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Warum überhaupt Linux?

Volkers alternatives Editorial

01.07.2000

Nun, betrachten wir doch einfach die für die normale Projektarbeit eingesetzte Alternative zur Sicherung von Ergebnistypen von Prozessen. Das meisteingesetzte ist sicherlich das MS-Office-Paket, und dieses hat leider einige Nachteile. Es ist nämlich schon so weit aufgedunsen, dass es beträchtlich an Masse (und Kosten) zugenommen hat.

Das Problem mit der Masse ist bekannt – wird sie zu hoch, so krümmt sich der Projektraum, und tatsächlich haben etliche Projekte mit MS-Office unter Beweis gestellt, dass ihr Projektraum nicht nur gebogen, sondern total krumm ist. Es geht sogar soweit, dass sich durch Ansammlung immer weiterer Ergebnistypen und damit auch nichtgelesener Instanzen (also MS-Word-Dokumente) die Platten mit soviel Masse füllen, dass sich durch die Gravitationseinwirkung ein gewisser Ereignishorizont bildet, der das Herausfließen von Informationen verunmöglicht. Alle Außenstehenden fragen sich, was die im Projekt eingentlich tun, und das Projekt selbst saugt immer weiter Arbeitskräfte, Geld und Information an, um sie in ein strukturloses Nichts zu verwandeln.

Es versteht sich von selbst, dass sich durch die angesammelte Masse auch die Projektzeit dehnt (z. B. beim Öffnen von Word-Dokumenten), und die Zeit in der Welt außerhalb scheint im Fluge zu vergehen, denn dauernd werden Endtermine zu zukünftigen Ereignissen.

Wenn schließlich so ein großer MS-Projektriese seine gesamte Umgebung aufgesogen hat, verdampft er langsam sinnlos seine gesammelte Energie zum Trotze aller Strategiephasen in die Außenwelt.

Das wäre Ihnen in einem Linux-zentrischen Weltbild nicht passiert. Nun gut, Kritiker meinen, bei dem Linux-Universum handelt es sich um ein kryptifiziertes Paralleluniversum der bekannten MS-Welt, doch keiner kennt sich so recht aus in dieser Parallelwelt. Es existiert eine gewisse Unbestimmtheitsrelation, die dafür sorgt, dass man sich immer mal wieder mit dem Thema beschäftigen muss.

Hier ist es ein "pg", dort ein "less". Es gibt also ein gewisse Unschärfe, die es mit allen anderen Paralleluniversen zu verbinden scheint. Wird es möglich sein, eine allgemeingültige Formel aufzustellen, die es schafft, diese beiden Theorien zu verbinden? Sicherlich bedeutet dann e=mc^2: "Sind Sie sicher, dass sie das Dokument speichern wollen." Doch was wird uns die Linux-Welt liefern? rm -r * ???

Der Autor

Volker Schmitt ist Mathematiker, Mathematiker und Mathematiker. Das dürfte aber schon aus dem Text deutlich werden… Neben seiner Arbeit bei einer Versicherung gibt er darum gerne gute Ratschläge, wie sich Probleme durch "Tensorieren" lösen lassen.

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