Editieren geht über Studieren: <C>mcedit<C>

Wir sind nun also root, und vor uns liegt die Datei fstab, die um zwei Einträge bereichert werden möchte. Also benötigen wir einen Editor, und – tja – wer die Wahl hat, hat die Qual. Fröhliches Durchprobieren ist angesagt, denn nicht jeder mag jeden Editor. Mir als DOS-Umsteiger gefiel auf Anhieb der mcedit recht gut – das ist der Editor, der vom Midnight Commander (mc) mitgebracht wird. Ein mcedit fstab lädt uns die Datei direkt in den Editor; flugs die gewünschten Zeilen eingetragen, abschließend noch speichern mit [F2], und unser Ziel ist erreicht. Nun noch ein Tastendruck auf [F10], und der mcedit beendet sich.

Und wem der mcedit zu düster aussieht: Etwas mehr Farbe bekommt man, wenn man ihn mit der Option --color aufruft (mcedit --color fstab).

Kopieren und Bewegen: <C>cp<C> und <C>mv<C>

Nachdem wir uns nun an allerhand Luxus gewöhnt haben, wollen wir Linux auch für langweiligere Dinge verwenden: Eine Textdatei text.txt sollte zur Bearbeitung in unser Home-Verzeichnis. Nun gibt es zwei Wege: Wir können sie dorthin kopieren oder verschieben. Prinzipiell funktioniert beides gleich: Die Syntax lautet immer "Befehle Dateiname zumZiel". Um also die Datei text.txt ins Home-Verzeichnis zu kopieren ("copy"), tippen wir

cp text.txt ~

Die Tilde ist dabei eine Kurzform für das Home-Verzeichnis. Äquivalent gilt für das Verschieben ("move"):

mv text.txt ~

Der mv-Befehl eignet sich auch zum Umbenennen von Dateien. Gefällt uns text.txt nicht mehr, da im Laufe der Zeit mehrere Texte anfallen, "verschieben" wir die Datei einfach auf ihren neuen Namen:

mv text.txt bilanz.txt

Mit ls können wir uns vom Erfolg unserer Aktionen überzeugen. Doch das muss nicht immer zum gewünschten Ergebnis führen, denn Linux achtet darauf, die Interessen des ursprünglichen Eigentümer einer Datei zu wahren…

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