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Mandrake Linux 7.1

Linux einfach und kompakt

01.08.2000 Wie bereits in den vergangenen Heften erklären wir, was Sie bei der Installation der beiliegenden Linux-Distribution beachten sollten. In der aktuellen Ausgabe liegt eine leicht abgespeckte Version der Mandrake 7.1 bei, die seit Juli 2000 im Handel ist.

Die Mandrake-Version auf der Heft-CD ist voll funktionsfähig. Sie unterstützt fast alle gängige Hardware und enthält den Kernel 2.2.15, der mit Mandrake-Erweiterungen angepasst wurde. Sie bietet außerdem als Schmanckerl die Möglichkeit, das Reiser-Dateisystem für alle Partitionen einzusetzen.

Bisher konnten alle Teile außer dem Boot-Verzeichnis auf dem Reiser-Dateisystem abgelegt werden, da bislang die Boot-Manager den Kernel nicht von einer Reiser-Partition auslesen konnten. Mandrake liefert einen Boot-Manager, der dies beherrscht.

Zudem unterstützt Mandrake 7.1 den Universal Serial Bus (USB); Mittelrad-Mäuse sind in den meisten Anwendungen verwendbar. Da auch XFree86 in der Version 4.0 vorliegt, sollten die meisten 3D-Grafikkarten unter Mandrake 7.1 laufen. Beim Test traten allerdings Schwierigkeiten mit der NVidia Riva TNT 2 auf. Das mitgelieferte XFree86 4.0 sowie die Module mussten durch neue aus dem Internet ersetzt werden.

Installationsvorbereitungen

Um Linux zu installieren, kann es notwendig sein, auf der Festplatte Platz zu schaffen, wenn diese ganz mit Windows belegt ist. Das Programm fips.exe gehörte bei vielen Distributionen bisher zum Standard, um gefüllte DOS-Partitionen zu verkleinern. Mandrake liefert anstelle von Fips das Programm DiskDrake mit – es übernimmt diese Funktion. Trotzdem ist es immer gut, wichtige Windows-Dateien vor der Installation zu sichern. Um Linux einigermaßen vernünftig zu betreiben, sollten Sie der Installation mindestens 500 Megabyte einräumen – mehr sind natürlich besser :-).

Egal, ob Sie die Linux-Installation von der CD oder mit einer Diskette starten wollen: Wichtig ist, dass die Boot-Reihenfolge Ihres Computers richtig eingestellt ist. Um dies zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern, müssen Sie einen Blick ins BIOS – das Stammhirn des Rechners – werfen.

Dazu drücken Sie unmittelbar nach einem Neustart des Computer die Taste [Entf] oder [F2]; dann gelangen Sie in die BIOS-Einstellungen. Jedes BIOS-Menü sieht anders aus, so dass an dieser Stelle keine allgemeine Vorgehensweise angegeben werden kann. Verändern Sie aber nur Einstellungen, deren Funktion Sie klar erkennen.

In jedem Fall sicher ist der Weg, aus einem anderen Betriebssystem heraus die Installation zu starten. Diesen Weg beschreiben wir weiter unten (Installation aus Windows/DOS starten).

Installation direkt von der CD

Ist Ihr Rechner entsprechend eingestellt, können Sie einfach die CD einlegen, wenn sie über ein bootfähiges CD-ROM-Laufwerk verfügen. Nach dem Neustart sehen sie den Mandrake-Begrüßungsbildschirm. Hier können Sie über die Taste [F1] mehr Informationen zur Installation erhalten oder mit der Eingabetaste gleich mit der Installation fortfahren.

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LinuxUser 03/2012

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