Die Proxy-Alternative

WWWOFFLE - World Wide Web Offline Explorer

01.05.2000
Wer unter Linux "Proxy" sagt, der muss auch "Squid" sagen - oder etwa nicht? Von vielen unbeachtet, gibt es nämlich noch ein kleines Programm als Alternative: WWWOFFLE. Wer sich jetzt schon von dem etwas merkwürdigen Namen abschrecken lässt, tut dem Programm Unrecht. WWWOFFLE bietet nicht nur als Proxy seine Dienste an, sondern ist auch wunderbar als Cacher zu gebrauchen. Wie man für sein Heimnetzwerk WWWOFFLE als Proxy einrichtet, beschreibt der nachfolgende Artikel.

Sicher ist Squid nicht immer die erste Wahl, wenn man vor hat, seinen Server mit Proxy-Fähigkeiten auszustatten. Insbesondere bei kleinen Netzwerken ist WWWOFFLE oft die bessere Alternative. Kombiniert mit der Fähigkeit, Webseiten aus dem Cache auch offline zur Verfügung zu stellen, hilft das Programm sogar, Kosten zu sparen.

Was ist ein Proxy?

Zunächst eine kurze Erklärung: Um in einem lokalen Netzwerk (LAN) von allen Rechnern Zugriff auf das Internet zu haben, scheint es wenig sinnvoll, in jeden PC ein Modem bzw. eine ISDN-Karte einzubauen. Hier greift der Proxy ein: Es wird lediglich ein einziger Rechner mit dem Internet verbunden und alle anderen PCs richten ihre Internet-Anfragen an diesen Rechner, der online ist. Das Programm, das auf dem Einwahlrechner läuft und diesen Dienst bereitstellt, wird Proxy genannt.

Sobald ein Client Daten aus dem Internet anfordert, übernimmt der Proxy die Vermittlung der Datenpakete. Es kann also je nach Netzwerkgröße bedeutend weniger Geld kosten, einen Proxy einzusetzen, als für jeden PC einzeln Hardware zur Verfügung zu stellen.

Abbildung 1: WWWOFFLE-Cache-Informationen

Alles kostenlos

WWWOFFLE steht zum kostenlosen Download [1] im Internet bereit. Dort findet man sowohl den Sourcecode zum Kompilieren als auch zwei Binaries für Red Hat und Debian. Das manuelle Erzeugen des Programms stellt keine große Schwierigkeit dar und ist im nachfolgenden Abschnitt kurz beschrieben. Oft findet man das Paket WWWOFFLE aber schon in Linux-Distributionen wie SuSE Linux. Hier ist die Installation mit YaST natürlich noch ein wenig einfacher. (Zu finden ist das WWWOFFLE-Paket bei SuSE unter der Serie n.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 05/2016: DATEISYSTEME

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis. Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Aktuelle Fragen

MS LifeCam HD-5000 an Debian
Kay Michael, 13.04.2016 22:55, 0 Antworten
Hallo, ich versuche die oben erwähnte Cam an einem Thin Client mit Debian zu betreiben. Linux...
Import von Evolution nach KMail erzeugt nur leere Ordner
Klaus-Christian Falkner, 06.04.2016 12:57, 2 Antworten
Hallo, da ich vor einiger Zeit von Ubuntu auf Kubuntu umgestiegen bin, würde ich gerne meine E...
Sophos lässt sich nicht unter Lubuntu installieren
Chrstina Turm, 30.03.2016 20:56, 3 Antworten
Hi Leute, habe mir vor paar Tagen auf ein Notebook, das ohne Linux ausgedient hätte, Linux dr...
Novell Client auf Raspbian
Chris Baum, 16.03.2016 15:13, 3 Antworten
Hallo Community, ich hätte eine Frage, und zwar geht es um folgendes: Ich möchte eine Datei...
Pantheon konfigurieren (eOS)
John Smith, 16.03.2016 13:50, 0 Antworten
Hallo ins Forum, ich bin neu in der Linuxwelt und fühle mich bereits sehr wohl. Mein neues Sys...