Napster

MP3-Sammelsucht unter Linux

01.07.2000
Auch bei Linux-Anwendern erfreuen sich MP3-Musikdateien einer ständig wachsenden Beliebtheit. Da ist es wenig verwunderlich, dass es auch für das momentane Lieblingskind der MP3-Fan-Gemeinde, Napster, Portierungen der Original-Windows Software gibt.

Das Napster-Prinzip selbst ist einfach. Über einen speziellen Napster-Server haben Internet-User die Möglichkeit, MP3-Dateien direkt miteinander auszutauschen. Die eigenen MP3-Dateien können dabei auf dem heimischen Rechner für andere Benutzer freigeschaltet werden. Gleichzeitig hat man selbst die Möglichkeit, MP3-Dateien anderer Napster-Benutzer herunter zu laden.

Die erhältlichen Napster-Programme haben dabei keine andere Aufgabe, als Sie auf dem Napster-Server anzumelden, die Suche nach einem bestimmten Musikstück vorzunehmen und letztendlich den Download eines gesuchten Stücks vorzunehmen.

Schon heute existieren für Linux beinahe ein Dutzend Klone des Orginal-Windows-Napsters, die diesem bezüglich des Funktionsumfangs – wenn überhaupt – nur geringfügig nachstehen. Die beiden bekanntesten sind dabei mit Sicherheit gNapster und Knapster, die ursprünglich für Gnome bzw. KDE entwickelt wurden. Die Einrichtung dieser beiden Programme verläuft weitestgehend ähnlich, weshalb wir sie im Folgenden am Beispiel des Knapsters genauer erläutern möchten.

Installation

Ist Knapster noch nicht auf Ihrem Rechner installiert, müssen Sie das Programm zunächst aus dem Internet herunterladen. (Wir haben Ihnen diese Aufgabe bereits abgenommen; Sie finden auf der Heft-CD verschiedene Napster-Versionen.) Die Homepage von Knapster ist http://knapster.netpedia.net/. Für einen ersten Einblick in das Programm ist es dabei am einfachsten, die dort erhältlichen Binär-Dateien in Form von RPM-Paketen herunter zu laden, da diese direkt ausführbar sind und bei der Installation die geringsten Schwierigkeiten bereiten. Ist dies geschehen, können Sie die mit der eigentlichen Installation von Knapster beginnen. Dazu wechseln Sie in das Verzeichnis, in dem Sie die RPM-Datei gespeichert haben und geben in der Textkonsole den Befehl

rpm -i knapster-0.10-1.i386.rpm

ein. Von nun an lässt sich das KDE-Tool Knapster einfach durch Eingabe von

knapster

in einem Konsolen-Fenster starten.

Knapster konfigurieren

Die Konfiguration von Knapster selbst ist äußerst einfach, und die einzige Voraussetzung ist ein unter Linux funktionstüchtiger Internet-Zugang. Alle für Knapster nötigen Einstellungen werden in der Menüzeile unter Options/Preferences vorgenommen. Dort gilt es zunächst, Ihren Usernamen sowie Ihr Passwort und die E-Mail-Adresse anzugeben. Haben Sie bereits unter Windows einen Zugang angelegt, können Sie hier selbstverständlich Ihre alten Benutzerdaten eintragen. Melden Sie sich dagegen erstmals am Napster-Server an, sollten Sie das Optionsfeld Logon as new user aktivieren: Napster nimmt Ihnen dann beim ersten Verbindungsaufbau zum Server alle nötigen Formalitäten ab. Wesentlich mehr Einstellungen sind eigentlich an dieser Stelle nicht nötig. Es empfiehlt sich jedoch, im Karteikartenregister Connection die Geschwindigkeit Ihres Internet-Zugangs festzulegen, damit Sie und andere Napster-User abschätzen können, wie lange die Übertragung einer Datei dauert.

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