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Zu Befehl

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Auch wenn viele Dinge sich bequem über grafische Oberflächen wie KDE oder GNOME regeln lassen – wer sein Linux-System richtig ausreizen möchte, kommt um die Kommandozeile nicht herum. Und auch sonst gibt es viele Situationen, wo es gut ist, sich im Befehlszeilendschungel ein wenig auszukennen.

Da sitzt man nun vor dem Computer, so richtig fit fühlt man sich nach der Installationsorgie auch nicht mehr, und zu allem Überfluss sieht man nach dem ersten Einloggen nur einen blinkenden Cursor. Bin ich schon drin in diesem ominösen Linux? Eigentlich könnte es jetzt losgehen mit der Entdeckung des neuen Systems. Aber wie? Woher bekommt man denn Hilfe, wenn gerade kein schlaues Buch zur Hand ist?

Aller Anfang ist man

Auch Linux besitzt eine Online-Hilfe, die sogenannten Man-Pages (abgeleitet vom englischen oder lateinischen "manual"). Hier kann man viele Dinge nachschlagen, sich Parameter für die meisten Befehle heraussuchen oder Hinweise auf andere Kommandos finden. Tippt man einfach man am Prompt, erhält man folgenden Hinweis:

huhn@huehnerstall ~ > man
What manual page do you want?

Offensichtlich gibt es da mehrere. Der nächste Versuch lautet man man. Das erste man ruft hierbei das eigentliche Programm auf, das zweite man ist der zugehörige Parameter und gibt den Befehl an, über den man sich informieren möchte. Nach einer kurzen Zeit, die das System benötigt, um die entsprechende(n) Seite(n) zu formatieren, sieht man die erste Seite des Referenz-Handbuchs.

Abschnitt für Abschnitt

Hier gibt es Einiges zu erforschen – und dabei hat man die Möglichkeit zu blättern. Mit der Leer-Taste geht es eine Seite nach unten, mit b (wie "back") wieder hoch. Zum Verlassen gibt man q für "quit" ein.

Das erste Betrachten so einer Seite kann ziemlich abschreckend wirken – wie soll man in dieser Buchstabenwüste etwas finden? Bringen wir ein bisschen Licht ins Dunkel: Jede Man-Page besteht aus mehreren Abschnitten. Unter NAME findet man eine Kurzbeschreibung des Befehls, SYNOPSIS zeigt das Kommando mit den möglichen Argumenten an, und DESCRIPTION beschreibt, wie der Befehl funktioniert.

Nach dieser recht kurzen Vorstellung geht die Man-Page ans Eingemachte. Nicht alle Informationen, die hier aufgelistet sind, braucht man immer und zu jeder Zeit. Außerdem sind diese Seiten keine Einführung, sondern eher eine Referenz für Jemanden, der sich schon ein bisschen auskennt. Beispiele kommen in diesen Dokumenten daher eher selten vor. Der Trick besteht darin, sich die wichtigen Punkte herauszupicken und auszuprobieren!

Wenn man sich bis zum Ende der Man-Page durchgekämpft hat, gelangt man zum Punkt SEE ALSO. Hier gibt es Hinweise auf verwandte Programme und Dateien. So findet man am Ende der Man-Page zu man den Tipp

SEE ALSO
       apropos(1), groff(1), man(1), man2html(1), whatis(1).

Hier stehen weitere Befehle, die man sich im Zusammenhang mit man anschauen kann.

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    Schnell eine Befehlsoption nachschauen, einfach stöbern, was ein Kommando sonst noch alles kann, oder ausführliche Hilfetexte lesen mit Querverweisen – mit man und info bleiben Sie im Bilde.
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  • groff
    Wie ging gleich nochmal…? Guter Rat ist nicht immer teuer – ein Blick in Manpages lohnt sich fast immer. Wie diese entstehen und mit welchem Kommando Sie die Handbuchseiten in andere Formate konvertieren, zeigt diese "Zu Befehl"-Folge.
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