Leben und Tod von Verzeichnissen: <C>mkdir<C> und <C>rmdir<C>

Angenommen, Sie sammeln nicht nur Bilanzen, sondern auch Kochrezepte, so wäre es doch schön, wenn alle Kochrezepte ein eigenes Verzeichnis bekämen und somit nicht versehentlich mit den Bilanzen gelöscht werden können. "make directory" – kurz mkdir – ist, was wir suchen. Ein mkdir kochbuch erzeugt folglich ein neues Verzeichnis, das mit rmdir kochbuch wieder gelöscht werden kann.

Damit lassen sich aber nur leere Verzeichnisse ausradieren: Wenn Sie sicher sind, dass Sie ein gefülltes Directory rekursiv löschen wollen, lautet der Befehl rm -r Verzeichnis.

Belegt oder nicht: <C>df<C> und <C>free<C>

Bei all unseren Aktionen wäre es interessant zu wissen, wie es um den Festplattenplatz bestellt ist. df steht für "disk free" und ist für diese Aufgabe gedacht:

bash-2.01$ df
Filesystem         1024-blocks  Used Available Capacity Mounted on
/dev/sda2             595107  111033   453335     20%   /
/dev/sda5             494593  195866   273182     42%   /home
/dev/sda6            1434606  836695   523764     62%   /usr

Es werden sämtliche gemounteten Datenträger nach deren Kapazität (ein "1024-block" entspricht einem Kbyte), deren belegten und freien Speicherplatz (auch in Prozent) und der Mountpoint abgefragt. Wer eine Angabe in Mbytes bevorzugt, stellt mittels df --help fest, dass es auch für ihn eine Option gibt: df -m.

free befragt im Gegensatz zu df keine Festplatte, sondern den Arbeitsspeicher. Wundern Sie sich nicht, dass selbst 128 Mbyte Arbeitsspeicher immer fast vollständig belegt sind. Linux lässt unbenötigten Speicher nicht brach liegen, sondern versucht, damit Ihre Festplatte zu entlasten. Echte Sorgen sollten Sie sich erst machen, wenn auch Swap keine Reserve mehr bietet. Wissen Sie nicht warum, dann sollten Sie sich überlegen, ob nicht eine Anwendung irgendwo vergessen wurde – oder gar abgestürzt ist (auch das soll vorkommen) – und unnötig Ressourcen frisst.

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