen, ob zuerst auf der Diskette, der Festplatte und neuerdings eben auch auf dem CD-ROM-Laufwerk nach einem bootbaren System gesucht werden soll.

Boot-Manager

Ein Boot-Manager – oder richtiger "bootstrap loader" – ist ein kleines Programm, das das eigentliche Betriebssystem lädt. Es gehört entweder in den "Master Boot Record" (MBR) der Festplatte, also den Haupt-Boot-Sektor (dann wird es vom BIOS bei jedem Neustart aufgerufen) oder in den Bootsektor der Linux-Partition; dann muss ein weiterer Boot-Manager den von Linux aktivieren.

Swap-Bereich

Der Swap-Bereich ist eine Partition, in die das Betriebssystem Daten aus dem Hauptspeicher auslagert, die gerade nicht dringend benötigt werden (dies geschieht nur, wenn der Hauptspeicher fast voll ist). Es entspricht der Swap-Datei unter Windows, ist aber effizienter, da durch Verwenden einer eigenen Partition keine Datei-Lese-Operationen nötig sind, um auf die Swap-Daten zuzugreifen.

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