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Abbildung 1

Abbildung 1: Noch ein Applet ins Corner-Panel zu gEyes und Uhr…

Kleinigkeiten

Jo´s alternativer Desktop

01.04.2000 Wie Ihr Linux-Desktop aussieht, bestimmen allein Sie. Mit deskTOPia nehmen wir Sie regelmäßig mit auf die Reise ins Land der Window-Manager und Desktopumgebungen, stellen Nützliches und Farbenfrohes, Hingucker und hübsches Spielzeug vor. Nachdem unser GNOME-Desktop in der letzten Ausgabe mit dem Window-Manager Sawmill ausgestattet wurde, sorgen wir diesmal für allerlei nützliche Panel.

Wer nicht zu den Konsolen-Puristen gehört und sich einen netten Desktop einrichtet, möchte sicherlich auch einige Helfer auf seinem Bildschirm antreffen, die das Leben etwas angenehmer machen. Eine Uhr ist wohl selbstverständlich, Laufwerke sollten sich einfach per Mausklick ins Dateisystem aufnehmen und daraus entfernen lassen, ein Button für den Verbindungsauf- und Abbau zum Provider wäre nicht schlecht, und wenn möglich hätten wir gern noch eine grafische Anzeige der aktuellen Übertragungsrate sowie einen Mailnotifier. Ein paar Informationen über den Systemzustand wären auch ganz hilfreich, so z.B. die CPU-Auslastung, Speicherbelegung oder der verbleibende Platz auf dem Datenträger – um nur einige zu nennen.

Bin ich schon drin, oder was?

GNOME bietet hierfür sogenannte Applets, von denen einige bereits in den Standard-Paketen enthalten sind. Einzeln können diese und weitere über eine "Software-Map" auf http://www.gnome.org/applist/list-martin.phtml gefunden werden. Allerdings sind sie dort thematisch innerhalb der "normalen" Anwendungen einsortiert. Das ist durchaus sinnvoll, denn schließlich handelt es sich bei diesen Applets tatsächlich um GNOME-Anwendungen. Nur sind es eben keine, die den Window-Manager veranlassen, ein weiteres Fenster zu öffnen. Entsprechend klein klinken sie sich ins Panel ein und werden auch dort bedient.

Ein Klick mit der rechten Maustaste auf das Panel öffnet ein Menü mit dem Eintrag Add Applet, in dem alle installierten Spielereien vorzufinden sind. Ein weiterer rechter Mausklick auf ein so eingefügtes Applet hilft, dieses den eigenen Bedürfnissen nach zu konfigurieren.

Interessant ist auch die Möglichkeit, sich mehrere Panels auf den Desktop zaubern zu lassen – Create new panel schafft auf Wunsch neuen Platz mit einem weiteren Panel: Zur Wahl stehen eines, das die gesamte Bildschirmhöhe oder Breite einnimmt, oder ein sogenanntes Corner-Panel, das nur so groß wie eben erforderlich ist und somit nicht von Bildschirmrand zu Bildschirmrand reicht.

Abbildung 1: Noch ein Applet ins Corner-Panel zu gEyes und Uhr…

Gibt's das auch größer und in Blau?

Eine Alternative zu den GNOME-Applets heißt GKrellM und findet sich unter http://web.wt.net/~billw/gkrellm/gkrellm.html. Falls Sie aufgrund fehlender Pakete für die eigene Distribution den Source nehmen müssen: Nur Mut, ein einfaches make && make install als root-Benutzer im entpackten Verzeichnis erledigt alles. Zudem lässt Sie auch die Webseite nicht allein im Regen stehen: Selbst das Entpacken ist dort erklärt.

GKrellM startet durch die Eingabe von gkrellm und wird das auch künftig tun, wenn es entweder mittels Session-Management abgespeichert, im Control-Center oder in eine der X-Window-Startdateien wie z.B. ~./xinitrc eingetragen ist.

Abbildung 2: GKrellM in Aktion

Ein Klick mit der linken Maustaste auf den seitlichen Rand veranlasst GKrellM, sich zu verstecken, und ein rechter Mausklick (vorzugsweise auf den oberen Rand) ruft ein umfangreiches Konfigurationsmenü auf den Plan. Unter General-->Enables merkt sich GKrellM auf Wunsch seinen Platz auf dem großen Desktop. Für Stammkunden eignet sich aber die Startoption -geometry +1200+0 sicher besser (bei diesem Beispiel landet GKrellm 1200 Pixel von links und am oberen Bildschirmrand).

Freude kommt auch auf, wenn man bemerkt, dass sämtliche Komponenten abschaltbar sind – somit steht einer Kombination aus GKrellM und GNOME-Applets nichts im Wege.

Abbildung 3: Konfigurationsmenü von GKrellM

Glossar

Mailnotifier

Kleines Programm, das den User meist grafisch auf das Eintreffen neuer E-Mails aufmerksam macht.

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LinuxUser 06/2012

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