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Caldera eDesktop 2.4

Linux für den Office-Einsatz

01.07.2000 Die neue Version von Caldera OpenLinux lässt sich sehr leicht installieren und bringt so ziemlich alle Programme mit, die Sie im Office-Alltag benötigen werden. Hier beschreiben wir die Installation von der Heft-CD.

Anders als andere Distributoren bietet Caldera seine Linux-Distribution je nach Einsatzgebiet in zwei verschiedenen Versionen an. Während der "eServer" – wie der Name bereits andeutet – alles enthält, um Linux als Server-Betriebssystem einzusetzen, hat Caldera seinen "eDesktop" speziell für den Einsatz auf normalen Einzelplatz- oder Arbeitsplatzrechner optimiert. Dazu gehört neben einer besonders einfachen Installation und dem kompletten KDE-1.1.2-Desktop die standardmäßige Integration von Office-Programmen (StarOffice, Acrobat-Reader, Compupic, CD- und MPEG-Player,…) Internet-Applikationen (Netscape 4.72, Flash-Player 4.0, Realplayer 5.0, NCFTP-Client, KSIRC-Chat-Client,…) und Entwicklungsumgebungen (u. a. Sun´s JDK 1.2.2). Aus Platz- und Lizenzgründen können wir Ihnen zwar auf der beiliegenden Heft-CD nur eine leicht abgespeckte Version der ersten Distributions-CD anbieten, diese ist jedoch voll funktionsfähig und bietet Ihnen somit einen Eindruck vom eDesktop. Die Vollversion umfasst zusätzlich noch diverse freie und kommerzielle Programme (u. a. auch limitierte Versionen von Applixware 4.42, Moneydance und Omnis Studio 2.4), eine Bootdiskette und ein komplett überarbeitetes 504-seitiges Handbuch. Im folgenden haben wir eine Installationsanleitung für Sie zusammengestellt, mit der Sie den eDesktop von der Heft-CD ohne größere Probleme auf Ihre Festplatte installieren können.

Installationsvorbereitung

Linux lässt sich in der Regel problemlos parallel zu bereits bestehenden Betriebssystemen betreiben. Ein Bootmanager, den Linux mitliefert, sorgt dafür, dass Sie nach dem Start Ihres Rechners auswählen können, welches Betriebssystem Sie booten möchten. Um Linux einigermaßen sinnvoll betreiben zu können, sollten Sie möglichst mehr als 500 MB freien Festplattenplatz zur Verfügung haben. Da Sie vermutllich bereits ein anderes Betriebssystem auf Ihrer Festplatte installiert haben, müssen Sie u.U. nachträglich noch Platz für die Linux-Partitionen schaffen. Für einen sinnvollen Betrieb sollten Sie mindestens zwei Linux-Partitionen anlegen (eine Swap-Partition mit 64 bis 128 MB und eine Linux-Partition mit mindestens 500-700 MB). Bei der Partitionierung sollten Sie unbedingt beachten, dass die Linux-Partition unterhalb der ersten 1024 Zylinder Ihrer Festplatte liegt. Alternativ besteht die Möglichkeit, zusätzlich eine Boot-Partition mit einer Größe von ca. 10 MB unterhalb der ersten 1024 Zylinder anzulegen. Dann spielt es keine Rolle mehr, wo sich die eigentliche Linux-Partition befindet.

Partitionierung unter DOS/Windows

Caldera bietet in seiner Retail-Version die beiden komfortablen Partitionierungstools PartitionMagic und BootMagic an. Aus Lizenzgründen können wir diese beiden Tools aber leider nicht mit auf die Heft-CD nehmen. Im Verzeichnis \col\tools\fips der Heft-CD befindet sich ein altbewährtes freies DOS-Partitionierungstool namens fips.exe, mit dem Sie eine zuvor defragmentierte Partition (z. B. mit dem Defragmentierungsprogramm im Windows-Startmenü: Programme\Zubehör\Systemprogramme\Defragmentierung) verkleinern können und somit Platz für Linux-Partitionen schaffen können, ohne Ihre vorhandene Windows-Partition löschen zu müssen.

Die Repartitionierung bestehender Partitionen mit fips ist prinzipiell recht einfach. Es empfiehlt sich jedoch, sicherheitshalber vorher ein Backup der wichtigsten Festplattendaten durchzuführen und bei erstmaligem Einsatz von fips insbesondere die Kapitel 5 bis 8 des beiliegenden Handbuchs fips.doc durchzulesen. Wenn Sie die Partitionierung erfolgreich hinter sich gebracht haben, können Sie die frei gewordene(n) Partition(en) bei der eigentlichen Linux-Installation für die Nutzung unter Linux einrichten.

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LinuxUser 03/2012

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