K-tools

Erlesen

In dieser Rubrik stellen wir Monat für Monat Tools vor, die sich bei der Arbeit unter KDE als besonders nützlich erweisen, eine Aufgabe erfüllen, die sonst geflissentlich unbeachtet bleibt, oder einfach nur zu den netten Dingen im Leben gehören, die man – einmal entdeckt – nicht mehr missen möchte.

Dass die großen Klassiker der Welt-Literatur auch in den Zeiten von Computer und Co. noch lange nicht aus der Mode sind, beweist seit einiger Zeit recht eindrucksvoll das Gutenberg-Projekt. Dank der tatkräftigen Mithilfe von Leseratten rund um den Globus stehen mittlerweile weit über 2000 Bücher von Shakespeare, Goethe oder Poe auf diversen FTP-Server in Form von sogenannten Etexts zum Download bereit.

Neuere Werke sucht man leider noch vergebens, da bis dato nur Bücher zum Herunterladen angeboten werden können, deren Copyright abgelaufen ist. Die deutsche Ausgabe mit mehr als 300 deutschen Klassik-Autoren findet sich unter http://gutenberg.aol.de/. Im Folgenden wollen wir Ihnen mit Kgutenbook ein Programm vorstellen, das das Downloaden und Lesen von "Romeo und Julia" zu einem komfortablen Vergnügen macht.

Gegen die Leere im virtuellen Bücherregal

Kgutenbook macht es Ihnen leicht, Ihr virtuelles Bücherregal zu füllen. Einmal installiert – die neueste Version findet sich stets unter ftp://ftp.kde.org/pub/kde/unstable/apps/network/ – brauchen Sie im Folgenden nur noch Kgutenbooks Kommandos zu folgen.

Nach Start des Programms via K-Menü-->Anwendungen-->Kgutenbook müssen Sie sich zuerst einmal entscheiden, welchen Browser es benutzen soll (Abbildung 1). Wählen Sie hier den kfm, da das Zusammenspiel von KDE-Programmen untereinander meist bestens funktioniert.

Abbildung 1: Welcher Browser darf es sein?

Um das Programm endgültig zu konfigurieren, sollten Sie nun eine Verbindung zum Internet herstellen, da Kgutenbook im Anschluss von Ihnen wissen möchte, über welchen FTP-Server Sie sich künftig mit Ihren Lieblingsklassikern versorgen wollen. Klicken Sie von daher im Popup-Fenster aus Abbildung 2 auf den Button Now, und laden Sie durch einen Klick auf den Button Download im daraufhin erscheinenden Fenster (Abbildung 3) eine Liste aller verfügbaren Server herunter (Abbildung 4).

Abbildung 2: Wählen Sie den FTP-Server lieber direkt aus!
Abbildung 3: Immer her damit!
Abbildung 4: Mirror-Sites wie Sand am Meer

Eine ganz schön lange Liste, nicht wahr? Sobald Sie sich für einen Server entschieden haben, bestätigen Sie Ihre Wahl mit einem Klick auf den OK-Button. Kgutenbook begrüßt Sie nun mit seinem noch recht leeren Hauptfenster (Abbildung 5).

Abbildung 5: Ein unbeschriebenes Blatt

Um dieses zu füllen, müssen Sie jetzt noch ein wenig online bleiben und im nächsten Schritt den Index aller verfügbaren Bücher auf die heimische Festplatte herunter laden. Klicken Sie dazu bitte auf das Pfeil-Icon in der ersten Reihe der Menüleiste. Sobald der Download beendet ist, zeigt Ihnen Kgutenbook automatisch, was so alles an Lesestoff auf dem FTP-Server auf Sie wartet (Abbildung 6). Wer diese Liste erst einmal in Ruhe studieren möchte, kann jetzt offline gehen. Hat man seine Entscheidung hingegen schon getroffen, lädt man den Text durch einen Klick auf den entsprechenden Titel direkt herunter.

Abbildung 6: Welches Schweinderl hätten S' denn gern?

Lies mich!

Sobald die Bücher sicher auf Ihrer Festplatte gelandet sind, können Sie jederzeit durch einen Klick auf das Buch-Icon in der Menüleiste des Hauptfensters in Ihrem virtuellen Bücherregal herum stöbern (Abbildung 7). Suchen Sie sich aus der Liste per Mausklick die passende Lektüre aus, und öffnen Sie das betreffende Buch durch einen Klick auf das Bücher-Icon (Abbildung 8).

