Weniger ("<C>less<C>") ist mehr

Nun wissen wir bereits, dass wir eine Datei namens .bashrc unser Eigen nennen – aber was verbirgt sich dahinter? Ein less .bashrc sagt uns, was bereits in dieser Datei geschrieben steht. Und mit etwas Glück hat unser freundlicher Distributor dort vermerkt, wofür diese Datei gut ist:

# ~/.bashrc: executed by bash(1) for non-login shells.

less ist recht komfortabel – kann man doch mit den Pfeiltasten im Text auf- und abnavigieren. Auch lässt sich ein Text durchsuchen – hierzu müssen Sie lediglich einen Slash (/) gefolgt vom Suchwort mit abschließendem [Enter] ("Zeilenumbruch") eingeben. Brachte dies noch nicht das gewünschte Ergebnis, und Sie wollen die Suche nach jenem Wort fortsetzen, so reicht ein [/] [Enter], und die Sucherei geht weiter. Beendet wird less – wie sehr viele Linux-Programme – durch ein einfaches [q] ("quit").

Spiel mit Verzeichnissen: <C>cd<C> und <C>pwd<C>

Manchmal möchte man nicht nur mittels less /usr/src/linux/README den Inhalt des Kernelsourcen-README lesen, sondern sollte sich direkt in /usr/src/linux/ befinden. Dann ist Verzeichniswechseln angesagt – übersetzt "change directory", netterweise abgekürzt durch cd. Somit bringt uns ein cd /usr/src/linux/ zu den Kernelquellen (auch bei Dateinamen können wie bei der Eingabe der Befehlsnamen die automatischen Ergänzungen mittels der Tabulatortaste genutzt werden – das erspart uns Tippfehler und Zeit).

Zurück ins Heimatverzeichnis geht es mit cd ganz ohne weitere Tipperei. Als ebenso nützlich erweist sich auch ein cd .. – Sie erinnern sich: ".." steht für das übergeordnete Verzeichnis. Und sollten Sie sich stören lassen oder einmal bei Ihren Experimenten den Überblick verlieren, so hilft ein pwd ("print working directory" – "Druck das Arbeitsverzeichnis aus!"), und Ihr Standort wird Ihnen mitgeteilt:

bash-2.01$ cd /usr/src/linux/
bash-2.01$ pwd
/usr/src/linux
bash-2.01$ cd
bash-2.01$ pwd
/home/jo

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