(Ab-)Spielen und Lernen

KDE-News

01.06.2000
Wer sagt, dass Klatsch und Tratsch in einer Linuxzeitschrift keinen Platz haben? K-splitter plaudert Monat für Monat aus dem KDE-Nähkästchen, posaunt Neuigkeiten aus der K-Welt aus und schaut hin und wieder neugierig hinter die Kulissen.

Ein Happen, der sich lohnt

"Klein, aber fein" ist nicht unbedingt der erste Gedanke, der einem angesichts der über sieben Mbyte Download für die neueste Beta-Version des Realplayers durch den Kopf schießen dürfte. Aber diese haben es in sich, denn erstmals wird in der Linux-Version auch KDE unterstützt.

Stunden später, nach dem wirklich nur "geringfügigen" Download von der Webpage http://proforma.real.com/real/player/linuxplayer.html, ist noch ein chmod u+x rp7install.bin, gefolgt von einem ./rp7install.bin vonnöten, et voilà – Ihre Mühen werden belohnt von einem Bild wie in Abbildung 1.

Abbildung 1: KDE-Unterstützung auf dem Vormarsch

Für den chmod-Befehl gibt es übrigens unter http://www.leeta.net/kchmod/ mit kchmod seit längerem ein grafisches Frontend im KDE-Look, mit dem das Setzen der Zugriffsrechte gleich nochmal so viel Spaß macht (Abbildung 2). Im hier angesprochenen Fall heißt es einfach, die Datei rp7install.bin via File/Open anzuwählen und bei User Exec anzuklicken. Danach speichern Sie mit File/Save die Änderungen und fertig, schon ist Ihr Realplayer-Installationsfile ausführbar.

Abbildung 2: kchmod im Einsatz

Probieren geht über Studieren

Das endgültige Release der sehnlich erwarteten 2.0er Version von KDE rückt gottlob immer näher. Alle Red-Hat-6.2-User können mit extra für das Rotkäppchen gepackten Päckchen unter http://people.redhat.com/bero/experimental/ einen ersten Blick auf die brandneuen Features unser aller Desktop-Suite werfen. Daneben darf man – und frau natürlich auch – sich über zahlreiche grafische Neuerungen freuen: Insbesondere die Icons des neuen Dateimanagers konqueror (der Nachfolger des guten, alten kfm) sind erwachsen geworden (Abbildung 3). Vorsicht – die RPM-Pakete sind wirklich nur für die aktuelle Red-Hat-Version gedacht. Benutzern früherer Versionen bleibt bis dato nur der leidvolle Weg des Selberkompilieren

Abbildung 3: Icon-Lifting

Tutorials

Nochmals aufgestockt hat Mandrake seine KDE-Tutorialseite. Ab sofort kann man sich unterhttp://www.linux-mandrake.com/en/demos/Tutorial/KPPP/ anschauen, wie der Internetzugang unter KDE konfiguriert wird.http://www.linux-mandrake.com/en/demos/Tutorial/Kpackage/ erläutert des Weiteren die grafische RPM-Verwaltung mittels des KDE-Paketmanagers kpackage näher.

Glossar

Realplayer

Ein Tool oder auch Browser-Plugin, mit dem sowohl RealAudio- als auch RealVideo-Dateien, also hochkomprimierte Audio- und Videoformate, in Echtzeit über das Internet abgespielt werden können. Die Streaming-Funktion macht es möglich, ein Audiofile oder einen Videoclip bereits abzuspielen, während der Browser den Datenstrom noch lädt; die Daten müssen dazu nicht vorher erst auf die Festplatte kopiert werden.

chmod

Mit diesem Kommando ("change modus") legen Sie die Zugriffsrechte fest, die Sie als Dateibesitzer, die Gruppe, der die Datei (und meist auch Sie) angehört, und die übrig gebliebenen Nutzer des Systems haben. Man unterscheidet r ("read") – diese Datei darf gelesen werden, w ("write") – in die Datei kann geschrieben werden – und x ("execute") – die Datei darf ausgeführt oder im Falle eines Verzeichnisses durchsucht werden.

RPM

In einem RPM-Paket (RPM steht für "Red Hat Packet Manager") werden alle von einem Programm benötigten Dateien mitsamt der nötigen Informationen bezüglich Inhalt, Art und Abhängigkeiten zusammengefasst. Bei der Installation des Pakets stopft das Programm rpm (sprich: Ihr Paketmanager) all diese Informationen in eine Datenbank. Dies gewährleistet eine einfache Wartung des Systems. Meist reicht dann schon ein lapidarer Einzeiler auf der Kommandozeile zum Hinzufügen, Entfernen oder Aktualisieren von Programmpaketen, und selbst das wird Ihnen von grafischen Paketmanager-Frontends wie kpackage noch abgenommen.

kompilieren

Ein lauffähiges Programm aus dem originalen Programmcode (auch Source-Code genannt) übersetzen bzw. selbst erzeugen.

Paketmanager

Ein Programm, das beim Installieren, Deinstallieren und Verwalten von Software behilflich ist und dabei den Überblick über die von root installierten Dateien behält. Es sorgt dafür, dass zu installierende Software ein Umfeld vorfindet, in dem sie auch laufen kann. So kümmert sich ein Paketmanager zum Beispiel darum, dass keine Konflikte entstehen, weil Programm A und B einander ausschließen oder sich in die Quere kommende Hilfsprogramme und Bibliotheksversionen benötigen. Der verbreitetste Paketmanager ist rpm.

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