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Die Startleisten

Migration

01.06.2000 In unserer neuen Serie "Migration" wenden wir uns an alle bisherigen Windows-Anwender, die neu in der Linux-Welt sind - trotz fundierter PC-Kenntnisse fragen diese sich oft: "Muss ich jetzt wieder bei Null anfangen?", denn zwischen Windows und Linux gibt es doch einige Unterschiede.

Die neue Rubrik hilft beim Übertragen der vorhandenen Kenntnisse: hier zeigen wir Schritt für Schritt, wie klassische Windows-Arbeiten analog unter Linux zu erledigen sind. Für den ersten Beitrag in der neuen Rubrik haben wir das Thema Startleiste ausgewählt - es geht um die Verwendung und Konfiguration der Programm-Einträge im Startmenü.

Vielleicht kommt Ihnen die Startleiste unter Windows gar nicht als eigenständiges Programm in den Sinn - dennoch ist es sicher ganz weit oben in der Liste der häufig verwendeten Windows-Tools, werden doch schließlich alle Programme über diese Menüstruktur gestartet. Wir zeigen Ihnen, wie Sie unter KDE und GNOME genau die gleiche Funktionalität und mehr erhalten.

Das Start-Menü ist unter Windows der zentrale Dreh- und Angelpunkt, wenn es um den Aufruf installierter Programme geht: alle klassischen Windows-Installer legen hier einen Eintrag an, der den schnellen Aufruf der Programme ermöglicht.

Startleisten im Vergleich

Fangen wir mit der Windows-Welt an: das ist die Domäne, in der Sie sich auskennen. Nach dem Start des Windows-Systems beginnt (fast) jede Arbeit mit einem Klick auf den "Start"-Button in der Start-Leiste: es öffnet sich dann eine Menüstruktur, die Ihnen unter dem Menüpunkt Programme Zugriff auf die installierten Programme erlaubt. Um beispielsweise den Text-Editor des Windows-Systems, Notepad, zu starten, wählen Sie den Eintrag Programme/Zubehör/Editor aus - darauf öffnet sich ein neues Notepad-Fenster.

Abbildung 1: Start des Notepads über die Windows-Startleiste

Wie lösen Sie nun die gleiche Aufgabe unter Linux? Wir zeigen im folgenden die Vorgehensweise für die beiden populären Desktop-Umgebungen KDE und GNOME.

KDE-Startleiste

Unter KDE geschieht dies auf die gleiche Art und Weise: Klicken Sie auf das K-Symbol ganz links in der Startleiste, dann öffnet sich das Startmenü. Anders als bei Windows finden Sie direkt verschiedene Untermenüs zu den unterschiedlichen Themen Anwendungen, Spiele, Grafik etc. Der Texteditor versteckt sich hinter dem Menüpunkt Anwendungen - wählen Sie also Anwendungen/KEdit Texteditor, um den simplen Editor KEdit aufzurufen. Auch die KDE-Menüstruktur erlaubt beliebig tiefe Verschachtelung - Sie können problemlos eine Hierarchie Ihrer Wahl erzeugen.

Abbildung 2: Start des Editors über die KDE-StartleisteGNOME-Startleiste

Auch GNOME sorgt hier nicht für Überraschungen; das Startmenü rufen Sie per Klick auf das GNOME-Icon auf, das sich an der zu erwartenden Stelle (unten links) befindet; im Untermenü Anwendungen finden Sie dann GNOME's Standard-Editor gEdit.

Abbildung 3: Start des Editors über die GNOME-StartleisteKDE und GNOME zusammen

Interessant ist auch die Konstellation, wenn beide Desktop-Systeme, also KDE und GNOME, gemeinsam installiert sind: Die beiden wissen nämlich voneinander und bieten dann jeweils auch die Menüs der Konkurrenz. So finden Sie unter KDE ein Untermenü GNOME-Menüs und analog unter GNOME KDE-Menüs. Das ist praktisch, wenn Sie häufig zwischen diesen Oberflächen wechseln.

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Infos zum Autor

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer ist Chefredakteur der Zeitschrift EasyLinux, Doktorand an der Uni Erlangen-Nürnberg und seit Mitte der 90er begeisterter Linux-Anwender.


Infos zur Publikation

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LinuxUser 06/2012

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