Abbildung 7: Treffen Sie Ihre Wahl!
Abbildung 8: Eine andere Art des Bücherlesens

Nun müssen Sie das Schätzchen nur noch lesen. Geblättert wird mit den Pfeiltasten in der zweiten Reihe der Menüleiste. Auch virtuelle Eselsohren sind möglich: Wenn Sie irgendwo ein Buchzeichen setzen möchten, klicken Sie lediglich auf das Häkchen-Icon, und schon bringt Sie ein Klick auf das rote Fähnchen jederzeit an diese Stelle zurück. Sollten Sie beim Schmökern der Klassiker so richtig auf den Buch-Geschmack gekommen sein und wollen nun die Werke lieber Schwarz auf Weiß gedruckt in den Händen halten – kein Problem: Ein Klick auf das Drucker-Icon, und Kgutenbook legt los. (pju)

Copyright © 2000 Linux-Magazin-Verlag

Glossar

FTP

Abkürzung für "File Transfer Protocol". FTP stellt eine Methode dar, Dateien von einem Rechner zum anderen zu transferieren. Daran beteiligt sind der FTP-Server, das heißt das Programm oder der Rechner, das/der die Daten bereit stellt, und der FTP-Client, also der Rechner/die Software, der/die die Daten holt.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • K-tools
    In dieser Rubrik stellen wir Monat für Monat Tools vor, die sich bei der Arbeit unter KDE als besonders nützlich erweisen, eine Aufgabe erfüllen, die sonst geflissentlich unbeachtet bleibt, oder einfach nur zu den netten Dingen im Leben gehören, die man – einmal entdeckt – nicht mehr missen möchte.
  • K-tools
    In dieser Rubrik stellen wir Monat für Monat Tools vor, die sich bei der Arbeit unter KDE als besonders nützlich erweisen, eine Aufgabe erfüllen, die sonst geflissentlich unbeachtet bleibt, oder einfach nur zu den netten Dingen im Leben gehören, die man – einmal entdeckt – nicht mehr missen möchte.
  • K-tools
    Je stärker Sie auf Ihre E-Mails angewiesen sind, desto nützlicher ist das K-Tool dieses Monats – trotz seines etwas seltsamen Namens: Kbiff. Denn dieses Progrämmchen hält Sie über Ihre elektronische Korrespondenz auf dem Laufenden. Sagen Sie ihm nur, welche Mailboxen überwacht werden sollen, und KBiff wird es tun.
  • K-Tools – Nützliche Tools für KDE
    In dieser Rubrik stellen wir Monat für Monat Tools vor, die sich bei der Arbeit unter KDE als besonders nützlich erweisen, eine Aufgabe erfüllen, die sonst geflissentlich unbeachtet bleibt, oder einfach nur zu den netten Dingen im Leben gehören, die man – einmal entdeckt – nicht mehr missen möchte.
  • K-tools
    In dieser Rubrik stellen wir Monat für Monat Tools vor, die sich bei der Arbeit unter KDE als besonders nützlich erweisen, eine Aufgabe erfüllen, die sonst geflissentlich unbeachtet bleibt, oder einfach nur zu den netten Dingen im Leben gehören, die man – einmal entdeckt – nicht mehr missen möchte.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 10/2016: Kryptographie

Digitale Ausgabe: Preis € 0,00
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

zweites Bildschirm auf gleichem PC einrichten
H A, 30.09.2016 19:16, 2 Antworten
Hallo, ich habe Probleme mein zweites Bildschirm einzurichten.(Auf Debian Jessie mit Gnome) Ich...
Probleme mit MPC/MPD
Matthias Göhlen, 27.09.2016 13:39, 2 Antworten
Habe gerade mein erstes Raspi Projekt angefangen, typisches Einsteigerding: Vom Raspi 3B zum Radi...
Soundkarte wird erkannt, aber kein Ton
H A, 25.09.2016 01:37, 6 Antworten
Hallo, Ich weiß, dass es zu diesem Thema sehr oft Fragen gestellt wurden. Aber da ich ein Linu...
Scannen nur schwarz-weiß möglich
Werner Hahn, 20.09.2016 13:21, 2 Antworten
Canon Pixma MG5450S, Dell Latitude E6510, Betriebssyteme Ubuntu 16.04 und Windows 7. Der Canon-D...
Meteorit NB-7 startet nicht
Thomas Helbig, 13.09.2016 02:03, 4 Antworten
Verehrte Community Ich habe vor Kurzem einen Netbook-Oldie geschenkt bekommen. Beim Start ersch...