Alles begann mit einer Reise zur Web-Seite http://www.42.org/~sec/wmx/index.de.html - dort gibt es einen komfortablen Clone des einfachen Window-Managers wm2, genannt wmx. Da für diesen gerade mal 73 KB von ftp://ftp.42.org/pub/wmx/ auf den heimischen Rechner übertragen werden müssen, kann ohne große Unkosten ein Blick auf das Programm geworfen werden - und so bekam wmx seine Chance.
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Ups - nur als Sourcen? Ja. Und das hat auch seinen Grund: wmx ist nur über Änderungen im Sourcecode konfigurierbar, die vor dem Kompilieren stattfinden müssen. Bevorzugter Platz für Sourcecode findet sich auf der Festplatte im Verzeichnis /usr/src/, und daher entpacken wir das Archiv auch dort:
[jo@planet ~]$ su password: .... [root@planet ~]# mv wmx-6pre1.tar.gz /usr/src/ [root@planet ~]# cd /usr/src/ [root@planet src]# tar xzf wmx-6pre1.tar.gz [root@planet src]# cd wmx-6pre1 [root@planet wmx-6pre1]# _
(Um in dieses Verzeichnis schreiben zu können, sind Administrator-Rechte notwendig, daher werden wir mit dem ersten Befehl zu root.) Die erste Zeile verschiebt das Archiv (mv, siehe Linux-Magazin 04/2000, S. 88-90), worauf hin wir dem Archiv ins Zielverzeichnis folgen wollen (cd: Change Directory). Dort angekommen entpacken wir das Bündel mit dem Dienstprogramm - ein neues Verzeichnis wird angelegt, das den Sourcecode enthält. Ein README in diesem Verzeichnis schadet nicht, zumal sich beim Erscheinen des Linux-Magazins bereits eine aktuellere Programmversion auf dem Server befinden könnte.
The Making of
Um überhaupt ein im Sourcecode vorliegendes Programm kompilieren zu können, bedarf es einiger Tools auf Ihrem Rechner - diese sind in jeder Linux-Distribution enthalten, wir haben sie im Textkasten Paketanforderungen zusammengestellt. Neuere Versionen des wmx stellen alle für ein erfolgreiches Kompilieren benötigten Informationen nach dem einfachen Aufruf von ./configure zusammen - diese werden vom anschließend aufgerufenen Tool make benötigt, das den Sourcecode in ein ausführbares Programm übersetzt. Damit wäre wmx fertig kompiliert - fehlt noch die Installation selber, die über den Befehl make install erledigt wird: Dabei werden die wmx-Dateien an die richtigen Stellen kopiert. Um nachfolgende Experimente zu ermöglichen, folgt nun noch das Aufräumen mit dem Kommando make clean. Noch einmal alle Befehle im Überblick:
[root@planet wmx-6pre1]# ./configure [root@planet wmx-6pre1]# make [root@planet wmx-6pre1]# make install [root@planet wmx-6pre1]# make clean [root@planet wmx-6pre1]# exit [jo@planet ~]$ _
(Mit dem letzten exit-Befehl geben wir die Administratorrechte wieder auf.)
Paketanforderungen
Neben dem Tool make (in der Regel in einem gleichnamigen Paket) und einem Compiler für C++ (meistens gcc, bei älteren Distributionen auch egcs) werden die X Libraries benötigt - meist bezeichnet als Paket XFree86-devel (bei SuSE: xdevel; bei Debian: xlib6g-dev). Wer keine absolute Minimalinstallation verwendet, findet diese Pakete in der Regel bereits auf dem Computer vor. Weiterhin wird eine Unterstützung für XPM-Grafiken benötigt. Diese muss bei einer Standard-Workstation oftmals nachinstalliert werden und findet sich in dem Paket xpm-devel oder xpm4g-dev.
Eventuell werden nach der Installation dieser Pakete die enthaltenen Dateien beim Kompilieren immer noch nicht gefunden - dann müssen Sie den Pfad zu den neuen Bibliotheken in die Konfigurationsdatei /etc/ld.so.conf aufnehmen und ldconfig als Administrator root ausführen - beides sollte aber die Paketverwaltung Ihrer Distribution automatisch erledigen. (Siehe man-page zu ldconfig)
Vor dem nächsten Lauf von ./configure sollte noch die Datei config.cache mittels rm gelöscht werden.



