Sicher ist Squid nicht immer die erste Wahl, wenn man vor hat, seinen Server mit Proxy-Fähigkeiten auszustatten. Insbesondere bei kleinen Netzwerken ist WWWOFFLE oft die bessere Alternative. Kombiniert mit der Fähigkeit, Webseiten aus dem Cache auch offline zur Verfügung zu stellen, hilft das Programm sogar, Kosten zu sparen.
Was ist ein Proxy?
Zunächst eine kurze Erklärung: Um in einem lokalen Netzwerk (LAN) von allen Rechnern Zugriff auf das Internet zu haben, scheint es wenig sinnvoll, in jeden PC ein Modem bzw. eine ISDN-Karte einzubauen. Hier greift der Proxy ein: Es wird lediglich ein einziger Rechner mit dem Internet verbunden und alle anderen PCs richten ihre Internet-Anfragen an diesen Rechner, der online ist. Das Programm, das auf dem Einwahlrechner läuft und diesen Dienst bereitstellt, wird Proxy genannt.
Sobald ein Client Daten aus dem Internet anfordert, übernimmt der Proxy die Vermittlung der Datenpakete. Es kann also je nach Netzwerkgröße bedeutend weniger Geld kosten, einen Proxy einzusetzen, als für jeden PC einzeln Hardware zur Verfügung zu stellen.
Alles kostenlos
WWWOFFLE steht zum kostenlosen Download [1] im Internet bereit. Dort findet man sowohl den Sourcecode zum Kompilieren als auch zwei Binaries für Red Hat und Debian. Das manuelle Erzeugen des Programms stellt keine große Schwierigkeit dar und ist im nachfolgenden Abschnitt kurz beschrieben. Oft findet man das Paket WWWOFFLE aber schon in Linux-Distributionen wie SuSE Linux. Hier ist die Installation mit YaST natürlich noch ein wenig einfacher. (Zu finden ist das WWWOFFLE-Paket bei SuSE unter der Serie n.)



