Ein Gnome mit riesigen Funktionen

Im ersten Erscheinungsbild gleicht Gnome-Find den beiden anderen Programmen: Zwei Eingabezeilen fordern vom Benutzer Name und Speicherort (Abbildung 4). Das Ergebnis der Suche wird in einem separaten Fenster angezeigt. Dort ermöglicht eine Reihe von Symbolen den direkt Zugriff. Anders als bei den ersten beiden Programmen erlaubt Gnome-Find die Suche nach mehreren Dateien gleichzeitig in verschiedenen Verzeichnissen. Das Ergebnis wird für jede Datei in einem eigenen Fenster dargestellt.

Abbildung 4: Mit Advanced search eröffnen sich viele weitere Optionen

Gnome-Find wartet jedoch mit einer ganzen Fülle weiterer Funktionen auf. Sie verstecken sich unter dem Knopf Advanced Search. Neben dem letzten Zugriff, dem Speicherort oder der Speicherzeit lassen sich hier beispielsweise auch die Rechte von Dateien als Parameter einstellen.

Die zahlreichen Funktionen, die im Prinzip dem Befehl 'find' entsprechen, bergen die Gefahr der Unübersichtlichkeit. Dieser Eindruck der Überfunktionalität verstärkt sich durch eine umfangreiche Sammlung an Voreinstellungen: Unter dem Menüpunkt Preferences auf der Karteikarte Windows lassen sich die verschiedenen Fenstergrößen in ihrem letzten Zustand speichern.

Sinnvoll dagegen ist die Möglichkeit, die Kommandos für den Direktzugriff anzupassen. KFind erlaubt Ihnen nur die Wahl eines Archivprogramms, mit dem Dateien aus dem Suchergebnis gepackt werden können. Die Windows-Suchfunktion ist nicht konfigurierbar. Durch das ähnliche Look-and-Feel wird Ihnen die Suche nach Dateien unter Linux nicht schwerfallen.

Glossar

Wildcard

Mit wildcard wird ein Platzhalter bezeichnet. Er hilft Ihnen bei der Suche, wenn Sie sich nicht mehr an den vollständigen Namen der Datei erinnern können. Suchen sie beispielsweise nach ?aus liefert der Computer ihnen alle Dateien, die auf -aus enden und davor einen beliebigen Buchstaben haben. Bei der Suche nach *aus kann vor der Endung eine beliebige Zeichenkette stehen. Neben den auch von Windows bekannten Zeichen "*" und "?" gibt es noch die Möglichkeit, an einer Stelle mehrere Zeichen zuzulassen: dazu werden eckige Klammern verwendet. So steht etwa "[KLR]auf" für die Dateinamen Kauf, Lauf und Rauf. Auch ganze Bereiche können in den Klammern angegeben werden: "[a-zA-Z]*" sucht nach allen Dateien, die mit einem Klein- oder Großbuchstaben anfangen.

case-sensitive

So wird Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinschreibung genannt. Dabei spielt es keine Rolle, an welcher Stelle des Wortes sich die Buchstaben unterscheiden: Also auch gedicht.txt und gedicHt.txt sind verschieden.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Suchen im Dateisystem
    Mehr als hunderttausend Dateien liegen in einem gut ausgestatteten Linux-System. Im eigene Home-Verzeichnis tummeln sich oft nicht weniger. Diverse Tools zur Dateisuche helfen, sich im Datendschungel zurecht zu finden.
  • Wo versteckt Linux die Programme?
    Alles neu, alles anders. Steigen Sie auf Linux um, heißen viele Programme auf einmal anders. Wir erklären, wie Sie unter Linux die relevanten Anwendungen finden.
  • Suchmaschinenübergreifendes Frontend Catfish
    Statt sich auf der Suche nach der gewünschten Information mühsam durch die Datenberge zu wühlen, verwenden Sie einfach Catfish – und sind so nur einen Klick vom Resultat entfernt.
  • Tausende Dateien und Ordner: den Überblick behalten
    Überquellende Papierstapel mit unsortierter Post erschweren die Suche nach einem wichtigen Dokument, und das gilt analog auch für digitale Dokumente auf dem Linux-PC. Wir präsentieren Lösungen für eine aufgeräumte Platte, auf der Sie schnell finden, was Sie suchen.
  • Zu Befehl
    Auch wenn sich viele Dinge bequem über grafische Oberflächen wie KDE oder GNOME regeln lassen – wer sein Linux-System richtig ausreizen möchte, kommt um die Kommandozeile nicht herum. Abgesehen davon gibt es auch sonst viele Situationen, wo es gut ist, sich im Befehlszeilendschungel ein wenig auszukennen.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2016: Neue Desktops

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Drucker Epson XP-332 unter ubuntu 14.04 einrichten
Andrea Wagenblast, 30.11.2016 22:07, 2 Antworten
Hallo, habe vergeblich versucht mein Multifunktionsgerät Epson XP-332 als neuen Drucker unter...
Apricity Gnome unter Win 10 via VirtualBox
André Driesel, 30.11.2016 06:28, 2 Antworten
Halo Leute, ich versuche hier schon seit mehreren Tagen Apricity OS Gnome via VirtualBox zum l...
EYE of Gnome
FRank Schubert, 15.11.2016 20:06, 2 Antworten
Hallo, EOG öffnet Fotos nur in der Größenordnung 4000 × 3000 Pixel. Größere Fotos werden nic...
Kamera mit Notebook koppeln
Karl Spiegel, 12.11.2016 15:02, 2 Antworten
Hi, Fotografen ich werde eine SONY alpha 77ii bekommen, und möchte die LifeView-Möglichkeit nu...
Linux auf externe SSD installieren
Roland Seidl, 28.10.2016 20:44, 1 Antworten
Bin mit einem Mac unterwegs. Mac Mini 2012 i7. Würde gerne Linux parallel betreiben. Aber auf e...