Guter Dinge

Der Name deutet auf ein Tcl/Tk-Programm hin – das ist eine Scriptsprache, mittels derer eine grafische Ausgabe möglich ist. Um solche Programme ausführen zu können, werden die entsprechenden Interpreterpakete tcl8.0 und tk8.0 benötigt, welche bei einer Standard-Installation enthalten sein müssten. Falls TKgoodstuff nicht Ihrer Distribution beiliegt, sollten Sie noch den Tcl/Tl-Paketen die jeweiligen Devel-Pakete spendieren sowie folgende Schritte ausführen:

root@rechner> cd /usr/local/src
root@rechner> cp /mnt/cdrom/LinuxUser/deskTOPia/tk* .
root@rechner> tar xzf tkgoodstuff8.0-final.tar.gz
root@rechner> cd tkgoodstuff8.0-final
root@rechner> ./configure
root@rechner> make install

Danach kann TKgoodstuff durch Eingabe von tkgoodstuff gestartet werden und präsentiert sich wie in Abbildung 1. Wer TKgoodstuff nun unten links in der Bildschirmecke haben will, verwendet folgende Aufrufsyntax:

tkgoodstuff -geometry +0-0

Dementsprechend sorgt die Option "-geometry -0+0" für eine Plazierung oben rechts, und "-geometry +100+100" rückt unser kleines Panel um 100 Pixel aus der oberen linken Ecke. Damit noch nicht genug: Wollen Sie mehrere TKgoogstuffs auf dem Desktop verteilen, so gibt es die Möglichkeit, über den Parameter "-f Konfigurationsdatei" eine andere Konfigurationsdatei als die Standarddatei ~/.tkgrc zu verwenden.

Abbildung 1: TKgoodstuff im Standardlook

Konfiguration

Nein, die Preferences können hier unmöglich besprochen werden – nur Hinweise sollen helfen, sich leichter zurecht zu finden. Eine detaillierte Erklärung findet sich in der dem Paket beiliegenden Dokumentation. Zum grafischen Konfigurationsmenü gelangt man, indem entweder auf die Uhr, oder auf das TKG-Menü geklickt wird. Die meisten Einträge sollten spätestens nach den ersten Versuchen klar sein: Ein weiterer Menüpunkt wird erstellt, indem man mit der rechten Maustaste auf einen bestehenden Eintrag (oder darüber) klickt und Insert wählt. Dies stellt uns nun vor das Problem, was genau wir denn nun hier einfügen wollen: Ist es ein einzelnes Programm, so ist z. B. Button die richtige Wahl. Hier einige Begriffsklärungen der einzelnen Punkte:

  • client: Ruft andere, mitgelieferte Scripte auf. Dabei sind unter anderem Scripte für eine Uhr (clock), Mail-Notifier (Biff), Menü (Menu), Netzwerk und Web-Zugang (Net) – um nur die Wichtigsten zu nennen.
  • Button: einzelner Programmeintrag
  • LabelBox: Textfeld ohne Funktion
  • Stack: Fasst Felder zusammen – ähnlich den Tables bei Webseiten.
  • Panel & PanelButton: Definiert weitere TKgoodstuff-Panels, die mit einem Mausklick starten
  • Fill: schafft Zwischenräme
  • Swallow: Hiermit ist es möglich, nahezu jede X-Applikation im TKgoodstuff-Panel laufen zu lassen (sofern sie klein genug darstellbar ist – siehe Abbildung 2 mit xeyes oder Abbildung 3 mit oclock).
Abbildung 2: TKgoodstuff auf dem heimischen Desktop

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