Schreiben und schreiben lassen

K-splitter

01.07.2000
Wer sagt, dass Klatsch und Tratsch in einer Linux-Zeitschrift keinen Platz haben? K-splitter plaudert Monat für Monat aus dem KDE-Nähkastchen, posaunt Neuigkeiten aus der K-Welt aus und schaut hin und wieder neugierig hinter die Kulissen.

Schreib mal wieder

Sie können nicht programmieren, möchten sich aber dennoch endlich einmal mit tatkräftiger Mithilfe beim KDE-Projekt revanchieren? Dann ist der Aufruf von Mike McBride genau das Richtige für Sie, denn Mike koordiniert die KDE-Dokumentation für die 2.0er Version und ist noch auf der Suche nach Opfern, die sich dazu hinreißen lassen, das eine oder andere Doku-Schnitzelchen zu verfassen. Besondere Kenntnisse sind nicht vonnöten, nur Spaß an der Freud' und ein wenig Zeit sollten Sie mitbringen. Bei Interesse einfach eine Mail an mmcbride@ematic.com absenden, den Rest erklärt Ihnen Mike lieber selbst.

Und noch ein KDE-Entwickler benötigt Ihre Hilfe: Wer grafisch ein wenig begabt ist, könnte Mosfet alias Daniel M. Duley (http://www.mosfet.org/) mit dem Design eines Logos für Pixie (Abbildung 1) einen großen Gefallen tun. Pixie (in den Anfangszeiten noch als ImageForge bekannt) ist ein Bild-Management-System für KDE 2.0. Näheres zu dieser visuellen Allzweckwaffe finden Sie auf der Homepage unter http://www.mosfet.org/pixie/.

Abbildung 1: Ein Bildbetrachter für alle Fälle

Der Eroberer des WWW …

… hat eine eigene Seite bekommen. Unter http://www.konqueror.org/ können sich künftig alle Interessierten einen kleinen Vorgeschmack darauf holen, was uns mit dem Release der KDE-2.0-Version so alles rund um den Konqueror, die neue eierlegende Wollmilchsau des KDE-Projekts, erwartet.

Die Neuigkeiten lesen sich gut, schreitet doch die Integration neuer Features immer weiter voran. Besonders erwähnenswert: die Kompatibilität mit Netscape-Plugins. Dies ist insofern von großer Bedeutung, als viele kommerzielle Plugins für den Gebrauch mit Netscape entwickelt wurden. Durch deren Integration können alle KDE-User künftig die Vorteile des Konquerors nutzen, ohne auf solche Nettigkeiten wie das Flash-Game "Moorhuhnjagd" verzichten zu müssen, wie Abbildung 2 eindrucksvoll zeigt…

Abbildung 2: Ich wollt, ich wär' ein Huhn …

Noch ein Editor

Man sollte meinen, dass mit dem in dieser Ausgabe vorgestellten Quanta sowie dem schon seit längerem etablierten WebMaker der Bedarf an HTML-Editoren zumindest im KDE-Projekt gedeckt sein dürfte. Aber wie so oft gilt auch hier: "Irren ist menschlich", denn mit KBackPage (Abbildung 3) schickt sich ein weiterer Aspirant an, den etablierten HTML-Editoren aus der Windows-Welt den Kampf anzusagen.

Derzeit befindet sich das Projekt noch in der Anfangsphase, aber die Enwickler haben sich zum Ziel gesetzt, Ihnen am Ende einen WYSIWYG-Editor zur Verfügung zu stellen, der hinsichtlich Funktionsumfang und Bedienkomfort Editoren wie Frontpage, Dreamweaver oder Pagemill entspricht. Erste Fortschritte kann man bereits auf der KBackPage-Homepage unter http://studenter.hig.no/prosjekter/kbackpage/ begutachten. Wer sich am Projekt beteiligen möchte, trägt sich auf dieser Seite am besten direkt in die neu aufgesetzte Mailing-Liste ein.

Abbildung 3: Ein vielversprechender Anfang

Glossar

Plugins

Umfangreiche Erweiterung des Funktionsumfangs eines Web-Browsers durch einen nachträglich installieren Programm-Aufsatz.

Flash

Multimedia-Plugin, das Bilder, Töne, Animationen und Interaktives im Web überträgt.

WYSIWYG

Leicht "kryptische" Abkürzung für "What you see is what you get". Ein HTML-Editor aus dieser Klasse bemüht sich mit mehr oder weniger Erfolg, die Bildschirmdarstellung schon während der Erstellung der HTML-Seiten möglichst dem entsprechen zu lassen, was die Surfer später im Web bewundern können.

Mailing-Liste

Eine auf E-Mail basierende Diskussionsplattform im Internet, meist themenorientiert. Versendet ein Teilnehmer eine Nachricht an die Adresse des Verteilersystems, werden Kopien dieser Nachricht automatisch an alle Teilnehmer weiter geleitet, deren Adressen im Verteiler der Mailingliste enthalten sind. Einen nach Themen geordneten Gesamtüberblick über zahllose Mailinglisten findet man – und frau natürlich auch – unter http://www.liszt.com/.

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