Home / LinuxUser / 2000 / 06 / Shell-Tipps

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Löschen und Restaurieren von Dateien

Shell-Tipps

undelete

Eine intuitivere Möglichkeit zur Restauration gelöschter Dateien bietet das Tool undelete von Sebastian Hetze (von der Firma Lunetix). Dieses Tools wird zwar vom Autor noch explizit als Alpha-Version bezeichnet, in vielen Fällen funktioniert es aber bereits jetzt ausreichend. Es ist meines Wissens nach noch in keiner Distribution enthalten. Sie finden es auf dem Server von Lunetix (www.lunetix.de). undelete kennt in der Version 0.6 drei Optionen: Das Argument von -d (device) definiert die Gerätedatei, über die das betroffene Dateisystem angesprochen wird, mit -a (age) kann der Zeitraum in Stunden seit dem Löschen der Datei angegeben und damit die Anzahl der relevanten Inodes eingegrenzt werden. Voreingestellt ist die Berücksichtigung von Inodes, die zu in den letzten 24 Stunden gelöschten Dateien gehören. -f (force) erzwingt die Bearbeitung von Dateisystemen, die ohne diese Option nicht geöffnet werden würden, weil sie beispielsweise noch gemountet sind. Das Fenster von undelete ist in vier Bereiche unterteilt:

Abbildung 1: undelete in Aktion

Die aktuellen Aktionen des Programms werden immer in dem Statusfenster unten rechts angezeigt. Dort gibt das Programm auch Hinweise, was jetzt getan werden sollte, etwa, dass das bearbeitete Dateisystem demontiert werden sollte. Im Listenfenster werden die auf dem Dateisystem gefundenen Inodes gelöschter Dateien angezeigt, die in dem angegebenen Zeitlimit liegen. Weitergehende Informationen zu der Inode, auf die der Zeiger im Listenfenster verweist, stellt undelete im Infofenster dar. Die Namen der gelöschten Dateien und Verzeichnisse können wie oben dargestellt nicht restauriert werden. Deshalb werden sie in der Form unknown INODE angezeigt. Die Daten in den zu der Inode gehörenden Blöcken und andere umfangreichere Informationen zeigt undelete im Datenfenster an. Die Steuerung von undelete kann über eine Reihe von Tastenkürzeln erfolgen. ? veranlasst das Programm, diese im Datenfenster anzuzeigen. Innerhalb dieses Fensters gilt eine Tastensteuerung analog zum vi. Vorwärts und rückwärts Scrollen kann mit den Cursortasten erfolgen, die Tasten h, l, j und k erlauben das block- bzw. seitenweise Springen. Durch f wird der force-Modus aktiviert, und mit d kann ein neues Device geöffnet werden, a stellt ein anderes Höchstalter der gelöschten Inodes ein. Auf diese Weise kann sich der Anwender durch seine Dateisysteme "hangeln", um möglichst viel von dem zu retten, was noch vorhanden ist.

Fazit

Wie man sieht, ist Rettung beim versehentlichen Löschen wichtiger Dateien oft möglich, erfordert aber natürlich einige Arbeit. Daher: glücklich ist der, der über aktuelle Backups verfügt. Aber das ist eine andere Geschichte.

Infos

[1] K. Günther: Kompaktreferenz Linux, MITP 2000

[2] Zilm, Th., Grelck, K.: Linux - die Userreferenz, MITP 1999

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 0 Punkte (1 Stimme)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...