Ablauf der Installation

Nach dem Start der Installation (erneuter Reboot bei Installation von CD oder Bootdiskette) begrüßt Sie Caldera mit einem grafischen Auswahlfenster. Wenn Sie sich nicht bereits zu den Linux-Experten zählen, sollten Sie den empfohlenen Standard install mode bestätigen. Caldera lädt nun elementare Systemdienste und überprüft ihr System nach der vorhandenen Hardware. Das grafische Konfigurationstool LIZARD begrüßt Sie und bittet Sie nacheinander um die Eingabe Ihrer bevorzugten Sprache (im Normalfall Deutsch), Ihres Maustyps und Ihres Tastaturtyps (LIZARD erkennt die angeschlossene Maus und Tastatur normalerweise automatisch).

Sollten Sie anschließend Ihren Monitor wider Erwarten nicht in der (recht umfangreichen) Auswahlliste finden, dann können Sie entweder einen aus der Sparte Gängige Monitore wählen, der den Spezifikationen Ihres Monitors (siehe Monitor-Handbuch oder Monitorrückseite) recht nahe kommt oder besser gleich die genauen (und damit optimierten) Kennwerte im unten sichtbaren Formular eintragen. Vorsicht: Sie sollten auf keinen Fall einen horizontalen Sync-Bereich angeben, der die kHz-Kennzahl Ihres Monitors übersteigt, da sonst u.U. mit irreparablen Schäden an Ihrem Monitor zu rechnen ist. Nun können Sie noch den gewünschten Standard-Grafikmodus wählen, in dem die X-Oberfläche in Zukunft gestartet werden soll. Je nach Leistung Ihrer Grafikkarte und Ihres Monitors stehen Ihnen grundsätzliche eine Reihe von Modi zur Verfügung. Aus ergonomischen Gründen erscheint bei einem 15"-Monitor im Normalfall die Auflösung 800*600 noch sinnvoll, 17"-Monitore eignen sich in der Regel noch gut für die Darstellung von 1024*768 Bildpunkten. Nachdem Sie sich für einen Modus entschieden haben, sollten Sie unbedingt den Button Modus testen anklicken, um die gewählten Einstellungen zu testen.

Monitor-Auswahl: Das Installationsprogramm kennt viele Modelle
Der Lizard bietet während der Installation eine Online-Hilfe

Nun müssen Sie angeben, auf welche Partition(en) Calderas eDestkop installiert werden soll. Wenn Sie vor Beginn der Installation bereits Partitionen für Linux angelegt haben, dann können Sie den Punkt Vorbereitete Partition(en) bestätigen, andernfalls müssen Sie die Partitionierung Ihrer Festplatte über den Punkt Benutzerdefiniert vornehmen. Wählen Sie den Punkt Gesamte Platte wirklich nur dann, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie auf der Festplatte keine Daten mehr besitzen, die Sie noch brauchen und sich sicher sind, dass Linux von nun an Ihr einziges Betriebssystem sein soll. Falls nicht bereits vorhanden, legen Sie die Linux-Partitionen mit dem Partitionierungsprogramm von LIZARD an. Wie oben bereits erwähnt, sollten Sie mindestens eine 64 bis maximal 128 MB große Swap-Partiton (Dateisystem auf Linux-Swap ändern) und eine möglichst große Linux-Rootpartition (symbolisiert durch den Mountpoint /) anlegen und dabei darauf achten, dass letztgenannte sich auf Ihrer Festplatte unterhalb der ersten 1024 Zylinder befindet. Nach der Formatierung der Linux-Partition(en) können Sie sich für ein vorgegebenes Einsatzszenario entscheiden. Während der darauf folgenden Paketeinspielung können Sie noch die letzten Konfigurationsschritte erledigen. Diese sind im folgenden:

  • Benutzerkennung einrichten (Root-Passwort, Benutzerkennung(en))
  • Ethernet (Netzwerk) einrichten
  • Modem einrichten (im Falle einer vorhandenen ISDN-Karte wählen Sie bei Modell den Punkt ISDN4Linux)
  • System-Lader einrichten (hier können Sie evtl. noch vorhandene andere Betriebssysteme einbinden)
  • Drucker einrichten (Wenn Sie Ihr Drucker-Modell nicht finden, dann wählen Sie ein Modell, zu dem Ihr Drucker laut Handbuch kompatibel ist. Achtung: spezielle Windows-Drucker (GDI) werden von Linux leider nicht unterstützt! Mit dem Button Hinzufügen wählen Sie das gewünschte Drucker-Modell zur Installation aus. Durch Klick auf Button Testen... können Sie eine Testseite anfordern.)

Nach der Bestätigung der Zeitzone lädt LIZARD Sie noch auf ein kleines Pacman-Spielchen ein, bei dem Sie unterhaltsam die Zeit bis zum Ende der Paketinstallation überbrücken können. Es empfiehlt sich im Anschluss daran, das Angebot der Erstellung einer Notfalldiskette zu nutzen, damit Sie auch dann noch Ihr Linux booten können, wenn der zuvor eingerichtete System-Lader nicht (mehr) funktionieren sollte.

Wenn Sie bis hierher alles richtig gemacht haben, dann bootet Caldera nun automatisch von der Festplatte, und ein grafischer KDE-Login-Screen bittet Sie um Angabe Ihrer Benutzerdaten. Loggen Sie sich beim ersten Mal als Superuser ein (Login: root Passworteingabe, Bestätigen mit Klick auf Go!), damit Sie mit dem KDE Setup Wizard noch die letzten Konfigurationsschritte hinter sich bringen können. Unter dem KDE-Menüpunkt Einstellungen/COAS bzw. integriert im KDE Kontrollzentrum finden Sie übrigens die Konfigurationszentrale COAS von Calderas eDesktop, mit deren Hilfe Sie die bei der Installation gemachten Einstellungen ggf. noch nachträglich verändern können. Bitte loggen Sie sich anschließend wieder aus (KDE-Startleiste Abmelden) und melden sich von nun an unter Ihrer normalen Benutzerkennung ein. Wenn Sie Linux beenden wollen, dann sollten Sie das Betriebssystem unbedingt ordnungsgemäß herunterfahren (Shutdown.../Shutdown (= Herunterfahren) bzw. Shutdown.../Shutdown and restart (= Neustart) beim KDE-Login-Screen). Übrigens: Vergessen Sie nicht, beim anschließenden Neustart die Boot-Reihenfolge im BIOS wieder auf den Stand vor der Installation zurückzustellen. Zumindest sollten Sie aber die Heft-CD mit Caldera aus dem CDROM-Laufwerk entfernen – sonst beginnt nämlich die Installationsprozedur wieder von vorne (und das wollen wir doch wirklich nicht, oder? ;-)

Viel Spaß auf Ihrer Erkundungs-Tour!

Caldera setzt auf KDE; daher begrüßt Sie nach dem ersten Login der KDE Setup Wizard
Auch nach der Installation können Sie den Lizard noch verwenden; hier zur Modem-Konfiguration
Zur Paketverwaltung wird KDE's Standard-Tool kpackage eingesetzt.

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