Gelernt

Die Thunderbird-Entwickler haben dem Mailclient einen lernfähigen Junk-Filter spendiert, der sich merkt, welche Mails erwünscht sind und welche nicht. Damit dieser Filter seinen Job gut erledigt, braucht er ein bisschen Training, das heißt, Sie bringen ihm bei, welche Nachrichten Sie als Spam einordnen und welche nicht. Dazu markieren Sie die entsprechenden Mails – es ist wichtig, diese nicht einfach zu löschen, sondern sie an den Junk-Filter zu "verfüttern" (siehe Abschnitt Trainingslager).

Der Junk-Filter ist in der Voreinstellung aktiviert. Die allgemeinen Einstellungen gelten für alle eingerichteten Mailkonten. Sie erreichen sie über das Hamburger-Menü / Einstellungen / Einstellungen auf dem Reiter Sicherheit und dort Junk. Hier konfigurieren Sie, was passiert, wenn Sie eine Mail während der Trainingsphase von Hand als Junk einstufen. Sie können diese entweder automatisch löschen oder in den für das jeweilige Konto bestimmten Spam-Ordner verschieben (Abbildung 6). Außerdem aktivieren Sie das Protokoll für den selbstlernenden Filter.

Abbildung 6: Diese Junk-Einstellungen gelten für alle eingerichteten Mailkonten.

Gerade in der ersten Zeit ist es sinnvoll, als Junk eingestufte Nachrichten zunächst in einen eigenen Ordner zu verschieben. So können Sie noch einmal überprüfen, ob bei den aussortierten Mails nicht doch False Positives dabei sind.

Individualisiert

Neben den allgemeinen Programmeinstellungen konfigurieren Sie den Junk-Filter für jedes E-Mail-Konto. Falls Sie zu einem späteren Zeitpunkt einen neuen Account in Thunderbird einrichten, denken Sie daran, die Einstellungen des Junk-Filters zu kontrollieren. Sie erreichen den Konfigurationsdialog über das Hamburger-Menü / Einstellungen / Konten-Einstellungen. Klappen Sie in der linken Leiste das gewünschte Konto auf und wählen Sie Junk-Filter.

In der rechten Hälfte sollte die Checkbox Junk-Filter für dieses Konto aktivieren mit einem Häkchen versehen sein. Es kann sinnvoll sein, den Junk-Filter für einen Account auszuschalten – etwa dann, wenn Sie genau wissen, dass der Provider auf seinem Server bereits einen gut funktionierenden Spam-Filter einsetzt. Wenn Sie Ihre Post zusätzlich in lokalen Ordnern organisieren, sollten Sie den Junk-Filter für diese ebenfalls aktivieren – es reicht in dem Fall nicht aus, die Funktion für die einzelnen Konten einzuschalten.

Im Feld Nachrichten nicht automatisch als Junk kennzeichnen, falls der Absender in einem der folgenden Adressbücher ist können Sie eines oder mehrere Adressbücher auswählen, die als Whitelist dienen. Mails von Absendern, die in einem dieser Adressbücher stehen, markiert Thunderbird nicht als Junk (Abbildung 7). Ganz unten im Fenster bestimmen Sie, dass das Mailprogramm neue Spam-Mails nicht im Posteingang sammelt, sondern automatisch in einen frei wählbaren Ordner verschiebt. Soll Thunderbird den Junk nach einer bestimmten Zeit automatisch entsorgen, aktivieren Sie die Checkbox Junk-Nachrichten löschen, die älter sind als X Tage und legen die Frist fest.

Abbildung 7: In diesem Dialog definieren Sie nicht nur eine weiße Liste mit erlaubten Absendern, sondern auch, wohin Thunderbird den Spam verschiebt.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 4 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Mails and more
    Mozilla Thunderbird ist bei vielen Linux-Distributionen das Standard-Mailprogramm – nicht aber bei OpenSuse und Kubuntu. Wir empfehlen die Installation und helfen bei den ersten Schritten, außerdem stellen wir das Lightning-Plug-in zur Terminverwaltung vor.
  • Kniffe, die Sie kennen sollten
    In den Linux-Tipps zeigen wir diesmal unter anderem, wie Sie per Mausklick die öffentliche IP-Adresse ändern, E-Mails mit Schlagwörtern versehen und VLC Tastaturkürzel zuweisen.
  • Spam filtern zu Hause
    Auch ohne eigenen Mailserver hilft Spamassassin, lästigen Werbemüll zu filtern. Der Artikel erklärt das Zusammenspiel des Programms mit Evolution und KMail. Der Client Thunderbird hat dagegen einfache Spam-Erkennung schon eingebaut.
  • Sie haben Post
    Im Vergleich offenbaren die drei Platzhirsche KMail, Evolution und Thunderbird und der Newcomer Claws Mail ihre Stärken und Schwächen.
  • Einstieg in das Mailprogramm Thunderbird
    Für Linux gibt es zahlreiche Mailprogramme. Thunderbird sticht aus der Masse durch viele Features, ein Add-on-System und die Verfügbarkeit unter Linux, Windows und OS X hervor. Wir helfen bei der Einrichtung und den ersten Schritten.
Kommentare

Infos zur Publikation

title_2018_07

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

added to access control list
Ingrid Kroll, 27.03.2018 07:59, 10 Antworten
Hallo allerseits, bin einfache Nutzerin und absolut Linux-unwissend............ Beim ganz norm...
Passwortsicherheit
Joe Cole, 15.03.2018 15:15, 2 Antworten
Ich bin derzeit selbständig und meine Existenz hängt am meinem Unternehmen. Wahrscheinlich verfol...
Brother drucker einrichten.
Achim Zerrer, 13.03.2018 11:26, 1 Antworten
Da mein Rechner abgestürzt war, musste ich das Betriebssystem neu einrichten. Jetzt hänge ich wi...
Internet abschalten
Karl-Heinz Hauser, 20.02.2018 20:10, 2 Antworten
In der Symbolleiste kann man das Kabelnetzwerk ein und ausschalten. Wie sicher ist die Abschaltu...
JQuery-Script läuft nicht mit Linux-Browsern
Stefan Jahn, 16.02.2018 12:49, 2 Antworten
Hallo zusammen, ...folgender goldener Code (ein jQuery-Script als Ergebnis verschiedener Exper...