Gelungene Aufholjagd
Desktop-Alternative GNOME 1.2
Drag & Drop und Cut & Paste
Unter Drag & Drop versteht man die Funktionalität eines Desktops, Objekte (z. B. Dateien, Verzeichnisse, Links) durch einfaches Ziehen (Drag: Objekt mit gedrückter linker Maustaste bewegen) von einer Stelle im Desktop und gezieltem Fallenlassen desselben an einer anderen Stelle (Drop: Loslassen der linken Maustaste über gewünschter Stelle) transportieren zu können. GNOME ist prinzipiell Drag & Drop-fähig, wenngleich es durchaus noch viele GNOME-Anwendungen gibt, die diese Funktionalität (noch) nicht unterstützen. Wenn Sie bereits unter Windows gearbeitet haben, werden Sie diese komfortable Art des Objekt-Handlings unter Linux nicht missen möchten.
Auch Cut & Paste gehört zu den "Errungenschaften" moderner Desktop-Umgebungen, die das Leben eines Anwenders ungemein erleichtern können. Klassische X11-Anwendungen (wie z. B. der XEmacs) unterstützen zwar auch schon das Markieren, Kopieren/Ausschneiden (Cut) und Wiedereinfügen (Paste) von Textstellen innerhalb eines Dokuments. Sobald man aber dokument- oder gar anwendungsübergreifend Objekte "cutten" und "pasten" will, benötigt man eine moderne Desktop-Umgebung wie KDE oder GNOME, die mit derartigen Aufgaben zurechtkommt.
Session-Management
Eine zentrale Funktionalität moderner Desktops ist schließlich das sogenannte Session-Management. Darunter versteht man die Fähigkeit, den Desktop benutzerabhängig zu verwalten. GNOME legt für jeden Benutzer nach dem ersten Login ein eigenes Verzeichnis ein, in dem alle Desktop-Einstellungen für diesen Benutzer gespeichert werden. Wenn Sie sich einen individuellen Desktop einrichten oder bestimmte Anwendungsprogramme beim Beenden der GNOME-Sitzung nicht explizit verlassen, dann merkt sich GNOME den letzten Zustand des Benutzer-Desktops und wird beim nächsten Login desselben Benutzers versuchen, den alten Zustand so weit wie möglich wiederherzustellen.



