Dateien zu einem Archiv zusammenpacken muss fast Jeder früher oder später einmal. Allerdings fällt der Umgang mit tar & Co. kaum einem Linux-Einsteiger leicht – zu groß ist die Fülle der Optionen. So schielt Mancher neidisch auf Tools wie WinZIP. Hilfe naht in Form des Programms guiTAR von Kemal Hadimli, das eine grafische Schnittstelle zu den Archivierungstools tar, zip, lha, arj und rar zur Verfügung stellt.
Ein neues Instrument
Zur Installation von guiTAR sind ein paar Voraussetzungen nötig:
- libgtk 1.2.0 oder höher
- GNOME 0.99 oder höher (optional) Bei vorhandenem GNOME bietet guiTAR die Möglichkeit, Dateien per Drag&Drop mit anderen GNOME-Programmen auszutauschen.
Die guiTAR-Quellen lädt man sich von http://disq.bir.net.tr/guitar/, und dann geht es an die eigentliche Installation:
tar xzf guiTAR-0.1.4.tar.gz cd guiTAR-0.1.4 ./configure ; make su - (root-Passwort eingeben) make install ; exit
In der /usr/local-Hierarchie befinden sich nun das Binary und eine Manual-Page. Aus einem xterm oder kvt wird guiTAR mit der Befehlszeile guitar & gestartet.
Teeren und federn
Daraufhin sollte sich guiTAR mit seinem Hauptfenster (Abbildung 1) melden. Von hier aus können Sie ein existierendes Archiv mit File| Open öffnen oder ein neues Archiv mit File | New anlegen. In der Abbildung wurde bereits das Archiv docs.tar.gz geöffnet und der Inhalt als Liste dargestellt.
Ausgehend von der Liste können einzelne Dateien aus dem Archiv gelöscht oder neue hinzugenommen werden. Zur Auswahl neuer Dateien bedient sich guiTAR einer modifizierten Dateiauswahlbox, wie Abbildung 2 sie zeigt. In der Box ganz rechts sind die ausgewählten Dateien zu sehen. Mit den Buttons -> und <- lassen sich weitere zur Auswahl hinzufügen oder daraus entfernen.
Beim Erzeugen von neuen Archiven erscheint ein eigener Dialog (Abbildung 3), der den Dateinamen des zu erstellenden Archivs sowie das zu verwendende Archivierungstool (tar, zip, …) festlegt.



