Linux einfach und kompakt

Mandrake Linux 7.1

Wie bereits in den vergangenen Heften erklären wir, was Sie bei der Installation der beiliegenden Linux-Distribution beachten sollten. In der aktuellen Ausgabe liegt eine leicht abgespeckte Version der Mandrake 7.1 bei, die seit Juli 2000 im Handel ist.

Die Mandrake-Version auf der Heft-CD ist voll funktionsfähig. Sie unterstützt fast alle gängige Hardware und enthält den Kernel 2.2.15, der mit Mandrake-Erweiterungen angepasst wurde. Sie bietet außerdem als Schmanckerl die Möglichkeit, das Reiser-Dateisystem für alle Partitionen einzusetzen.

Bisher konnten alle Teile außer dem Boot-Verzeichnis auf dem Reiser-Dateisystem abgelegt werden, da bislang die Boot-Manager den Kernel nicht von einer Reiser-Partition auslesen konnten. Mandrake liefert einen Boot-Manager, der dies beherrscht.

Zudem unterstützt Mandrake 7.1 den Universal Serial Bus (USB); Mittelrad-Mäuse sind in den meisten Anwendungen verwendbar. Da auch XFree86 in der Version 4.0 vorliegt, sollten die meisten 3D-Grafikkarten unter Mandrake 7.1 laufen. Beim Test traten allerdings Schwierigkeiten mit der NVidia Riva TNT 2 auf. Das mitgelieferte XFree86 4.0 sowie die Module mussten durch neue aus dem Internet ersetzt werden.

Installationsvorbereitungen

Um Linux zu installieren, kann es notwendig sein, auf der Festplatte Platz zu schaffen, wenn diese ganz mit Windows belegt ist. Das Programm fips.exe gehörte bei vielen Distributionen bisher zum Standard, um gefüllte DOS-Partitionen zu verkleinern. Mandrake liefert anstelle von Fips das Programm DiskDrake mit – es übernimmt diese Funktion. Trotzdem ist es immer gut, wichtige Windows-Dateien vor der Installation zu sichern. Um Linux einigermaßen vernünftig zu betreiben, sollten Sie der Installation mindestens 500 Megabyte einräumen – mehr sind natürlich besser :-).

Egal, ob Sie die Linux-Installation von der CD oder mit einer Diskette starten wollen: Wichtig ist, dass die Boot-Reihenfolge Ihres Computers richtig eingestellt ist. Um dies zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern, müssen Sie einen Blick ins BIOS – das Stammhirn des Rechners – werfen.

Dazu drücken Sie unmittelbar nach einem Neustart des Computer die Taste [Entf] oder [F2]; dann gelangen Sie in die BIOS-Einstellungen. Jedes BIOS-Menü sieht anders aus, so dass an dieser Stelle keine allgemeine Vorgehensweise angegeben werden kann. Verändern Sie aber nur Einstellungen, deren Funktion Sie klar erkennen.

In jedem Fall sicher ist der Weg, aus einem anderen Betriebssystem heraus die Installation zu starten. Diesen Weg beschreiben wir weiter unten (Installation aus Windows/DOS starten).

Installation direkt von der CD

Ist Ihr Rechner entsprechend eingestellt, können Sie einfach die CD einlegen, wenn sie über ein bootfähiges CD-ROM-Laufwerk verfügen. Nach dem Neustart sehen sie den Mandrake-Begrüßungsbildschirm. Hier können Sie über die Taste [F1] mehr Informationen zur Installation erhalten oder mit der Eingabetaste gleich mit der Installation fortfahren.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Distribution aus Frankreich
    Mandrake richtet sich mit seiner Version an die Umsteiger von Windows. Die einfache und grafische Installation führt zu einem System, bei dem KDE als Standard-Desktop eingerichtet wird, so dass das Look'n'Feel dem der alten Desktop-Umgebung bei ersten Start sehr ähnlich ist. Wichtige Dienste werden automatisch gestartet und stehen sofort zur Verfügung.
  • Aktuelle Linux-Distributionen im Vergleich
    Die "großen Drei", SuSE, Mandrake und Red Hat, haben ihre Distributionen auf den aktuellen Stand gebracht. In der letzten Ausgabe des LinuxUser haben wir Ihnen diese bereits kurz vorgestellt, nun soll ein Vergleichstest in die Tiefe gehen.
  • Kurztest: Red Hat 7.1 und Mandrake 8.0
    I>Vor kurzem hat die Firma Red Hat eine neue Version ihrer gleichnamigen Linux-Distribution fertiggestellt. LinuxUser hat Red Hat 7.1 ein bisschen auf den Zahn gefühlt.
  • Mehrere Distributionen nebeneinander installieren
    Eine neue Linux-Distribution einfach einmal auszuprobieren, ist nicht immer leicht: Windows und das bisherige Linux-System dürfen nicht beschädigt werden, auf der anderen Seite möchte man aber auf die Bookmarks und Mails nicht verzichten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie alles unter einen Hut bekommen.
  • Der "Grand Unified Boot Loader" GRUB
    Der für GNU/Hurd entwickelte Boot-Manager GRUB stellt dank vieler Features eine wirkliche Alternative zum Linux-Standard-Boot-Manager LILO dar. Wir zeigen, wie der Umstieg funktioniert.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 09/2016: Ciao, Windows!

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Scannen nicht möglich
Werner Hahn, 19.08.2016 22:33, 3 Antworten
Laptop DELL Latitude E6510 mit Ubuntu 16,04, Canon Pixma MG5450. Das Drucken funktioniert, Scann...
Wie kann man das berichtigen
Udo Muelle, 17.07.2016 20:39, 1 Antworten
Fehlschlag beim Holen von http://extra.linuxmint.com/dists/rosa/main/binary-i386/Packages Hash-S...
Installation Genimotion
Horst Müller, 15.07.2016 17:00, 1 Antworten
Hallo, ich kann Genimotion nicht installieren. Folgende Fehlermeldung habe ich beim Aufruf erh...
Probleme beim Hochfahren der Terastaion 5400 mit Unix-Distrib
Sheldon Cooper, 10.07.2016 09:32, 0 Antworten
Hallo ihr lieben, habe seit zwei Tagen das Problem, das das NAS (Raid5) nicht mehr sauber hoch...
Mit Firewire Videos improtieren?
Werner Hahn, 09.06.2016 11:06, 5 Antworten
Ich besitze den Camcorder Panasonic NV-GS330, bei dem die Videos in guter Qualität nur über den 4...