Nachdem wir uns in Heft 02/2000 eingehend darum gekümmert haben, wie man volle Platten wieder frei bekommt, möchten wir Ihnen diesmal ein Programm vorstellen, mit dem Sie es gar nicht erst so weit kommen lassen brauchen. Wie? Ganz einfach indem Sie die zu speichernden Daten und Dateien komprimieren.
Das KDE-Programm karchiveur macht das Arbeiten mit gepackten Daten – seien es nun tar-, -, - oder zip-Dateien – zum Kinderspiel. Denn damit können Sie all diese Dateien anschauen, entpacken und wieder verpacken. Zum reibungslosen Betrieb brauchen Sie neben karchiveur (dessen neueste Version sich stets auf der Homepage des Autors unter http://www-mips.unice.fr/~biederd/eric/archiveur_en.shtml herunterladen lässt) nur noch – wie üblich – das Paket kdelibs.
Packend
Starten Sie Ihren grafischen Archivar einfach mit einem karchiveur & in einer Terminal-Emulation, und es kann losgehen. Zugegeben, sehr spektakulär sieht das Begrüßungsfenster (Abbildung 1) nicht aus, aber dafür kann das Programm um so mehr, wie Sie gleich noch sehen werden.
Möchten Sie das Innenleben einer komprimierten Datei näher erkunden, reicht es, in der Menüleiste File-->Open anzuwählen und sich in der altbekannten KDE-Auswahlbox bis zur betreffenden Datei vorzuklicken. Et voilà, karchiveur präsentiert Ihnen den Inhalt der Datei inklusive nützlicher Informationen wie Größe, Datum und Berechtigungen der einzelnen Dateien (Abbildung 2).
Einmal in karchiveur eingeladen, bleibt es ganz Ihnen überlassen, was Sie mit der entsprechenden Datei machen wollen. Die verschiedenen Möglichkeiten finden Sie dabei fein säuberlich aufgelistet unter dem Menüpunkt Archive.
Nehmen wir an, die Datei soll entpackt werden. Wählen Sie einfach Archive-->Extract To (alternativ tut es auch die Tastenkombination Strg-X), und schon können Sie in einem Fenster wie in Abbildung 3 festlegen, wohin alle oder nur die von Ihnen ausgewählten Dateien entpackt werden sollen. Sobald Sie sich entschieden haben, klicken Sie auf den Extract-Button, und karchiveur legt los.
Optionen, Optionen
Auch bei der Stärke der Kompression ist karchiveur flexibel und lässt Sie mit Hilfe des Menüpunkts Options per Mausklick einstellen, welche Kompressionsstufe die eingesetzten Progamme gzip und bzip2 jeweils erreichen sollen (Abbildung 4). Des Weiteren können Sie hier noch die von Ihnen gewünschten Optionen zu tar näher spezifizieren und das Programm festlegen, das karchiveur zum Betrachten der Datei-Inhalte verwenden soll.



