nscache_mini.jpg

Versteckte Schätze

out of the box

01.07.2000
Es gibt tausende Tools und Utilities für Linux. "out of the box" pickt sich die Rosinen raus und stellt pro Monat ein Progrämmchen vor, das wir für schlichtweg unentbehrlich oder aber zu Unrecht wenig beachtet halten. Im folgenden Artikel wird der Cache-Browser nscache vorgestellt.

Nach einer ausgiebigen Surf-Sitzung mit dem unter Linux wohl verbreitetsten Web-Browser Netscape befindet sich ein ganzer Zoo von Dateien im persönlichen Disk-Cache des jeweiligen Benutzers. Um diesen zu sichten, bietet Netscape selbst nur sehr begrenzte Möglichkeiten. Wesentlich mehr aus den achtlos abgelegten Daten macht NScache, ein Browser für Netscapes Disk-Cache.

Alter Bekannter

Stefan Ondrejicka, der Autor des Programms, ist vielen bereits bekannt durch pavuk, ein Downloadtool für Web-Seiten, das ich im Linux-Magazin 03/1999 besprochen habe. NScache hat seine Homepage (http://nscache.sourceforge.net/<I>) bei Sourceforge, das noch viele andere Open-Source-Projekte beheimatet. Da das Programm in kompilierter Form bisher nur für Red Hat Linux 6.1 angeboten wird, holen wir uns stattdessen die Quellen und kompilieren es selbst.

Was braucht man?

Als Voraussetzung für die Installation müssen GTK+ (Version 1.2.0 oder höher) und die Berkeley Database Library vorhanden sein.

Mit der Datei nscache-0.3.tgz (Heft-CD!) im Gepäck können wir zur eigentlichen Installation schreiten:

cp /mnt/cdrom/LinuxUser/ootb/nscache-0.3.tgz .
tar xzf nscache-0.3.tgz
cd nscache-0.3
./configure
make
su -   (root-Passwort eingeben)
make install
exit

Falls bei configure oder make ein Fehler auftritt, liegt das unter Umständen daran, dass die nötigen Bibliotheken zwar installiert sind, nicht aber die zugehörigen Entwickler-Pakete. Diese werden bei den Distributionen von den eigentlichen Bibliotheken getrennt und sind am dev oder devel im Namen erkennbar. Ihre Installation müssen Sie nachholen, bevor Sie zur NScache-Übersetzung übergehen können.

Wenn die Kompilierung mit make erfolgreich abgeschlossen wurde, verschaffen wir uns mit dem Kommando "su -" root-Rechte, um das Programm mit make install unterhalb des /usr/local-Verzeichnisasts abzulegen. Mit dem nachfolgenden exit geben wir die root-Rechte wieder auf.

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